17.09.2025
Kapteina hält Gastvortrag an der Rutgers Business School
Auf Einladung des Institute for Ethical Leadership an der Rutgers Business School (RBS), vertreten durch Prof. Joanne B. Ciulla, Prof. Danielle Warren, Prof. Tobey Karen Scharding, Prof. Wayne Eastman sowie Prof. Robert C. Hughes, hielt Dr. Benedikt Kapteina, Postdoktorand an der Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Responsible Management am IHI Zittau der Technischen Universität Dresden, am 17. September 2025 einen Gastvortrag zum Thema „Corporate Democratic Action: How Responsible Companies Champion Democracy“.
Das Vortragsteam der Rutgers Business School bringt eine breit gefächerte Expertise ein: Prof. Joanne B. Ciulla gilt als Pionierin der Leadership Ethics und ist seit vielen Jahren Director des Institute for Ethical Leadership; ihre Forschung zu meaningful work, Machtverhältnissen und moralischen Dilemmata von Führungskräften ist international einflussreich.
Dr. Kapteina stellte in seinem Beitrag das Konzept der Corporate Democratic Action (CDA) vor, das über klassische Lobbyarbeit hinausgeht und unternehmerische Praktiken beschreibt, mit denen demokratische Institutionen, politische Teilhabe und rechtsstaatliche Rahmenbedingungen gestärkt werden. Anhand von Fallbeispielen deutscher Unternehmen – darunter Jenoptik, Deutsche Bank und Volkswagen – zeigte er, wie Unternehmen öffentliche Positionen beziehen, Allianzen bilden und demokratische Werte glaubwürdig verteidigen können. Zentral war zudem die Analyse der Risiken eines demokratischen Rückbaus für Unternehmen, darunter Vertrauensverlust, gesellschaftliche Polarisierung und zunehmende Unsicherheit.
Dieses gesamte Team verbindet an der Rutgers Business School eine interdisziplinäre Kompetenz zu Demokratie, Ethik und verantwortungsbewusstem Management. In diesem Kontext bot der Vortrag von Dr. Kapteina zu Corporate Democratic Action einen direkten thematischen Bezug: Seine Forschung zu Corporate Political Activity and Responsibility, Business and Democracy sowie Business and Human Rights ergänzt und vertieft den Diskurs, den Ciulla, Warren, Scharding, Eastman und Hughes seit Jahren an der Rutgers Business School führen.
Dr. Kapteina betonte: „Unternehmen tragen nicht nur wirtschaftliche Verantwortung, sondern auch eine Verantwortung für die demokratischen Strukturen, in denen sie agieren. Corporate Democratic Action ist ein Weg, diese Verantwortung strategisch und wirksam zu gestalten.“
Die anschließende Diskussion hob die Relevanz von CDA sowohl für die Forschung der Fakultätsmitglieder als auch für die praktische Umsetzung verantwortlicher Unternehmensführung hervor.
Für die TU Dresden und insbesondere das IHI Zittau ist dieser Vortrag besonders wertvoll, da er die Forschung zu Corporate Democratic Action in einem führenden internationalen Zentrum sichtbar macht und die Profilbildung des Instituts im transatlantischen Austausch zu Demokratie, Ethik und Unternehmensverantwortung stärkt.