22.07.2026
Prof.in Makovoz auf Konferenzen zu digitaler Transformation und Cybersicherheit in Rom
Prof.in Oksana Makovoz von der NTU Kharkiv, die am IHI Zittau gegenwärtig die Professur für ABWL, insbes. Controlling und Umweltmanagement vertritt, nahm an zwei bedeutenden internationalen Veranstaltungen teil, die sich mit digitaler Transformation, Cybersicherheit, Datenanalyse und nachhaltiger Entwicklung befassten: Das Forum Cyber 4.0.2026 und die 7. Internationale Konferenz für Datenwissenschaft, Technologie und Anwendungen (DATA’26), die in Rom, Italien, stattfanden.
Das Forum Cyber 4.0 brachte führende Experten, politische Entscheidungsträger, Forscher, Vertreter der Industrie und öffentliche Institutionen zusammen, um aktuelle Herausforderungen und Chancen in den Bereichen Cybersicherheit, Cyberresilienz, künstliche Intelligenz, sichere Digitalisierung und technologische Innovation zu erörtern. Bei der Ausgabe 2026 lag ein besonderer Schwerpunkt auf internationaler Zusammenarbeit, dem Aufbau von Cyberkapazitäten, der sicheren digitalen Transformation sowie der Entwicklung von Cybersicherheits-Ökosystemen sowohl innerhalb als auch außerhalb Europas, einschließlich Kooperationsinitiativen unter Einbeziehung afrikanischer Länder.
Über das akademische Programm hinaus nutzte Professorin Makovoz das Forum als Gelegenheit zum internationalen Networking und zum Austausch aktueller Forschungsergebnisse und praktischer Fachkenntnisse mit Teilnehmern aus verschiedenen Ländern und mit unterschiedlichem beruflichen Hintergrund. Die Veranstaltung bot eine wertvolle Plattform für den Dialog zwischen Wissenschaft, Industrie, öffentlichen Einrichtungen und internationalen Partnern über die Entwicklung von Cybersicherheitskapazitäten, digitale Resilienz, KI und nachhaltige digitale Transformation.
Während ihres Besuchs in Rom traf sich Professorin Makovoz außerdem mit Kollegen des International Office der Luiss-Universität, wo das Forum stattfand. Das Treffen bot die Gelegenheit, die akademischen Programme des IHI Zittau vorzustellen, Möglichkeiten für die Mobilität von Studierenden und Mitarbeitern zu erörtern und Ideen für eine zukünftige Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Forschung und Internationalisierung auszutauschen.
Ein wichtiger Aspekt des Besuchs war die Gelegenheit zum Austausch mit Experten von Cyber 4.0, dem nationalen Kompetenzzentrum für Cybersicherheit in Italien. Cyber 4.0 fungiert als nationale Drehscheibe zur Förderung einer sicheren digitalen Transformation durch Forschung, Innovation, Technologietransfer, Ausbildung und Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Industrie, Behörden und internationalen Partnern. Das Zentrum vereint derzeit mehr als 45 Mitgliedsorganisationen und spielt eine bedeutende Rolle bei der Unterstützung der digitalen Transformation und dem Aufbau von Kapazitäten im Bereich der Cybersicherheit.
Prof.in Oksana Makovoz (links) und Alexander Oppong (rechts)
In Gesprächen mit Vertretern der Cyber Security Authority (CSA) aus Ghana, darunter Alexander Oppong, Direktor für Kapazitätsaufbau und Sensibilisierung, wurde besonderes Augenmerk auf die Bedeutung des internationalen Wissensaustauschs, des Kapazitätsaufbaus und des länderübergreifenden Erfahrungsaustauschs gelegt. Die Gespräche unterstrichen den Wert, aus den Erfahrungen der Ukraine hinsichtlich Resilienz und digitaler Transformation unter schwierigen Umständen zu lernen, ebenso wie aus Deutschlands Fachwissen in den Bereichen Innovation, industrielle Entwicklung und technologische Modernisierung.
Das Forum bot Professor Makovoz zudem die Gelegenheit, sich mit Matteo Lucchetti, dem Operations Director von Cyber 4.0, auszutauschen. Herr Lucchetti ist ein international anerkannter Experte, der bei Initiativen zum Aufbau von Cyber-Kapazitäten mit Organisationen wie der ENISA, der NATO und dem Europarat zusammenarbeitet. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Stärkung der internationalen Zusammenarbeit im Bereich Cybersicherheit, die Verbesserung der Cyberresilienz sowie die Schaffung von Möglichkeiten für den Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis.
