Computergestützte Materialwissen­schaft

Arbeitsgebiete des DCMS © Gianaurelio Cuniberti, Florian Pump Arbeitsgebiete des DCMS © Gianaurelio Cuniberti, Florian Pump

Arbeitsgebiete des DCMS

Arbeitsgebiete des DCMS

Arbeitsgebiete des DCMS © Gianaurelio Cuniberti, Florian Pump

Die Entwicklung neuer Werkstoffe findet längst nicht mehr nur im Labor statt, vielmehr gewinnt das rechnergestützte Design von neuen Materialien zunehmend an Bedeutung. So kann grundlegenden Fragen, z. B. wie durch neue Werkstoffe Batterien langlebiger und mit höherer Energiedichte ausgelegt, Autos leichter und sicherer konstruiert oder Krankheiten durch verbesserte Diagnoseverfahren schnell, kostengünstig und zuverlässig erkannt werden können, zuerst im Computer nachgegangen werden, bevor aussichtsreiche Materialien und Verfahren praktisch realisiert werden.   

Der Wissenschaftsstandort Dresden mit der TU Dresden im Zentrum ist ein europa- und weltweit führendes Zentrum der Materialforschung, in dem auch die rechnergestützte Modellierung eine tragende Säule darstellt. Die Universitätsleitung hat dies erkannt und fördert zur nachhaltigen Sicherung dieser Stellung in den kommenden Jahren aus den Mitteln der Bundesexzellenzinitiative das seit dem 26.11.2013 neu gegründete „Dresden Center for Computational Materials Science“ (DCMS).

Materialforschung Dresden © Gianaurelio Cuniberti, Florian Pump Materialforschung Dresden © Gianaurelio Cuniberti, Florian Pump
Materialforschung Dresden

© Gianaurelio Cuniberti, Florian Pump

„Mit der Etablierung eines agilen und flexiblen zentralen Kompetenzzentrums für Materialsimulationen an der TU Dresden kann eine deutliche Stärkung der Kompetenzen im computergestützten Materialdesign in Dresden erreicht werden“, so Prof. Dr. Gianaurelio Cuniberti von der Fakultät Maschinenwesen, einer der Gründer und designierter geschäftsführender Direktor des Zentrums. „Geschätzte 70 % aller Innovationen beruhen auf neuen Entwicklungen im Bereich der Materialien. Durch die Bündelung der Aktivitäten von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus vier Fakultäten und zwei Bereichen bilden wir interdisziplinäre und international auf Augenhöhe agierende Strukturen in Forschung und Lehre“, so Cuniberti weiter. Das Zentrum könne durch gemeinsame Projektakquise als Multiplikator für Drittmittel von öffentlichen, privaten und industriellen Fördergebern dienen und möchte durch die Schaffung von attraktiven Rahmenbedingungen ein begehrter Standort für hochqualifizierte und ambitionierte Nachwuchsforscher aus aller Welt werden. Ferner sei zum Transfer von Forschungsergebnissen in die Lehre und zur frühzeitigen Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Aufbau eines neuen internationalen Masterstudiengangs „Computational Materials Science“ geplant.

Kurz gesagt

  • Zentrales Thema im Bereich Ingenieurwissenschaften

  • Enge Verbindung zu den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften, Bau und Umwelt sowie Medizin

  • herausgehobene Kompetenzen in allen Produktionsklassen (Metall, Polymer, Keramik) und Zukunftstrends (Nano, Bio, Computational)

  • >2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der TU Dresden und außeruniversitären Einrichtungen

  • >600 Publikationen pro Jahr (Quelle: ISI, Stichwort "Materials", Jahr 2013)

  • Standort Dresden: Weltweit Rang 27 in der Materialforschung (Publikationen und Patente, Quelle: Sciene and Technology Policy Research and Information Center, Taiwan)

Synergien durch Verbünde und Zentren

  • Materialforschungsverbund Dresden (MFD)
  • Dresden Center for Nanoanalysis (dcn)
  • European Center for Emerging Materials and Processes (ECEMP)
  • Center for Advancing Electronics Dresden (cfaed)
  • Regionalforum der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM)
  • Dresden Center for Computational Materials Scince (DCMS)

Initiatoren

Prof. Dr. Gianaurelio Cuniberti (Fakultät Maschinenwesen, Institut für Werkstoffwissenschaft, Professur für Materialwissenschaft und Nanotechnik)

Prof. Dr. Wolfgang E. Nagel (Fakultät Informatik, Institut für Technische Informatik, Professur für Rechnerarchitektur)

Prof. Dr. rer. nat. habil. Gotthard Seifert (Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften, Fachrichtung Chemie und Lebensmittelchemie, Bereich Physikalische Chemie und Elektrochemie, Arbeitsgruppe Theoretische Chemie)

Prof. Dr.

Name

Gianaurelio Cuniberti

Fakultät Maschinenwesen, Institut für Werkstoffwissenschaft, Prof. Materialwissenschaft und Nanotechnik

Adresse work

Besucheradresse:

HAL building Hallwachsstraße 3

01069 Dresden

oder: Max Bergmann Center TU Dresden, Budapester Straße 27, 01069 Dresden, Germany

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Susanne Lindner
Letzte Änderung: 15.03.2016