16.12.2025
Wir danken Ihnen für Ihr Interesse, Ihre Unterstützung und die Zusammenarbeit im vergangenen Jahr und wünschen Ihnen eine erholsame Weihnachtszeit sowie ein gutes, zuversichtliches neues Jahr 2026.
Neuerwerbung für den Kunstbesitz 2025: Hinterglasarbeit „Komet Rose, Grüner Komet, Komet Pusteblume“ (2025) von Sophie Lindner
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In der Stratosphäre / Links vom Eingang, führt ein Gang / wenn er nicht verschüttet wäre / Sieben Kilometer lang / bis ins Ungefähre (Joachim Ringelnatz: Die neuen Fernen, 1931) |
| Bewahren, Forschen und Vermitteln in Zeiten großer Herausforderungen und Umbrüche – Zum Jahresende blicken wir auf ein erfülltes und zugleich herausforderndes Jahr 2025: Wir haben mit internationalen Künstler:innen und Wissenschaftler:innen geforscht, Ausstellungen zu unseren Lehr- und Forschungssammlungen und Gegenwartskunst realisiert, wir haben Sammlungen neu erschlossen und gleichzeitig langfristig gesichert, wir konnten umfangreiche Schenkungen an den Kunstbesitz verzeichnen sowie Neuerwerbungen tätigen. Kurzum wir haben die grundlegende Bedeutung materieller Kulturen an der TU Dresden sicht- und erlebbar gemacht. Zugleich sind die Rahmenbedingungen für Kunst, Kultur und Wissenschaft nicht nur in Dresden spürbar angespannt, was sich in institutionellen Entwicklungen und auch im städtischen Diskurs zeigt. Vor diesem Hintergrund unterstützen wir die derzeit laufende stadtweite Petition „Dresden streicht, wovon es lebt“, die sich gegen die angekündigten massiven Kulturkürzungen in der Landeshauptstadt richtet. Ziel ist es, ein starkes Signal für eine nachhaltige Finanzierung kultureller Infrastruktur zu setzen, die für Lebensqualität, Bildungsräume, künstlerischen Austausch und gesellschaftlichen Zusammenhalt essenziell ist. Denn zunehmende Einschnitte verändern erst schleichend, aber dann gravierend nicht nur die Kultur- und Museumslandschaft ebenso wie die Wissenschaft; sie haben langfristig unumkehrbare Auswirkungen auf gesellschaftliche Teilhabe und unser demokratisches Miteinander. Weniger Grundlagenerhalt und Forschung, ein engeres Angebot und eine reduzierte Vielfalt formen ein Umfeld, in dem das Gestalten von Zukunft zur Einbahnstraße wird. Mit unseren Ausstellungen, Vermittlungsformaten an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft, der kontinuierlichen Arbeit in den Sammlungen und im Kunstbesitz sowie Kooperationen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene, möchten wir einen substantiellen Beitrag zum Erhalt eines offenen Austausch beitragen. Wir danken Ihnen für Ihr Interesse, Ihre Unterstützung und die Zusammenarbeit im vergangenen Jahr und wünschen Ihnen eine erholsame Weihnachtszeit sowie ein gutes, zuversichtliches neues Jahr 2026. Ihre Kirsten Vincenz und das Team der Kustodie |