16.03.2026
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken besucht das Universitätsklinikum Dresden
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und Staatsministerin Petra Köpping informieren sich über das Projekt PEDNET-LC am Universitätsklinikum Dresden
Am 13. März 2026 besuchte Bundesgesundheitsministerin Nina Warken sowie die sächsische Staatsministerin für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Petra Köpping das Projekt PEDNET-LC am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden. Das bundesweite Netzwerk aus 65 Kliniken und Forschungseinrichtungen arbeitet daran, die Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Long-COVID-ähnlichen Erkrankungen sowie weiteren postakuten Infektions- und Impfsyndromen zu verbessern. Das Bundesgesundheitsministerium fördert das Projekt über vier Jahre mit insgesamt 41 Millionen Euro.
Eine zentrale Rolle im Projekt spielt PD Dr. Nicole Töpfner, Oberärztin für Pädiatrische Infektiologie am Universitätsklinikum Dresden und ebenfalls Mitglied des International Research Training Group IRTG3019: MEDIS – Metabolic and Endocrine Drivers of Infection Susceptibility. Sie koordiniert die bundesweiten Versorgungszentren im PEDNET-LC-Netzwerk und ist stellvertretende Gesamtprojektleiterin des Verbundprojekts.
Am Universitätsklinikum Dresden betreut die Ambulanz für postakute Infektions- und Vakzinierungssyndrome (PAIVS) und ME/CFS Kinder und Jugendliche mit komplexen postinfektiösen Krankheitsbildern. Neben der interdisziplinären Versorgung der Patientinnen und Patienten trägt das Dresdner Team auch zur nationalen Sammlung pädiatrischer Bioproben sowie zur Erforschung der zugrunde liegenden Krankheitsmechanismen bei.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken betonte bei ihrem Besuch:
„Gerade für Kinder und Jugendliche, die an Long Covid erkrankt sind, müssen wir bundesweit flächendeckende Versorgungsstrukturen schaffen, die ihnen gezielt helfen. Projekte wie PEDNET‑LC leisten hier einen entscheidenden Beitrag und zeigen, dass die Förderung wirkt.“
Auch der Medizinische Vorstand des Universitätsklinikums Dresden, Prof. Uwe Platzbecker, hob hervor:
„PEDNET‑LC ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Universitätsklinika Verantwortung für komplexe Krankheitsbilder übernehmen und Betroffenen eine ganzheitliche Versorgung ermöglichen.“
Die Arbeit des PEDNET-LC-Netzwerks berührt zentrale Themen des IRTG3019 MEDIS, das sich mit metabolischen und endokrinen Faktoren der Infektionsanfälligkeit beschäftigt. Postinfektiöse Syndrome wie Long COVID oder ME/CFS verdeutlichen, wie eng Stoffwechsel, Immunantwort und langfristige Krankheitsverläufe miteinander verknüpft sein können. Forschungsinitiativen wie PEDNET-LC tragen daher nicht nur zur Verbesserung der Versorgung bei, sondern liefern auch wichtige Impulse für die interdisziplinäre Infektionsforschung.
Der Besuch der Bundesgesundheitsministerin und unterstreicht die wachsende politische und wissenschaftliche Aufmerksamkeit für postinfektiöse Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen sowie die Bedeutung koordinierter Forschungs- und Versorgungsstrukturen in Deutschland.
Weitere Informationen zu PEDNET-LC: