01.09.2025
Holz-Metall-Verbunde als nachhaltige Ressource für Faserverbundwerkstoffe
Hydrofoil mit Tragfläche und Stabilisator aus Holz; Schnittdarstellung des Verbundwerkstoffes
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Laufzeit: |
09/2025 - 02/2028 |
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Finanzierung: |
BMWE | ZIM |
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Förderkennzeichen: |
KK5017845BU4 |
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Schlagworte: |
Verbundwerkstoff, Holz, Metall, Hydrofoil |
Dem Projekt liegt der Ansatz der Funktionstrennung zugrunde. Holz ist in erster Linie die formgebende Werkstoffkomponente, während das Metall Stabilitätsanforderungen übernimmt.
Das im Projekt ausgewählte Produktbeispiel für Holz-Metall-Verbunde kommt aus dem Bereich Sportgeräte & Freizeit. Bisher werden Hydrofoils (Wasser-Tragflächen) für Surfsportarten praktisch ausnahmslos aus CFK, GFK und Polyurethan hergestellt. Ähnlich wie beim Modellbau von Flugzeugen werden diese Tragflächen bei diversen Wassersportarten als Auftrieb erzeugendes Element eingesetzt.
Die Professur für Holztechnologie und holzbasierte Bioökonomie entwickelt mit der Firma Woodcore Holz-Metall-Verbunde die hinsichtlich Stabilität und Eigenschaftsprofil mit herkömmlichen Hydrofoilkomponenten konkurrieren können, in deren Umweltwirkung deutlich unbedenklicher sind und einen klaren Mehrwert für die regionale Wirtschaft bieten.
Woodcore möchte ihren modernen Anlagenpark ausnutzen, konstruktive Kenntnisse ausbauen, die eigene Erfahrung im Sportgerätebau einfließen lassen um neue Produktbereiche zu erschließen. In der neuartigen Verarbeitung von Holz-Metall-Verbunden zu technisch anspruchsvollen Freiformkörpern sieht Woodcore einen energiesparenden, vielversprechenden und herausfordernden Ansatz.
Die Professur sieht in der Kombination von Holz und Metall großes Potenzial kritische Werkstoffe zu ersetzen. Die Verarbeitung von Holz zu funktionalen Querschnitten mit formgebender Hauptfunktion ist werkstofflich geeignet und weist hinsichtlich geometrischer Grenzen, hygroskopischem Materialverhalten und Dauerhaftigkeit Forschungsbedarf auf. Im Projekt werden konkrete Erkenntnisse zu Struktur-Eigenschaftsbeziehungen in Bezug auf Holzart, Verarbeitbarkeit, Faserausrichtung und Verbindungstechnik erarbeitet.
Ansprechpartner
Christian Kaden (Woodcore)
Förderhinweis
© BMWE