02.07.2026
Premiere im PJ: Erste Medizinstudierende im Einsatz in der Spreewaldklinik
Ulrike Heilenz ist die erste Medizinstudierende, die in der Spreewaldklinik Lübben das Praktische Jahr absolviert.
Medizin von morgen braucht Ärzte von morgen. Um die fachkompetente Versorgung von Patienten auch in Zukunft zu sichern, engagiert sich das Klinikum Dahme-Spreewald jetzt noch stärker für die Aus- und Weitebildung von Medizinstudierenden. Als anerkanntes akademisches Lehrkrankenhaus bietet der Gesundheitsdienstleister Nachwuchskräften wertvolle Einblicke in den Klinikalltag, fundierte Lehre ganz nah am Patienten und intensive Begleitung. Ulrike Heilenz ist die erste Medizinerin, die ihr Praktisches Jahr (PJ) in der Spreewaldklinik absolviert.
„Ich wollte unbedingt nach Lübben, weil ich ganz viel lernen möchte – und bisher gefällt mir mein PJ sehr gut. Ich bekomme hier Einblicke in verschiedenste Bereiche und die Lehre wird sehr ernst genommen. Die Ärzte nehmen sich Zeit, um mir viel zu erklären und meine Fragen zu beantworten“, sagt Ulrike Heilenz. Die Spreewälderin studiert in einem Modellstudiengang Medizin an der Technischen Universität Dresden und ist für das PJ in ihre Heimat zurückgekehrt.
PJ mit vielen Facetten
Auf ihren Exkurs in die Praxis, auf das Mitarbeiten und Erfahrungen sammeln mitten im Klinikalltag, hat sich Ulrike Heilenz lange gefreut. Denn die Nachwuchs-Ärztin hat bereits sehr konkrete Vorstellungen, wie und wo sie später praktizieren möchte. Die Spreewälderin hat schon einen Abschluss als Ernährungswissenschaftlerin und möchte später als Allgemeinmedizinerin mit den Schwerpunkten auf Diabetologie, Ernährung und Präventionsmedizin tätig werden. „Mir ist der ganzheitliche Blick auf den Patienten wichtig. Deswegen finde ich es sehr gut, dass ich hier beispielsweise mit im OP-Saal, in der Zentralen Notaufnahme oder bei den ambulanten Sprechstunden im MVZ dabei sein kann. Außerdem lerne ich beispielsweise, wann eine Indikation dafürspricht, Patienten zur Weiterbehandlung besser ins Krankenhaus zu überweisen“, erklärt die Studentin und freut sich über die vielen Facetten ihres PJ. Der Fokus auf eine enge Verzahnung zwischen ambulanter und stationärer Medizin ist ihr mit Blick auf die spätere Tätigkeit als Hausärztin besonders wichtig. Bei ihrem Praxisexkurs in der Spreewaldklinik kann Ulrike Heilenz nicht nur erfahrenen Medizinern über die Schulter schauen, sondern sich auch selbst einbringen zum Beispiel bei Aufnahmegesprächen mit Patienten oder dem Erstellen von Medikamentenplänen.
Win-win-Situation
Einer, der die Studierenden auf ihrem Exkurs in den Klinikalltag begleitet und jede Menge Wissen vermittelt, ist Dr. Ronny Hendrischke. „PJ-ler bereichern den klinischen Alltag um viele Belange. Jeder der Mitarbeiter bringt sich in die Ausbildung ein und so wie die heutige Generation tickt, wird natürlich alles Gesagte im Netz überprüft und alle sind bemüht, das Wissen so korrekt wie möglich zu vermitteln. Für die Mitarbeiter ist es also täglich eine kleine Prüfung. Es ist eine win-win-Situation für alle Beteiligten“, sagt der Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie. Der erfahrene Mediziner ist mehrfach im Monat als Prüfer in der Landesärztekammer Brandenburg tätig und kann dadurch für die PJ-ler Prüfungssituationen simulieren. Ein großer Bonus, denn so bekommen die zukünftigen Ärzte einen Vorgeschmack auf das, was sie im 3. Staatsexamen erwartet.
Heute im PJ, morgen Assistenzarzt
Intensive fachliche Begleitung, breite Wissensvermittlung, große Nähe zum Patienten und Offenheit für Fragen: Das große Engagement, mit dem sich das Team der Spreewaldklinik für ärztlichen Nachwuchs stark macht, hat gute Gründe: „Wir hoffen natürlich darauf, dass einige der Studenten sich an uns erinnern und sofern die Fachrichtung stimmt, zurückkehren, als Assistenzarzt“, erklärt Dr. Ronny Hendrischke.
Während des letzten Teils des Medizinstudiums können die Studierenden im Praktischen Jahr (PJ) über insgesamt drei Tertiäre von jeweils 16 Wochen in der Chirurgie, in der Inneren Medizin und in einer Fachabteilung ihrer Wahl tätig werden. „Wir freuen uns, Nachwuchskräfte auf ihrem Ausbildungsweg zu begleiten und ihnen breites Wissen an die Hand zu geben. Im PJ haben wir die Möglichkeit, ihnen all unsere diagnostischen, therapeutischen und operativen Verfahren in unserem Haus zu vermitteln“, unterstreicht der Ärztliche Direktor Dr. Benno Bretag. Ein Einsatz mit Weitsicht: Denn mit einer anspruchsvollen und fundierten Qualifikation von Nachwuchskräften leistet das Klinikum Dahme-Spreewald einen wertvollen Beitrag für die kompetente Versorgung künftiger Patienten.
Über das Klinikum Dahme-Spreewald
Unter dem Dach des Klinikums Dahme-Spreewald vereinen sich die beiden Standorte Spreewaldklinik Lübben und das Achenbach-Krankenhaus Königs Wusterhausen. Die beiden Krankenhäuser versorgen jährlich mehr als 25.000 stationäre und mehr als 50.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Dafür stehen in den beiden Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung insgesamt 448 Betten in neun Fachbereichen zur Verfügung. Die jährlich steigende Zahl an versorgten Patienten belegt die Bedeutung und die Akzeptanz einer kompetenten und qualitativ hochwertigen Versorgung in der Region. Besondere Expertise beweist das Klinikum Dahme-Spreewald in der Weichenstellung von zukünftig wichtigen Bereichen. So gehören Palliativmedizin und Spezielle Schmerztherapie schon heute zum fest etablierten Behandlungsspektrum. In der Gesundheitsakademie Heinz-Sielmann, die ebenfalls unter der Trägerschaft des Klinikum Dahme-Spreewald steht werden mehr als 130 Schülerinnen und Schüler auf den Berufsalltag in der Pflege vorbereitet. Die Gesundheitsakademie zählt zu den größten Einrichtungen dieser Art im Land Brandenburg. Ergänzend bestehen seit 2019 ambulante Versorgungsmöglichkeiten. Zunächst durch das Medizinische Versorgungszentrum Dahme-Spreewald in Königs Wusterhausen in den Bereichen Allgemeinmedizin/Innere Medizin, Chirurgie und Kinder- und Jugendmedizin sowie seit 2022 im MVZ Poliklinik Lübben in den Bereichen Allgemeinmedizin, Gynäkologie und Chirurgie.
Quelle: Klinikum Dahme-Spreewald