Jan 24, 2024
Episode 13: Ready, steady, go! - The dream of a dream body
Our podcast series you ask we explain - Berührungsängste in der Medizin started in 2023 and is published monthly. In our 13th episode, we discussed the topic: On your marks, get set, go! - The dream of the dream body
We wanted to discuss with you and answer your questions. Didn't have time to join us? No problem: just listen to our podcast on the go - on Spotify, Apple Music, Deezer or here.
Stefan Wiegand: You Ask We Explain. Ein Podcast der Medizinischen Fakultät der TU Dresden. Tut aktive Sterbehilfe weh? Wie gehe ich damit um, wenn mein Kind auf Crystal ist? Wie fühlt sich überhaupt Sex im Alter an? Hier gibt es keine Tabus, nur Antworten. In Kooperation mit den Städtischen Bibliotheken Dresden und dem COSMO Wissenschaftsforum bieten wir verständliche Informationen zu den Fragen, die uns alle bewegen.
Fabian Herfort: (...) Vielen Dank für die kleine Einführung. Wir sind heute im Bootshaus des Unisportvereins der TU Dresden. Demzufolge ein sportliches Thema Sport und Gesundheit. Ihr habt es vielleicht am Titel schon herauslesen können. Auf die Plätze, fertig, los! Der Traum vom Traumkörper. Wir wollen also darüber sprechen: wie viel Sport ist gesund? Wie kann ich die Neujahrsvorsätze, die vielleicht alle so mehr oder weniger haben, auch wirklich umsetzen? Wann ist die Gesundheitsgrenze überschritten? Und was mache ich eigentlich, wenn mein Körper das alles nicht mehr mitmacht? Darüber sprechen wir mit den folgenden Gästen. Zum einen Roman Rietzschel. Er ist Physiotherapeut und Leiter der Therapie des Rehazentrums in Dresden Strehlen. Herzlich willkommen!
Roman Rietzschel: Hallo! (...)
Fabian Herfort: Dann haben wir Philipp Flößel mit dabei, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Sportmedizin am Uniklinikum in Dresden. Vor allem in den Bereichen Forschung und Trainingswissenschaft. Herzlich willkommen!
Philipp Flößel: Hallo!
Fabian Herfort: Und unsere Nachwuchssportler hier in der Runde Valentin Röhrig und Mathilda Wiegand, zwei junge Athleten vom Dresdner SC. Herzlich willkommen!
Valentin Röhrig: Hallo!
Mathilda Wiegand: Hey, hey!
Fabian Herfort: (...) Es ist gerade schon angeklungen Die musikalische Untermalung des heutigen Abends oder nachmittags wird realisiert von Jo Aldinger und Patrick Neumann. Herzlich willkommen! (...) Ich würde gern kurz mit einer Frage in die Runde beginnen. Also da kann jeder kurz mit überlegen Wer kennt den Namen Howard Schatz. Schon mal gehört? Howard Schatz. Kurzes Handzeichen. Keiner. Ging mir letzte Woche noch ganz genauso. In Vorbereitung auf diese Episode habe ich mich der Frage gewidmet: Was ist eigentlich ein Traumkörper? Oder was ist ein athletischer Körper? Und da bin ich auf ein Foto gestoßen von Howard Schatz. Howard Schatz ist ein amerikanischer Fotograf, war früher mal Augenarzt, der dann aber sich, der damit bekannt geworden ist, dass er Fotografien hergestellt hat von athletischen Körpern, also von Elite-Sportlern und Sportlerinnen und Sportlern. Und da ist ein Foto ganz besonders faszinierend gewesen. Da sieht man 20 männliche und 20 weibliche Athleten, Elitesportler, olympische Teilnehmer mit ganz unterschiedlichen Körpern, also die haben unterschiedliche Sportarten, Leistungssportarten betrieben und man sieht dann also den 150 Kilogramm schweren und großgewachsenen, voluminösen, muskelbepackten Gewichtheber oder Boxer oder andere Sportarten vielleicht, die in diese Kategorie fallen und daneben einen vielleicht 50/55 Kilogramm leichten, 1,60 Meter großen Langstrecken- oder Marathonläufer. Und so vielfältig wie das sportliche Angebot ist, so vielfältig waren auch diese athletischen Körper. Also das ist so die erste Frage, die wir vielleicht uns auch stellen können: Gibt es überhaupt diesen einen Traumkörper? Gibt es einen athletischen Körper? Gibt es darauf eine wissenschaftliche Antwort? Die Frage würde ich gerne an Philipp erst mal in die Runde stellen. Gibt es aus wissenschaftlicher Sicht so was wie einen athletischen oder einen Traumkörper?
