08.07.2026
Führende Forschende diskutierten Demokratie und Wirtschaft in Rom
Vom 3. bis 5. Juni 2026 nahm Prof. Dr. Markus Scholz, Inhaber der Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Responsible Management am Internationalen Hochschulinstitut (IHI) Zittau der TU Dresden, an der internationalen Konferenz „Business, Fascism, and the Erosion of Democracy in Rom teil.
Die Konferenz wurde von Prof. Dr. Andreas Scherer (Universität Zürich), Prof. Dr. Guido Palazzo (Universität Lausanne) und Prof. Dr. Eric Orts (Wharton School, University of Pennsylvania) organisiert. Sie brachte führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Wirtschaftsethik, Management, Politikwissenschaft und Soziologie zusammen, um die Rolle von Unternehmen angesichts demokratischer Erosion, Autoritarismus, Populismus und gesellschaftlicher Polarisierung zu diskutieren.
Zu den Teilnehmenden zählten unter anderem Ruth Ben-Ghiat (New York University), Jerry Davis (University of Michigan), Paul Adler (University of Southern California), Dirk Matten (York University), Renate Meyer (WU Wien) und Gazi Islam (Grenoble École de Management) sowie zahlreiche weitere international renommierte Forschende.
Im Rahmen der Konferenz präsentierte Markus Scholz seinen Vortrag „Wirtschaft mit Werten: Die politische Verantwortung von Unternehmen bei der Verteidigung der offenen Gesellschaft“. Im Mittelpunkt standen Fragen nach der politischen Verantwortung von Unternehmen in Zeiten demokratischer Herausforderungen sowie die Bedingungen, unter denen Unternehmen einen legitimen Beitrag zur Stärkung demokratischer Institutionen und gesellschaftlichen Zusammenhalts leisten können.
Die Konferenz fand am Istituto Svizzero Roma statt und wurde vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF), der Universität Zürich sowie dem Zicklin Center for Governance & Business Ethics der Wharton School unterstützt.
Die Diskussionen machten deutlich, dass wirtschaftliches Handeln und demokratische Entwicklung zunehmend miteinander verflochten sind. Unternehmen werden dabei nicht nur als wirtschaftliche Akteure, sondern auch als gesellschaftliche Verantwortungsträger betrachtet. Die Teilnahme von Markus Scholz unterstreicht die internationale Sichtbarkeit der Responsible-Management-Forschung am IHI Zittau und ihre Einbindung in aktuelle Debatten zu Wirtschaft, Demokratie und gesellschaftlicher Verantwortung.