Teilprojekt B11
Auf dem Weg zu personalisierten Behandlungsstrategien für aggressive PPGLs
Das Projekt B11 des CRC/Transregio 205 konzentriert sich auf die Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten für aggressive und metastasierende Phäochromozytome und Paragangliome (PPGLs), seltene neuroendokrine Tumoren mit begrenzten Behandlungsmöglichkeiten und schlechter Prognose im fortgeschrittenen Stadium. Aufbauend auf einzigartigem Fachwissen und Modellsystemen, die in früheren Förderperioden entwickelt wurden, zielt das Projekt darauf ab, molekulare Erkenntnisse in klinisch relevante, personalisierte Behandlungsstrategien umzusetzen.
Eine zentrale Stärke des Projekts ist die Etablierung und systematische Nutzung fortschrittlicher präklinischer Modelle, darunter primäre patientenabgeleitete (ppd) Kulturen, 3D-Tumorsysteme, gentechnisch veränderte Modelle und das erste von menschlichen Patienten abgeleitete Xenotransplantat (PDX) von metastasierten PPGL. Diese Modelle spiegeln die Biologie menschlicher Tumoren genau wider und ermöglichen Funktionstests von therapeutischen Schwachstellen, die in herkömmlichen Systemen nicht untersucht werden können.
Der aktuelle Förderzeitraum konzentriert sich auf drei Hauptziele: Identifizierung prädiktiver Biomarker und Kinase-Signaturmerkmale, die das Ansprechen auf die Therapie bestimmen, Bewertung neuartiger therapeutischer Strategien für aggressive PPGLs und Umsetzung dieser Erkenntnisse in personalisierte Behandlungskonzepte.
Spezifische Ziele:
(I) Untersuchung der HSP90-Hemmung als Strategie zur Blockierung der Überaktivierung des Ras/Raf/ERK-Signalwegs und zur Überwindung der RTKi-Resistenz
(II) Übertragung der personalisierten Multi-Drug-Tests der nächsten Generation bei ppd-PPGLs auf die Klinik und Identifizierung personalisierter Kinase-Aktivierungsmuster zur Vorhersage des Ansprechens auf die Therapie
(III) Untersuchung der Rolle von NDUFA4L2 als therapeutisches Ziel bei P-PPGL
| Teilprojektleitende | Einrichtung |
| Prof. Dr. med Svenja Nölting | LMU |
| Prof. Dr. rer. nat. Natalia S. Pellegata | HMGU |
| Dr. rer. nat. Hermine Mohr | HMGU |