Philipp Flößel: Ja, das ist, denke ich, gar nicht so leicht zu beantworten. Ich denke aus wissenschaftlicher Sicht eher weniger. Da geht es eher um die Gesunderhaltung und die Leute, die sich gesund erhalten und fit sind, die entsprechen dann meistens auch den Idealen, die uns vorschweben, die wir so als traumhaft beschreiben würden.
Fabian Herfort: Das heißt ein athletischer oder ein Traumkörper ist auf jeden Fall ein gesunder Körper, würdest du sagen. Da sind wir eigentlich schon beim ersten Themenkomplex jetzt dieser Episode. Was sind denn aus sportlicher oder sportwissenschaftlicher Sicht auch die Benefits, die Vorteile von körperlicher Aktivität? Warum sollten wir jetzt aus gesundheitlicher Perspektive uns zu mehr Sport aufraffen?
Philipp Flößel: Ja, also ich denke, auf jeden Fall sollte man nicht verdenken, dass die Psyche eine große Rolle spielt. Die Freisetzung von Glückshormonen, gerade jetzt bei der Jahreszeit, wie sie jetzt gerade ist. Wenig Sonne, viel Regen, viel trübes Wetter. Ja, da ist es einfach ein Push für die Seele. Und generell geht es natürlich darum, den Sport in den Alltag zu integrieren und dadurch fit zu bleiben.
Fabian Herfort: Gibt es aus deiner Sicht bestimmte Risiken oder potenzielle Schäden, wenn ich jetzt als Anfänger mir ein Neujahrsvorsatz vornehme und sage, ich möchte jetzt vielleicht zehn Kilo abnehmen und will jetzt durchstarten, gibt es da irgendwas, was ich beachten sollte?
Philipp Flößel: Ja, ich denke, man sollte immer, egal was man tut, aber vor allem beim Sport, sollte man immer darauf achten, wenn man zu viel oder zu wenig davorsetzen kann. Wenn man sich selber hinterfragt bei dem, was man macht, das ist immer ungünstig. Zu viel trinken, zu wenig trinken über den Tag, zu viel Sport. Wenn man das so selber einschätzt, dann wird es schwierig. Und gerade bei so einem Restart, das haben wir ja immer zum Neujahrsvorsatz, dann sind die Fitnessstudios voll, dann sind die Vereine voll. Als ich damals selber noch, ist schon eine Weile her, Leistungssport betrieben habe wir haben auch einen offenen Verein, wo eben auch viele Freizeitsportler mit dabei sind. Da dachte ich mir schon Oh, Jahresbeginn, verdammt, da kommen die ganzen Freizeitsportler. Aber man wusste natürlich dann schon okay, das gibt sich wieder. Ja, also im Endeffekt, wenn man jetzt neu einsteigt und das ist immer das Problem, dass dann viele sagen ich will schnell viel verlieren oder schnell zum Traumkörper. Ja, so schnell geht es halt nicht. Das ist auch so eine alte Weisheit, man wird nie zwischen Weihnachten und Neujahr dick, sondern man wird zwischen Neujahr und Weihnachten dick. Und das wird dann meistens gern vergessen. Und dann wird es dann halt auch manchmal schwierig, weil einfach das Know-how fehlt. Wenn man selber loslegt, dann fehlt der Coach ja die professionelle Unterstützung und dann startet man wahrscheinlich nicht ganz so mit den günstigsten Voraussetzungen. Körperlich ja.
Fabian Herfort: Du bist ja Sportwissenschaftler an der Uniklinik in Dresden in der Sportmedizin. Das heißt, ihr tragt mit eurer Forschung zu sportwissenschaftlichen Erkenntnissen bei. Und generell kann man ja auch sich erst mal die Frage stellen: Was gibt es denn für Empfehlungen jetzt an die Allgemeinbevölkerung oder an uns einfach Menschen in Deutschland oder Europa? Gibt es wissenschaftliche Empfehlungen, wie viel Sport ist denn jetzt gesund oder wie viel muss ich treiben? Was kannst du uns da mit auf den Weg geben?
Philipp Flößel: Ja, also da gibt es ganz klare Richtlinien von der WHO und die sagt auf jeden Fall, dass man regelmäßig Sport treiben sollte, mindestens 3 bis 5 Mal die Woche und auch so in dem Umfang von den Stunden her. Und gerade Kinder, das ist ganz extrem. Die müssten eigentlich jeden Tag mindestens eine Stunde sportlich aktiv sein. Also draußen klettern, mehren, machen. Und ich sehe es von meinen Kindern, wenn man das so sagen kann. Wir achten schon drauf als Eltern, aber die Stunde, das ist schon tricky. Aber gut, im Endeffekt ist es schon wichtig. Was Hänschen nicht lernt usw. und da ist was dran. Motorisches goldenes Lernalter. Jetzt müsste man viel Koordination legen und wenn man das hat, dann zehrt man sein ganzes Leben davon.