Eine weitere wichtige Inspirationsquelle waren die Arbeit und die strategische Vision von Professor Paolo Spagnoletti, Präsident von Cyber 4.0 und ordentlicher Professor an der Luiss-Universität. Professor Spagnoletti ist weithin anerkannt für seine Beiträge zur Forschung in den Bereichen digitale Innovation, organisatorischer Wandel, Cybersicherheit und digitale Governance. Seine Arbeit betont, dass Cybersicherheit nicht nur als technisches Thema, sondern als strategischer Wegbereiter für Innovation, Resilienz und nachhaltige Entwicklung betrachtet werden sollte. Diese Ideen stehen in engem Einklang mit Professor Makovoz’ eigenen Forschungsinteressen in den Bereichen digitale Transformation und verantwortungsbewusstes Management.
Die Teilnahme sowohl am Forum Cyber 4.0 als auch an der DATA’26 unterstrich, wie wichtig es ist, Forschung und berufliche Praxis mit der Bildung zu verknüpfen. Die Diskussionen zeigten, dass Cybersicherheit und digitale Transformation nicht nur technologische Herausforderungen sind, sondern auch verantwortungsbewusstes Management, ethische Entscheidungsfindung, interdisziplinäres Denken, effektive Governance und eine menschenzentrierte Führung erfordern. Diese Perspektiven sind besonders relevant für Hochschuleinrichtungen, an denen Studierende nicht nur verstehen müssen, wie Technologien funktionieren, sondern auch, warum Cybersicherheit, digitale Transformation und Nachhaltigkeit für Organisationen, Gesellschaften und Volkswirtschaften von Bedeutung sind.
Die interdisziplinäre Atmosphäre der DATA’26 unterstrich einmal mehr die wachsende Bedeutung der Verknüpfung von Datenwissenschaft, digitalen Technologien, Nachhaltigkeit und organisatorischer Transformation zur Bewältigung aktueller globaler Herausforderungen. Die Konferenz brachte Forscher aus verschiedenen Disziplinen zusammen, die Einblicke in die Rolle digitaler Innovationen bei der Förderung einer nachhaltigen Entwicklung und der Verbesserung der organisatorischen Leistungsfähigkeit im digitalen Zeitalter austauschten.
Die Teilnahme von Professor Makovoz am Forum Cyber 4.0 und an der DATA’26 spiegelt das Engagement des IHI Zittau wider, internationale akademische und berufliche Netzwerke zu stärken und die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen, der Industrie und Organisationen des öffentlichen Sektors zu fördern. Dieses Engagement trägt zur strategischen Ausrichtung des Instituts auf interdisziplinäre Ausbildung, exzellente Forschung, verantwortungsbewusstes Management, digitale Transformation und nachhaltige Entwicklung in einer zunehmend vernetzten Welt bei.
Die auf der DATA’26 diskutierten Forschungsthemen stehen in engem Zusammenhang mit der aktuellen wissenschaftlichen Arbeit von Professor Makovoz. Gemeinsam mit Serhii Lysenko, Doktorand an der Nationalen Technischen Universität „Polytechnisches Institut Charkiw“ (Ukraine), bereitet Professor Makovoz eine neue Forschungsarbeit mit dem Titel „Bewertung der digitalen Transformation des Geschäftsprozessmanagements in nachhaltigen Viehzuchtbetrieben“ vor.
Die bevorstehende Studie knüpft an einen Forschungsansatz an, der durch die vorherige Veröffentlichung der Autoren initiiert wurde:
Makovoz, O., & Lysenko, S. (2025). Assessing Digital Transformation in Business Process Management: Towards Sustainable Development. In: Lecture Notes in Information Systems and Organisation. Springer. DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-032-06725-8_5
Die neue Studie untersucht, wie die digitale Transformation die Nachhaltigkeit, Resilienz und Effektivität des Geschäftsprozessmanagements in Tierhaltungsbetrieben verbessern kann. Die Studie geht auf den wachsenden Bedarf an innovativen Ansätzen ein, die digitale Technologien, Nachhaltigkeitsziele und organisatorische Transformation miteinander verbinden, und bietet praktische Erkenntnisse sowohl für Forscher als auch für Praktiker, die in den Bereichen Agrarwirtschaft, digitale Transformation und nachhaltiges Management tätig sind.
Durch die Teilnahme an internationalen wissenschaftlichen und fachlichen Veranstaltungen wie dem „Forum Cyber 4.0“ und der „DATA’26“ leistet Professor Makovoz weiterhin einen Beitrag zur Entwicklung der internationalen Forschungszusammenarbeit und fördert gleichzeitig den Dialog über Cybersicherheit, digitale Transformation, Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusstes Management im Hochschulbereich und darüber hinaus.