20.11.2025
Kapteina an der University of Michigan: Vortrag zu Corporate Democratic Action
Dr. Benedikt D. S. Kapteina, Postdoctoral Fellow an der Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Responsible Management, am Internationalen Hochschulinstitut der Technischen Universität Dresden, hielt am 20. November 2025 auf Einladung von Prof. Dr. Thomas P. Lyon, Dow Chair of Sustainable Science, Technology and Commerce und Faculty Director des Erb Institute for Global Sustainable Enterprise, sowie Prof. Dr. Charlene Zietsma an der Ross School of Business, einen Gastvortrag zum Thema „When Business Defends Democracy: Corporate Democratic Action in Europe“.
Die Stephen M. Ross School of Business zählt zu den führenden Managementschulen Nordamerikas und ist international bekannt für ihre Forschung zu Nachhaltigkeit, Corporate Responsibility, Governance und demokratischer Verantwortung von Unternehmen. Kapteinas Vortrag knüpft direkt an die Arbeiten von Ross-Forschenden an. Prof. Jerry Davis, Gilbert and Ruth Whitaker Professor of Business Administration, Prof. Mark S. Mizruchi, Professor of Management and Organizations, und Prof. Andrew Hoffman, Professor für Sustainable Enterprise und renommierter Experte für Corporate Sustainability und gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen, beschäftigen sich mit Corporate Political Behavior, Governance-Strukturen und dem Einfluss von Unternehmen auf politische Prozesse.
Das Erb Institute for Global Sustainable Enterprise, unter Leitung von Thomas P. Lyon, verbindet diese Themen interdisziplinär. Lyons Forschung zu Corporate Political Responsibility macht das Erb Institute zum natürlichen Diskursort für Corporate Democratic Action. In diesem Zusammenhang betonte Kapteina: „Meine Zusammenarbeit mit Tom Lyon zeigt, dass Corporate Democratic Action kein theoretisches Konzept bleibt, sondern praxisrelevante Debatten über Unternehmensverantwortung und Demokratie global verbindet.“
Kapteina präsentierte anhand empirischer Fallstudien zu europäischen Unternehmen im Kontext der EU-Wahlen, wie Unternehmen öffentliche Positionen beziehen, Allianzen bilden, Desinformation entgegentreten und politische Teilhabe fördern. Die anschließende Diskussion mit Studierenden und Fakultätsmitgliedern behandelte Sichtbarkeit demokratischer Verantwortung, Grenzen legitimer politischer Einflussnahme und deren Integration in Governance-Systeme.
Für die TU Dresden und das IHI Zittau markiert der Gastvortrag einen zentralen Meilenstein: Er zeigt, dass die Forschung zu Corporate Democratic Action eine breite, interdisziplinäre Agenda bildet, getragen von Dr. Benedikt Kapteina, Prof. Markus Scholz und dem gesamten Team der Professur. Die Präsentation am Erb Institute und an der Ross School unterstreicht die internationale Anerkennung der Arbeiten am IHI Zittau und macht Deutschland als Bezugspunkt für europäische, demokratieorientierte Unternehmenspraxis sichtbar.