Fabian Herfort: Du bist ja auch Dozent an der Uni. Wir haben uns schon mal kennengelernt. Ich bin Absolvent der medizinischen Fakultät, habe mein Medizinstudium abgeschlossen und da hatten wir das Wahlfach Sportmedizin, was ich belegt habe. Da habe ich dich schon mal kennenlernen dürfen, wo du als Dozent quasi einen wissenschaftlichen Vortrag gehalten hast. Was sind denn bei euch so die Methoden oder was ist euer Gegenstand eurer Forschung? Was untersucht ihr? Was habt ihr für Instrumente, damit ihr jetzt da einen wissenschaftlichen Ansatz habt an Trainings?
Philipp Flößel: Also wir setzen es eher zur Trainingssteuerung rein, wenn man es so will. Also wir diagnostizieren Freizeitsportler genauso wie Leistungssportler. Und dort im Kraft- und Ausdauerbereich, weil einfach beide Komponenten extrem wichtig sind. Auch für die Ausdauersportler ist eine vernünftige Ausbildung im Kraftbereich unerlässlich. Und deswegen wird beides immer diagnostiziert. Und was ich vielleicht noch hinterherschieben wollte, was du vorhin meintest, wenn man jetzt neu einsteigt in den Sport, dann sollte man sich auf jeden Fall medizinisch checken lassen vorher. Also das ist auch so ein Guideline von der Deutschen Gesellschaft für Sportwissenschaft, dass man ab 35 schon so einen Check machen sollte alle zwei Jahre. Gerade mit Belastungs-EKG und wenn man das so soll man ja auch hier in der Runde so sagen. Gerade wegen Corona hat man ja schon immer das Problem auch, dass es aufs Herz ging. Und da haben wir so viele Belastungs-EKGs gefahren mit Athleten, die halt auch engmaschig kontrolliert werden. Das kann man sich nicht vorstellen im Endeffekt. Das war extrem. Und wenn ich jetzt an uns Allgemeinbevölkerung denke, die ja nun wesentlich weniger unter medizinischer Kontrolle sind und dann gar nicht wissen, hatte ich einen Covid, hatte ich keinen Covid und dann einsteigen. Da sollte man sich einfach mal checken lassen, das wird doch von der Krankenkasse bezuschusst und dann ist man auf der sicheren Seite. Und das sollte man auf jeden Fall bei einem Sportmediziner machen.
Fabian Herfort: Okay, machen wir auf jeden Fall einen Haken dran. Du hast jetzt schon angedeutet, ihr habt ein großes Spektrum an Patienten und Patientinnen, aber auch Breitensportler, Leistungssportler, die quasi zu euch kommen, zur Diagnostik, zur Beratung. Also da ist jeder herzlich eingeladen, da gewisse Expertise dann in Anspruch zu nehmen und sich an die entsprechenden Institutionen zu wenden, sodass man da quasi nicht ohne zumindest professionellen oder Unterstützung startet.
Philipp Flößel: (...) Vielleicht ein letzter Satz dazu für die Sporteinsteiger, (...) die jetzt lange keinen Sport gemacht haben. Da braucht man eine Trainingsdiagnostik eigentlich weniger. Da würde ich immer sagen ruhig anfangen, langsam steigern und immer spaß-betont das betreiben, Ja. Aber das Medizinische würde ich dann schon voranstellen, Wohingegen die Leute, die halt wirklich dann ambitioniert trainieren, die kommen dann eher zur Leistungsdiagnostik. Das wissen die dann aber auch.
Fabian Herfort: Gibt es in irgendeiner Form Frühzeichen oder Anzeichen für Überlastungserscheinungen? Also ich mag dir kurz ein Beispiel geben. Ich selbst würde mich jetzt als ambitionierten Hobbysportler bezeichnen, der verschiedene Dinge schon ausprobiert hat, der regelmäßig Krafttraining macht, auch Beweglichkeitstraining usw., der aber immer mal wieder so die Idee hat, jetzt könnte ich mal Eislaufen ausprobieren. Und so hab ich das jetzt auch letztens gemacht. Dann bin ich Eislaufen gegangen, hab das zwar als Kind schon irgendwie mal so ein bisschen gelernt, aber ich dachte, ich mache das jetzt mal regelmäßig und will mich da verbessern und hatte ein, zwei Tage lang später einen mordsmäßigen Muskelkater, obwohl ich behaupten würde, ich steh eigentlich gar nicht schlecht im Training. Das ist auch einer der Fragen, die uns dann erreicht hat. Was ist eigentlich Muskelkater? Wie kann man das auch bewerten? Was sagt mir das? War das eine Überlastung oder habe ich da zu viel gemacht? Ich habe es gar nicht so anstrengend empfunden. Kannst du da uns ein bisschen Klarheit verschaffen bezüglich des Thema Muskelkater?
