Verbundprojekt: Grüne Mobilität „made in Saxony“ – Innovative Lösungen für zukunftsweisende Automobil- und Industrieanwendungen (Future Mobility)
Teilprojekt: Effiziente Produktion durch intelligente Intralogistik (Future IntraLog)
Laufzeit: 01.07.2023 bis 30.06.2026
Förderkennzeichen: 100687739
Future Mobility zielt darauf ab, entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von Produktdesign und -entwicklung bis hin zu Technologieentwicklung sowie Prozessinnovation und Hochvolumenfertigung, innovative Lösungen zu erarbeiten, um neuartige Power-Produkte und -systeme für zukünftige Automobilelektroniklösungen zu ermöglichen.
Hierfür arbeiten die Infineon Technologies Dresden GmbH & Co. KG, das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf e.V., die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, die Fabmatics GmbH, das Fraunhofer Institut für Photonische Mikrosysteme, das Fraunhofer Institut für Werkstoff- und Strahltechnik, die LEC GmbH, die Systema Systementwicklung Dipl.-Inf. Manfred Austen GmbH, die Technische Universität Chemnitz, die Professur für Technische Logistik der Technischen Universität Dresden und die Westsächsische Hochschule Zwickau in den drei Themenbereichen partnerschaftlich daran, die Zukunftstechnologien voranzubringen.
In der dreijährigen Laufzeit wird das Vorhaben mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Freistaates Sachsen gefördert. Die Mittel stammen aus der sächsischen EFRE-Technologieförderung 2021 bis 2027 für Vorhaben zur Forschung und Entwicklung (FuE) an neuen Produkten und Verfahren. In FuE-Verbundprojekten unterstützt der Freistaat die Zusammenarbeit kleiner und mittlerer sächsischer Unternehmen (KMU) mit anderen Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder Hochschulen in Sachsen.
In Future Mobility adressiert die Professur für Technische Logistik die Themenschwerpunkte der digitalen Transformation und menschenzentrierter Arbeitsplätze. Konkret werden Konzepte zur produktionsoptimalen Maschinenwartung/-instandsetzung erforscht und entwickelt. Als Maßgabe hierbei gelten übergeordnet die Ziele,
- notwendige Maschinenstillstandszeiten so zu terminieren, dass die Produktion bzw. Wertschöpfung möglichst gering beeinflusst wird, um
- direkt und indirekt (bei sequenziellen, abhängigen Prozessen) höchste Maschinenauslastungen und optimalen Output/Yield zu erreichen.
- Als Teilziele bestehen im Rahmen der Produktionsplanung und -steuerung einen
- Übergang von der aktuell üblichen reaktiven Wartung und Instandsetzung von Anlagen bzw. Komponenten hin zu einem prädiktiven Verfahren (Predictive Maintenance) zu vollziehen und dabei
- passende Optimierungsverfahren zur Generierung entsprechender (Wartungs-)Pläne zu etablieren.
In einem weiteren Arbeitspaket evaluiert die Professur für Technische Logistik die Ausgestaltung effizienter Anwendungsszenarien von Exoskeletten im Rahmen der Mensch-zentrierten Produktion und passender Arbeitsplätze. Dabei stehen weniger die physiologischen Vorteile von Exoskeletten (bspw. beim Heben schwerer Lasten) im Fokus – diese sind bereits hinreichend belegt –, sondern die ganzheitlich optimale Integration der unterstützenden Technik in den operativen Betrieb einer Halbleiterfabrik, also gleichermaßen aus Produktions-, Logistik- sowie Anwendersicht. Ziel ist daher, aus der Perspektive des Gesamtsystems die Produktivität zu steigern, bei gleichzeitiger Entlastung des Personals, welches Fertigungseinheiten (bspw. FOUPs) handhaben muss. Entsprechende Konzepte und Handlungsempfehlungen/-anweisungen werden formuliert.