13.07.2026
"oha! Abenteuer Wissenschaft" zeigte die vielfältige Forschungslandschaft der Oberlausitz
IHI-Mitarbeiter Dr. Alexander Karich (links) erläutert den Besuchern der Wissenschaftsmeile anhand mitgebrachter Pilzpräparate den Forschungsschwerpunkt Mykologie am IHI Zittau.
Seit einigen Jahren wächst die Lausitz zu einem bedeutenden Zentrum moderner Forschung heran – von Künstlicher Intelligenz über nachhaltige Materialien bis hin zur Radioastronomie. Doch was verbirgt sich hinter diesen Projekten? Können wir künftig Fahrräder aus dem 3D-Drucker nutzen, Bauarbeiten von Robotern durchführen lassen oder Plastik durch Naturfasern ersetzen? Und wie funktionieren eigentlich Technologien, die unsere Energieversorgung nachhaltiger machen?
Interessiert lassen sich der Zittauer OB Thomas Zenker, Hochschulrektor Prof. Alexander Kratzsch, Staatsekretärin Prof. Heike Graßmann sowie der Bundestagsabgeordnete Florian Oest durch IHI-Forscher Dr. Alexander Karich den Forschungsschwerpunkt Mykologie erläutern.
Antworten auf diese und viele weitere Fragen lieferte die Wissenschaftsmeile „Oha! – Abenteuer Wissenschaft!“, die am 11. Juli 2026 im Rahmen des Zittauer Stadtfests stattfand. Mit Unterstützung der Sächsischen Agentur für Strukturentwicklung (SAS) verwandelten die Partner des Hi!Lusatia-Netzwerks den Marktplatz und den Bereich vor der Johanniskirche in ein offenes Labor für die ganze Familie - natürlich unter Beteiligung des IHI Zittau, vor dessen Sitz das Wissenschaftsfest stattfand. Besucherinnen und Besucher konnten sich nicht nur anhand interessanter Pilzpräparate den IHI-Forschungsschwerpunkt Mykologie erläutern lassen, auch Rundgänge durch das IHI-Gebäude und die Labore mit kleinen Demonstrations-Experimenten wurden angeboten.
Das IHI-Team am Stand
Aber auch an zahlreichen weiteren Mitmachstationen konnten Kinder, Jugendliche und Erwachsene Forschung hautnah erleben. Besucherinnen und Besucher durften selbst experimentieren, neue Technologien kennenlernen und mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch kommen. Komplexe Themen wie nachhaltige Technologien, Automatisierung, Digitalisierung oder astronomische Entdeckungen wurden dabei verständlich und erlebbar vermittelt.
Wie spannend Wissenschaft sein kann, zeigten die vielfältigen Angebote der beteiligten Einrichtungen: Am Stand des Center for Advanced Systems Understanding (CASUS) konnten Besucherinnen und Besucher die elektrische Leitfähigkeit von Bleistiften testen, Moleküle analog oder digital zusammensetzen und spielerisch entdecken, wie international die Forschung in der Lausitz bereits jetzt aufgestellt ist.
Technik zum Anfassen versprach auch die Hochschule Zittau/Görlitz. Im mobilen Lernort laden 3D-Drucker, Lasercutter, Drohne und Roboterarm zum Ausprobieren und Entdecken ein. Eine kleine Wärmepumpe aus dem DLR_School_Lab Hochschule Zittau/Görlitz machte Zukunftstechnologien rund um die Wärmeversorgung verständlich und greifbar. So wurde aus Forschung ein Erlebnis für die ganze Familie.
Ergänzt wurde das Programm durch eine Ausstellung zu den beruflichen Chancen des Strukturwandels in der Lausitz. Sie zeigt, welche neuen Ausbildungs-, Studien- und Karrierewege durch die Ansiedlung von Forschungseinrichtungen und innovativen Unternehmen in der Region entstehen.
Die Wissenschaftsmeile wurde durch Staatssekretärin Staatssekretärin Prof. Heike Graßmann, Oberbürgermeister Thomas Zenker und Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Partnereinrichtungen eröffnet.
Oliver Tettenborn vom IHI Zittau moderiert die Eröffnung des Regionalbüros Lehrerbildung auf der Hauptbühne des Stadtfestes. Rechts daneben der Zittauer Oberbürgermeister Thomas Zenker, Regionalstellenleiterin Dr. Elisa Rößler, IHI-Direktor Prof. Thorsten Claus sowie Prof. Axel Gehrmann, Direktor des ZLSB der TUD
Wie eng Wissenschaft, Bildung und regionale Entwicklung zusammenhängen, zeigte auch das Zentrum für Lehrerbildung, Schul- und Berufsbildungsforschung (ZLSB) der TU Dresden. Mit der Eröffnung eines Regionalbüros der Lehrkräftebildung am Standort Zittau werden ostsächsische Schulen und die TU Dresden noch enger vernetzt – für kurze Wege, starke Partnerschaften und bessere Bildungschancen in der Region.
Im Programm „Seiteneinstieg mit Qualität“ konnten bereits mehr als 1.000 Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger wissenschaftlich fundiert und praxisnah für den Schuldienst qualifiziert werden. Die Regionalstelle wurde im Rahmen des zeitgleich zur Wissenschaftsmeile Oha! laufenden Stadtfestes auf der Hauptbühne durch den Zittauer Oberbürgermeister Thomas Zenker, IHI-Direktor Prof. Thorsten Claus, ZLSB-Direktor Prof. Axel Gehrmann sowie die Regionalstellenleiterin Dr. Elisa Rößler feierlich eröffnet.
Zahlreiche Partner aus Wissenschaft und Forschung beteiligt
Die Partner des Hi!Lusatia-Netzwerks und Gäste aus der Politik eröffneten gemeinsam die Wissenschaftsmeile Oha! 2026
An der Wissenschaftsmeile beteiligten sich unter anderem:
• 4transfer
• Center for Advanced Systems Understanding (CASUS)
• Deutsches Zentrum für Astrophysik
• Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)
• Duale Hochschule Sachsen
• Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU)
• Hi!Lusatia e.V.
• Hochschule Zittau/Görlitz
• IBZ St. Marienthal
• Internationales Hochschulinstitut (IHI) Zittau der TU Dresden
• Siemens Energy
• Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz
• Zentrum für Lehrerbildung, Schul- und Berufsbildungsforschung (ZLSB)
„Oha – das steht für Oberlausitz hat Ahnung“, erklärt Lisa Bail vom Verein Hi!Lusatia e.V. und Organisatorin der Veranstaltung. „Wir möchten Neugier wecken, Forschung sichtbar machen und zeigen, welche spannenden Entwicklungen direkt vor unserer Haustür stattfinden.
Wissenschaft gestaltet die Zukunft unserer Region – und genau das wollen wir gemeinsam erlebbar machen.“
Die Sächsische Agentur für Strukturentwicklung (SAS) begleitet den Wandel in den sächsischen Braunkohlerevieren und unterstützt regionale Akteure bei der Entwicklung und Umsetzung von Zukunftsprojekten. Als Unterstützer der Wissenschaftsmeile trägt sie dazu bei, die Chancen des Strukturwandels sichtbar zu machen und den Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern.
Weitere Informationen: www.abenteuer-wissenschaft.de