29.05.2026
Together Against Tuberculosis (TAT) gewinnt Jury-Preis bei StuFoExpo 2026
Studierende Niclas Speri und Lisa Schley bei der Preisverleihung.
Am 7. Mai 2026 wurde der Dülfersaal der TU Dresden erneut zum Schauplatz kreativer und innovativer studentischer Forschung. Bei der neunten Ausgabe der StuFoExpo unter dem Motto "Science on Stage" begeisterten Studierende das Publikum mit spannenden und unterhaltsamen Einblicken in ihre Forschungsprojekte. Rund 140 Gäste erlebten einen Nachmittag/Abend voller Inspiration, Austausch und wissenschaftlichen Highlights.
Auch die Hochschulmedizin war vertreten: Lisa Schley und Niclas Speri haben die Initiative Together Against Tuberculosis (TAT) vorgestellt und den Jury-Preise für ihren Pitch gewonnen. Das Projekt TAT soll die Therapietreue durch studentische Begleitung fördern und die Etablierung eines interdisziplinäres Lehrformats erzielen. Der Service-Learning-Ansatz verknüpft universitäre Lehre mit dem Öffentlichen Gesundheitsdienst sowie ambulanter Versorgung. Seit 06/2025 wurden fünf Patient:innen durch sechs Studierende begleitet und zwei Therapien erfolgreich abgeschlossen. Die Betreuung weist auf eine stabilisierende Wirkung hin. Das Projekt stärkt Kompetenzen zu sozialen Faktoren und Patientenversorgung, zeigt Potenzial vernetzter Zusammenarbeit und soll weiter evaluiert werden.
Lisa Schley berichtet: "„Wissenschaft sichtbar zu machen, ist schwer. Menschen emotional zu erreichen, noch viel mehr. Genau das haben wir bei der StuFoExpo nicht nur gelernt, sondern auch erlebt. Als wir zum ersten Mal vom Motto „Science on Stage“ gehört haben, wollten wir unserem Projekt Together Against Tuberculosis (TAT) vor allem die Sichtbarkeit verschaffen, die es verdient. Dass wir am Ende sogar den Jurypreis für den besten Pitch gewinnen würden, hat uns selbst emotional überwältigt.
Schon in der Vorbereitung wurde uns bewusst, wie schwer es ist, ein komplexes Gesundheitsthema in wenigen Minuten verständlich und emotional greifbar zu vermitteln. Besonders für ein Publikum mit unterschiedlichen Fachrichtungen und Perspektiven. Im Workshop mit dem Schauspieler Sven Hönig ging es deshalb nicht nur um Bühnenpräsenz oder Storytelling. Es ging darum, Menschen wirklich zu erreichen. Die bewusste Komposition aus Sprache, Bildern und Emotionen. Kurz gesagt: Rhetorik. Besonders wertvoll war dabei auch der Austausch mit den anderen Teilnehmenden. Innerhalb kürzester Zeit entstand ein Raum für ehrliches und interdisziplinäres Miteinander, geprägt von Offenheit, Feedback und gemeinsamen Unsicherheiten.
Für unseren Pitch entschieden wir uns bewusst dafür, nur die wichtigsten Informationen zu vermitteln, und erzählten stattdessen von der Therapiereise eines Patienten voller Hürden, Weggabelungen und Gefahren, eingebettet in alltägliche Symbolik. Unser Ziel war es, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern die emotionale Realität einer Tuberkulose-Therapie sichtbar und fühlbar zu machen. Denn genau darum geht es bei TAT. Nicht nur um Krankheit. Sondern darum, Menschen in einer schweren Zeit nicht allein zu lassen. Diese Erfahrung hat uns gezeigt, dass gute Wissenschaftskommunikation dort entsteht, wo Menschen anfangen zu fühlen, warum etwas wichtig ist".