Philipp Flößel: Ja, da bist du grundsätzlich ungeeignet für diesen Sport. Nein, Du sagtest noch mal wegen Überlastung, oder nicht? Das ist auch so ein Anzeichen. So ein Triggerpunkt würde ich noch mal ganz kurz differenzieren. Es gibt die akute Überlastung. Ja, und dann gibt es eher so Sportverletzungen. Dann natürlich, wenn es ganz extrem ist. Oder Sportschaden. Das sind so Überlastungserscheinungen, wenn du zu viel laufen gehst, dass dann einfach deine Sehne entzündet ist usw. und dann ist es auf jeden Fall Pause angesagt. Ja, und dann Jetzt kommen wir zum Muskelkater. Muskelkater ist ganz klar, ist schon Entzündung kommt von Katarrh, die Entzündung weil eben aber auch was passiert. Also wir wollen ja, dass was passiert im Körper. Ohne einen Reiz keine Anpassung. Und wir wollen uns ja immer anpassen. Und bei dir jetzt, wenn du jetzt eine neue Sportart ausprobierst, dann ist erstmal der Bewegungsablauf ungewohnt und dann benutzt du Muskeln, meistens wahrscheinlich auch nicht so optimal, wie man es machen sollte, weil man den Bewegungsablauf einfach noch nicht kann und dadurch entstehen dann natürlich Überlastungserscheinungen, die akut sind. Ganz klar Muskelkater-Erscheinung. Danach sollte man dann auf jeden Fall erstmal ein bisschen runterfahren von der Intensität und keine Maximalbelastung angehen, aber auf jeden Fall moderat belasten. Umso schneller ist der Stoffwechsel wieder angefahren. Stoffwechselendprodukte, es wird getauscht und diese Entzündung im Körper wird schneller abtransportiert. Also du bist schneller wieder fit mit moderatem Sport und solltest das natürlich auch durch eine vernünftige Ernährung unterstützen.
Fabian Herfort: Also wenn ich jetzt den Neujahrsvorsatz habe ich gehe jetzt ins Fitnessstudio, ich kriege dann einen mordsmäßigen Muskelkater. Ist das jetzt kein Grund, diesen Vorsatz dann wieder sofort aufzugeben, weil man denkt, das hat meinem Körper jetzt mehr geschadet als genützt, sondern es ist einfach eine vorübergehende Reaktion des Körpers, die völlig normal ist auf einen neuen Reiz, der stattfinden soll. Und das legt sich dann wahrscheinlich auch mit zunehmender Trainingserfahrung.
Philipp Flößel: Genau
Fabian Herfort: So habe ich das jetzt verstanden.
Philipp Flößel: Genau.
Fabian Herfort: Okay, dann ist ja die spannende Frage auch: Wann ist dieser Punkt überschritten, wo wir wirklich medizinisch professionelle Hilfe hinsichtlich einer sich anbahnenden oder stattgefundenen Verletzung auch in Anspruch nehmen. Und da würde ich gerne auch überleiten zu unserem physiotherapeutischen Vertreter in der Runde. Roman, ich habe es gerade schon angekündigt, Du bist ja Physiotherapeut und Leiter der Therapie im Rehazentrum, hast also auch mit einem breiten Spektrum an Patientinnen und Patienten zu tun, die wahrscheinlich dann eine Verletzung oder einen Schaden erlitten haben und dann zu euch kommen. Ich würde gerne einen Punkt vorher noch mal einsteigen. Was kann man aus deiner Sicht jetzt aus physiotherapeutischer Sicht tun? Wenn ich jetzt neu einsteigen will mit Sport, um solche Schäden zu verhindern oder Stichwort Prävention für Gelenke und Muskeln? Gibt es da für dich wesentliche Punkte, auf die ich achten sollte?
