28.07.2026
Projektstart HugiH | Produkt- und Verfahrensentwicklung von Streckholz
Streckholz-Rendering mit Solidworks® PhotoView 360
Zum 01.06.2026 startete an der Professur das neue ZIM-Projekt HugiH – Holzwerkstoffe umformen zu gitterförmigen Halbzeugen. Gemeinsam mit der Crottendorfer Tischlerhandwerk GmbH entwickelt die Professur ein neuartiges Holzhalbzeug: Streckholz.
Ziel ist es, die Gestaltungsmöglichkeiten von Holzwerkstoffen zu erweitern und gleichzeitig nachhaltige Lösungen für den Möbel- und Innenausbau zu schaffen. Die Idee zu HugiH wurde von dem aus der Metallverarbeitung bekannten Halbzeug Streckmetall inspiriert, welches Streckgitter aus Metallblech bezeichnet. Das Projekt baut auf an der Professur gewonnenen Erkenntnissen zur Umformung von Holzwerkstoffen auf, die aus Projekten wie HolzPaerFormT oder PaerFormHolz stammen.
Streckholz soll vor allem als neues Gestaltungselement im Möbel- und Innenausbau eingesetzt werden, weshalb das Projekt zusammen mit der Crottendorfer Tischlerhandwerk GmbH durchgeführt wird. Das renommierte Unternehmen besitzt ein vielfältiges Portfolio, welches vom speziellen Ladenausbau über den Möbelbau bis hin zum Fensterbau reicht. Gemeinsam wird eine an industrielle Anforderungen angepasste Verfahrens- und Produktentwicklung angestrebt. Ebenso wird die Weiterverarbeitung des neuen Halbzeugs abgebildet, indem erste Demonstratoren gebaut werden.
Durch seine offene Gitterstruktur eröffnet Streckholz zahlreiche neue Gestaltungsmöglichkeiten. Denkbare Anwendungen sind unter anderem:
- Wand- und Deckenverkleidungen
- Möbelfronten
- Akustikelemente
- Lüftungsgitter
- dekorative Elemente im Innenausbau
Die Kombination aus spannend-dynamischem Design und Nachhaltigkeit macht Streckholz zu einem vielversprechenden Material für moderne Architektur und Innenausstattung.
Neben der Entwicklung eines marktfähigen Produkts verfolgt das Projekt auch wissenschaftliche Ziele. Es erweitert die Grundlagen zur Umformung von Holzwerkstoffen und knüpft damit an einen zentralen Forschungsschwerpunkt der Professur an. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Basis für zukünftige Anwendungen und weitere innovative Materialkonzepte.