13.01.2026
Fertigungstechnik zum Anfassen: Knatterbootrennen im Zeunerbau
Auch in diesem Wintersemester lud das Institut für Fertigungstechnik mit den Professuren für Formgebende Fertigungsverfahren sowie für Fügetechnik und Montage wieder zum traditionellen Knatterbootrennen ein. In kleinen Teams konstruierten und fertigten Studierende ein dampfgetriebenes „Knatterboot“. Beim abschließenden Rennen traten die Boote auf einer etwa vier Meter langen Wasserstrecke gegeneinander an. Bewertet wurden die Fahr- und die Startzeit sowie das charakteristische Knattergeräusch des Verdampfers, für das es einen Zeitbonus gab.
Am Abend des 8. Januars verwandelte sich der Zeuner-Bau in eine lebendige Rennarena: Zahlreiche Studierende verfolgten gespannt die Starts der selbstgebauten Knatterboote und sorgten für eine ausgelassene Stimmung.
Teilnahmeberechtigt waren Studierende der Fakultät Maschinenwesen im 1. und 3. Semester sowie Studierende der Vorlesung Fertigungstechnik aus den Studiengängen Mechatronik, Werkstoffwissenschaft, Wirtschaftsingenieurwesen und Informatik. Beim diesjährigen Knatterbootrennen traten schließlich Studierende aus den Studiengängen Maschinenbau, Elektrotechnik und Werkstoffwissenschaft gegeneinander an.
Insgesamt gingen 12 Teams mit kreativen Teamnamen wie die „Süßwassermatrosen“ oder „sTeam“ und sehr unterschiedlichen technischen Lösungen an den Start. Jedes Boot zeigte dabei individuelle Konstruktionsideen und Fertigungsansätze.
Die Vorbereitung auf das Rennen erfolgte über mehrere Wochen hinweg. In drei Werkstattterminen konnten sich die Teams untereinander austauschen und Unterstützung von den Mitarbeitern der Professoren Alexander Brosius und Christian Schmale erhalten, die auch beide wieder mit einem eigenen Boot an dem Wettbewerb teilnahmen. Viele Gruppen nutzten darüber hinaus zusätzliche Zeit, um ihre Boote weiter zu optimieren.
„Besonders beeindruckend war die Vielfalt der Lösungen und die Kreativität der Studierenden – von besonders leichten Konstruktionen bis hin zu ausgeklügelten Verdampfersystemen, die für ein extra lautes Knattern sorgen sollten“, freut sich Prof. Alexander Brosius, Initiator des Knatterbootrennens.
„Es ist immer wieder spannend in diesem Wettbewerb zu sehen, dass die Begeisterung für die Fertigungstechnik bei den Studierenden geweckt wird, sobald es um ein konkretes Produkt und dessen möglichst optimale Umsetzung geht. Auch Teamarbeit, gute Zeitplanung und etwas Projektmanagement kommen hier spielerisch zum Einsatz", ergänzt Prof. Christian Schmale, Inhaber der Professur für Fügetechnik und Montage.
Beim Rennen selbst zählten nicht nur Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit, sondern auch der typische Klang der Boote, der mit einem Zeitbonus belohnt wurde. Nach zwei spannenden Durchläufen setzte sich schließlich das Team mit dem wohlklingenden Bootsamen „Hai-Performens“ durch, sicherte sich den ersten Platz und verteidigte damit den Siegertitel des Vorjahres. Auf den weiteren Podestplätzen folgten die Boote „Johanna II“ und „Germania“. Neben Ruhm und Ehre durften sich die drei bestplatzierten Teams über kleine Sachpreise freuen.
Mit viel Dampf, lautem Knattern und großer Begeisterung zeigte das Knatterbootrennen 2025/2026 eindrucksvoll, wie praxisnahe Lehre, kreative Ideen und Teamarbeit zusammenkommen.
Kontakt:
Prof. Dr. Alexander Brosius
Institut für Fertigungstechnik
Professur für Formgebende Fertigungsverfahren
Mail:
Telefon: +49 351 463-37616
Prof. Dr. Christian Schmale
Institut für Fertigungstechnik
Professur für Fügetechnik und Montage
Mail:
Telefon: +49 351 463-37615