Roman Rietzschel: Also ich persönlich bin der Meinung, dass man erst einmal, wie auch Philipp schon geäußert hat, eine Diagnostik machen sollte. Das bedeutet, was hat mein Körper überhaupt für Ressourcen? Nehmen wir mal an, ich benenne jetzt mal ein Alter. Ein 60-jähriger hat andere Bewegungsausschläge wie ein 25-jähriger. Wenn der 60-jährige das gleiche macht wie ein 25-jähriger, werden sozusagen dementsprechend entweder Schäden bleiben oder die Schäden werden vielleicht schon verstärkt. Heißt nicht das der 60-jährige nicht den gleichen Sport machen können, aber vielleicht in einer anderen Intensität. Das heißt eine wirkliche Untersuchung um Ressourcen rauszufiltern, was kann der Körper und dann darauf basierend sozusagen eine Strategie entwickeln mit einer klaren Zielsetzung und resultierend diese Ziele objektivieren. Das bedeutet also Ergebnisse messen. Das kann auch eine Pulsuhr sein. Das kann eine Auswertung sein von einem Blutbild. Das kann eine Messung von Beweglichkeit sein, das kann ein Koordinationstest sein, usw. Also da gibt es viele Parameter, die man ins Kalkül ziehen kann im weiteren Verlauf. Im Spitzensport wäre dann sozusagen der Philipp dran, im sportwissenschaftlichen Bereich dann mit Laktatmessung usw. Ja, und das gilt jetzt gleichzeitig auch, was die Prävention angeht. Wie kann ich dem vorbeugen? Also der zweite Teil der Frage: für genügend Elastizität sorgen. Das heißt regelmäßige Dehnübungen machen, Technik erlernen für die Sportart da ein Beispiel zum Beispiel ja dann Ernährung wurde auch schon angesprochen. Basische Ernährung ja, dass ich sozusagen auch dem Körper das gebe, was er braucht. Stoffwechseltechnisch. Ein gutes Mindset. Das heißt, wie ist meine Einstellung zum Sport, wo steckt meine Emotion dahinter? Ja, sowas in dem Umfang. Um das genauer zu erklären, müsste man sagen, ich bräuchte ein konkretes Beispiel, wo man sagt okay, das kann man runterbrechen auf genau das Beispiel.
Fabian Herfort: Ich würde gern das Schlagwort Mindset, was du gerade genannt hast, noch mal aufgreifen. Viele, wir haben ja gerade schon auch von Philip gehört, dass diese Benefits vom Sport auf unseren Körper, diese gesundheitlichen Vorteile, die sind ja den meisten Menschen wahrscheinlich sogar bekannt. Also jeder weiß ja im Zweifel, dass er sich vielleicht mehr bewegen sollte. Aber die Umsetzung, daran scheitert es ja meistens. Warum fällt es aus deiner Sicht so schwer, dass wir uns überhaupt bewegen? Und du wirst es ja mit den Patienten dann vielleicht auch merken. Welche Rolle spielt die Motivation in diesem gesamten Gesundheitsprozess oder auch bei euch Im Rehaprozess.
Roman Rietzschel: Spielt sicherlich eine sehr große Rolle. Leider ist es gesellschaftspolitisch so, dass die meisten Menschen sich erst dann bewegen, wenn schon das Kind in den Brunnen gefallen ist. Das heißt, es gibt einen Schaden, dann geht der Patient zur Diagnostik und dann wird es vielleicht bildgebend dargestellt. Und dann sozusagen Schritt für Schritt entweder Injektion oder Physiotherapie, weitere Abklärung usw. und das spielt natürlich eine maßgebliche Rolle, dass man dann, wenn das schon gegeben ist, wir damit zu tun haben, dass wir rehabilitieren, dass wir versuchen, das, was möglich ist, nehmen wir mal an, gelenktechnisch wiederherzustellen. Insbesondere, wenn ich an die Reha Patienten denke, Alltag. Da geht es um ganz banale Sachen: Einkaufen gehen können, Treppensteigen können hoch und runter. Das sind dann für die Jüngeren, die Omas und Opas oder vielleicht auch welche ja schon dabei, die genau das betrifft. Ich kann nicht mehr Treppensteigen, Richtig. Herz, Kreislauf oder Lungenvolumen nimmt ab oder ich kann mich nicht mehr richtig bücken, weil mein Knie weh tut und dann auf den ersten Teil wieder. Das bedeutet dann weniger soziale Kontakte. Die Menschen bewegen sich weniger und resultierend altern wir sozusagen, was den Körper angeht, einfach schneller. Wenn wir das machen würden, für was wir gemacht sind, nämlich uns umfassend zu bewegen und nicht einseitig, dann würden wir sicherlich gesünder altern.
Fabian Herfort: Welche Aspekte in der Rehabilitation spielen deiner Meinung nach noch mit die größte Rolle neben der Motivation des Patienten oder der Patientin?
