Aug 27, 2026
Workshop zur Gesundheitsversorgung von Live-in-Betreuungskräften
Wie können wir als Hausärzte unterstützen?
Im Rahmen der gemeinsamen Jahrestagung von DEGAM, DGSMP, DGMS und dem EbM-Netzwerk in Göttingen (Kongress Gesundheit gestalten; KGG) laden wir Sie herzlich zu unserem Workshop ein:
„Arbeitsbezogene Prävention und Gesundheitsversorgung von Betreuungskräften aus dem Ausland im Privathaushalt - Ein Workshop.“
02.10.2026 von 12:45-14:15 Uhr
Link zum Programmpunkt: KGG 2026 Online-Programm
Die Anmeldung zum Workshop erfolgt im Rahmen der Registrierung zum Kongress
Hintergrund: Immer mehr Haushalte mit Pflegebedarf setzen auf häusliche Betreuungskräfte aus dem Ausland, sogenannte Live-in-Betreuungskräfte. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur häuslichen Versorgung, arbeiten jedoch häufig unter prekären sozial- und arbeitsrechtlichen Bedingungen. Überlange Arbeitszeiten, unklare Zuständigkeiten und eingeschränkte Erholungsmöglichkeiten können erhebliche Auswirkungen auf ihre körperliche und psychische Gesundheit haben.
Gerade in der hausärztlichen Versorgung können solche Belastungen sichtbar werden. Gleichzeitig stellt sich die Frage: Wie können Hausärzte, Familien und Betreuungskräfte für die gesundheitlichen und arbeitsbezogenen Risiken sensibilisiert und konkrete Informationen im Versorgungsalltag vermittelt werden? Auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse haben wir dazu praxisnahe Informationsflyer entwickelt. Im Workshop möchten wir die Materialien für Hausärzte gemeinsam mit Ihnen finalisieren und erarbeiten, wie eine aktive Weitergabe der Informationen an Familien und Betreuungskräfte in der Praxis gelingen kann.
Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung – Ihre Perspektive als Hausarzt ist von großer Bedeutung, um die Gesundheitsversorgung und arbeitsbezogene Prävention für diese häufig übersehene Beschäftigtengruppe zu verbessern.
Institut und Poliklinik für Arbeits- und Sozialmedizin, Medizinische Fakultät, Bereich Allgemeinmedizin, Medizinische Fakultät der TU Dresden
Institut für Sozialmedizin, Arbeitsmedizin und Public Health (ISAP), Medizinische Fakultät der Universität Leipzig
Institut für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft der Charité, Universitätsmedizin Berlin
gefördert durch FOGA, Forschung zur Gesundheit in der Arbeitswelt