Roman Rietzschel: Psychisch oder physisch?
Fabian Herfort: Du hast jetzt ja das Psychische schon angesprochen. Vielleicht gibt es physische Aspekte, also ist es wir können es ja mal an einem Beispiel machen. Vielleicht 55-jähriger männlicher Patient, leicht übergewichtig, mit Rückenschmerzen. Überwiegend sitzende Tätigkeit im Alltag. Hat sich jetzt beim Arzt vielleicht vorgestellt oder bei der Ärztin. Wurde Physiotherapie verschrieben. Ist jetzt vielleicht nicht genau das, was ihr macht im Rehazentrum vielleicht aber auch. Was wären dann so die Empfehlungen? Geht es dann um Krafttraining? Geht es um Mobilisation. Was wäre jetzt in diesem Fall chronischer Rückenschmerz ein häufiger Ansatz, den man dann wählen würde?
Roman Rietzschel: Also erstmal genau auch wieder. Hier steht der Befund. Also wir müssen erst mal von dem Gleichen sprechen, dann auch eine klare Zielsetzung: Was braucht derjenige? Geht es um Arbeitsfähigkeit zum Beispiel? Oder geht es darum, den anderen Teil des Alltags bewältigen zu können? Und wenn das dann sozusagen im Befund klar ist, wo die Reise hingeht, was die Ziele sind, dann Maßnahmen ergreifen, Maßnahmen können sein, Dehnübungen, gezieltes Krafttraining, Herz Kreislauf Training, Elastizitätsverbesserung, Ernährungsumstellung, um sozusagen diese Ziele dann dementsprechend zu erreichen. Das kann vielfältig sein. Wir haben Patienten, wo es zum Beispiel um das Thema Häuslichkeit geht. Bei dem 55-jährigen geht es vielleicht um Arbeitsfähigkeit oder ausüben bei jüngeren Patienten Sport.
Fabian Herfort: (...) Willst du deinen Satz zu Ende sagen? Sonst kann ich auch noch mal eine kurze Zusammenfassung geben, was jetzt bei mir gerade zumindest von den ersten beiden Beiträgen hängengeblieben ist. Also dieser Ansatz, sich mehr bewegen zu wollen, den unterstützen wir ausdrücklich. Aber wir verbinden das schon mit einem Appell, sich auch professionell beraten zu lassen. Weil doch im Endeffekt jeder Mensch individuell mit seinen Fähigkeiten, Ressourcen, du hattest es genannt, aber auch vielleicht mit Vorverletzungen betrachtet werden muss, damit eben der positive Vorsatz nicht am Ende nach hinten losgeht. Dann würde ich kurz in die Runde geben. Wir haben ein paar Fragen aus dem Publikum oder auch vorher schon gesendet bekommen. Da wäre jetzt dann die Gelegenheit, dass wir das kurz machen könnten.
Stefan Wiegand: Ich bin übrigens total begeistert. Ja, das ist auch neu. Seit einem Jahr haben wir jetzt so eine Musikbox hier stehen. Die macht Licht und macht auch Musik, laute Musik, wenn wir das wollen. Aber zurzeit reicht das wahrscheinlich so. Früher gab es so eine, so eine Theorie, beim Training hat man immer so Trimm 140 gesagt. Also man hat so ein so ein gewisses Ausdauerpotenzial immer genommen und hat dann darauf aufgesattelt. Die Frage, die sich damit verbindet, ist dieses Trimm 140, also so ein 140 er Puls, ist das immer noch so der Goldschnitt oder wie sieht das im Training aus? Vielleicht kann erst der Sportwissenschaftler was dazu sagen. Und dann die Sportler.
Philipp Flößel: (...) Also ich denke, die 140 ist jetzt nicht mehr so angesagt, weil man schon weiß, Puls ist so brutal individuell. Viel besser ist eigentlich nach dem subjektiven Empfinden zu gehen. Wenn du jetzt locker quatschen kannst, weil auch immer was du machst, sagen wir mal laufen, beim Schwimmen wird es schwierig, dann ist das eher so Fettstoffwechseltraining. Alles cool. Und wenn du sagst, okay, wir könnten jetzt noch quatschen, aber ich habe jetzt eigentlich keine Lust mehr zu quatschen, dann ist das so der Entwicklungsbereich, wo man über längere Zeit schneller wird, wenn man den öfter bedient. Und wenn man dann sagt, okay, jetzt reicht es mit quatschen. Also das ist für ein Gesundheitssport auf jeden Fall zu viel.
Stefan Wiegand: Also ich soll mich unterhalten können.
Philipp Flößel: Also es soll immer zwischen leicht sein und etwas anstrengend. Jetzt haben wir es.
Stefan Wiegand: Valentin ist das so ein bisschen das, was du auch machst? Unterhaltet ihr euch beim Laufen oder geht das nicht mehr?
Valentin Röhrig: Ja, also beim Dauerlauf sind wir eigentlich dauerhaft am Quatschen. Da werden sämtliche Themen dann auch ausgetauscht, wie es in der Schule war oder so, aber das stimmt schon. Also wir schauen auch ab und zu schon mal auf die Pulsuhr und laufen auch immer mit Pulsgurt. Aber ja, da ist die 140 schon eine Marke, die man so sagt. Ja. Wenn ich jetzt unter 140 bin, dann war es ein richtig guter Dauerlauf oder so, dann freut man sich richtig. Aber grundsätzlich laufen wir auch so in den Bereichen 145 150 für so einen lockeren Dauerlauf. Deswegen kann man nicht mehr so sagen 140 ist die magische Marke.
Stefan Wiegand: Mathilda?
Mathilda Wiegand: Also bei uns im Training. Also Valentin und ich, wir sind tatsächlich in der gleichen Trainingsgruppe und wir haben unterschiedliche Dauerlauftempos sozusagen, also die DL1, DL2 und DL3 und das DL1 ist da so das langsamste Tempo und das nennen wir auch immer so Quatschtempo. Das heißt, wir können uns noch entspannt unterhalten und dann gibt es eben das DL2, das ist das schnellere Tempo, da sollte es dann schon ein bisschen anstrengender werden. Und beim DL3 Tempo ist es dann so, dass wir wirklich schon in die Richtung Wettkampftempo gucken und danach laufen. Und auch ist der Puls aber abhängig von unserer gesundheitlichen Form. Das heißt, wenn wir jetzt beispielsweise erkältet sind, Schnupfen haben oder so was, dann sollen wir auf jeden Fall ein bisschen entspannter laufen und sehr auf unseren Puls achten, damit er eben schon unten bleibt. Und dann ist es nämlich auch nicht mehr diese Zeit so relevant, wie schnell wir jetzt über einen Kilometer oder so laufen, sondern dann kommt es wirklich darauf an, dass wir unsere Gesundheit nicht schaden und damit den Puls unten bleiben und.
Valentin Röhrig: Und dass wir uns dabei auch gut fühlen.
Mathilda Wiegand: Genau.
Stefan Wiegand: Eine weitere Frage, die uns erreicht hat, war Sport und Schmerztherapie. Muss Sport immer wehtun? Oder kann Sport dazu führen, dass man den chronischen Schmerz auch ein bisschen in den Griff bekommt?
Roman Rietzschel: Schmerz grundsätzlich ist immer ein Indikator vom Körper her: Stopp! Wobei ich der Meinung bin, dass ein gewisses Überwinden, nennen wir es mal ein gesunder Schmerz akzeptabel ist. Dass es ein chronifizierter Schmerz, der dann zunehmend ist, dann würde ich sagen okay, hier muss ein Stopp her. Wir müssen erst mal gucken, mit was haben wir es hier zu tun? Damit sprechen wir jetzt aber nicht von Muskelkater. Nehmen wir mal an. ich greife mal ein Beispiel raus. Immer nach der Aktivität oder Aktivität merke ich meine Hüfte nicht, aber nach der Aktivität habe ich maßgebliche Schmerzen in der Hüfte. Das ist nicht so ein gutes Zeichen. Wenn ich jetzt mal temporär die Hüfte merke, dann sage ich okay, das Gelenk muss sich vielleicht anpassen an die Belastung. Gerade wenn es eine neue Bewegungsform ist, dann entsteht ein Muskelkater usw. Aber wenn das jetzt sagen wir, ein intensiver Schmerz wird, vor allen Dingen dann nach der Belastung und immer wiederkehrend ist, dann sollte ich darauf achten und sollte eine Diagnostik machen, was das angeht.
Stefan Wiegand: Dann Psyche und Sport war ein Thema, welches angesprochen wurde. Ihr habt gesagt, dass die Psyche profitiert durch die Bewegung und so kann das auch so sein, dass der Sport dazu führt, dass man psychisch vielleicht auch in eine Konfliktsituation kommt mit dem permanenten Leistungsdruck, mit dem, was einen dann umtreibt. Dieses Kräftemessen war eine Frage, die uns erreicht hat. Vielleicht können die Sportler dazu etwas sagen. Valentin und dann vielleicht Mathilda.
Valentin Röhrig: Ja, also der Leistungsdruck ist schon was, wo viele denke ich auch Probleme mit haben. Vor allem, wenn es dann wirklich auch in höhere Bereiche geht. Ich denke grundsätzlich, jemand der jetzt ein Hobbysportler ist, sollte nicht zwingend, da sich super den Leistungsdruck machen. Da ist es super wichtig einfach Spaß zu haben im Training und ja, einfach sein Bestes dann natürlich auch im Wettkampf geben zu wollen. Da sollte man sich dann aber auch Ziele setzen, die dann auch sehr realistisch sind. Und bei uns in der Trainingsgruppe in der Leistungstrainingsgruppe ist es dann schon eher so, dass man sagt okay, heute will ich eine neue Bestzeit aufstellen und die sind dann halt auch nicht immer einfach. Da muss man dann halt auch wirklich jeden Tag hart für trainieren. Und wenn es im Wettkampf dann mal nicht klappt, dann passiert das auch häufiger mal, dass man sehr enttäuscht ist. Aber ich denke, dass man trotzdem durch den Sport sehr viel mitnimmt und auch viele Eigenschaften, viele Fähigkeiten erlangt und das dem sollte man sich immer bewusst sein und dann auch einfach mal sagen okay, heute war es halt nicht der Tag und ich greife das nächste Mal wieder an! Genau.
Mathilda Wiegand: Ja, also ich glaube, man sollte vor allen Dingen differenzieren zwischen Breitensport und Leistungssport, dass es wirklich im Leistungssport zu anderen Fällen kommen kann, was die psychische Belastung anbelangt. Also ich muss von mir selber sagen, ich habe das auch schon erlebt, dass mich der Sport sehr psychisch belastet hat und dass es dann eben auch diese Grenze überschritten hat, dass es eben nicht mehr nur im Themengebiet Sport blieb, dass ich mich beim Training nicht gut gefühlt habe oder in einem Wettkampf nicht gut war, sondern dass es dann auch zum Beispiel auf die Schule überlief, dass ich nicht zur Schule dann deshalb zum Beispiel gegangen bin, weil es mir eben mental wirklich nicht so gut ging und ich mit meinen Leistungen komplett gar nicht zufrieden war. Also das ist ein sehr, sehr großer Konflikt, in dem man als Sportler auch oft steht, einfach von dem, was man erreicht hat und was man erreichen wollte und wie einen dann eben auch diese Fehlschläge oder diese Tiefen einfach dann auch im Alltag begleiten. Aber grundsätzlich muss ich sagen, dass ich persönlich auch wie Valentin schon sagte, sehr, sehr viel Profit sozusagen aus diesem Sport gezogen habe. Das heißt, wenn man jetzt das Beispiel Klausuren schreiben oder so nimmt, wo eigentlich viele Leute dem immer gegenüberstehen, dass man einfach auf den Punkt genau seine Leistung abliefern kann, was man eben im Sport gelernt hat, wenn man an den Start von den 800 Metern geht. Dass man ab diesem Punkt wirklich Leistung gibt und abliefern kann. Und das kann man dann eben wie gesagt so auf Situationen in der Schule wie zum Beispiel Klausuren übertragen.
Stefan Wiegand: Eine Frage hätte ich noch und zwar ist die relativ kurz zu beantworten, hoffe ich jedenfalls. Was kostet eigentlich so eine Leistungsdiagnostik, die wir angesprochen haben, jetzt ein paar Mal? Das hatten wir im Vorfeld häufig diskutiert und hatten das auch so ein bisschen im Netz zur Frage gestellt: Was kostet eine Leistungsdiagnostik, was kostet Sport? Vielleicht kann das mal so eine Rundumreihe kurz mal sein.
Philipp Flößel: Also bei uns im UKD ist es tatsächlich so, dass wir sehr günstig sind. Aber warum? Das wissen die Götter. Weil wir halt einfach auch so ein Stück weit öffentlich unterwegs sind und halt das jetzt nicht als am freien Markt agierende Unternehmung machen. Und deswegen kostet das bei uns allein nur 100 €, die Leistungsdiagnostik und das ist am Aufwand gemessen eine Win-Nummer für den Athleten.
Stefan Wiegand: Was kostet der Sport für dich?
Valentin Röhrig: An sich, würde ich sagen, ist es sehr, sehr sportartabhängig. Bei uns ist es jetzt nicht super teuer. Ich meine, zum Laufen braucht man eine Trainingshose, ein Trainings T-Shirt und ein paar Laufschuhe. Und das kann man sich, wenn man das auch möchte für 70 80 € zusammenstellen. Natürlich kann man auch sich dann Schuhe für 250 € kaufen. Das ist aber im Laufsport generell noch recht günstig, verglichen mit anderen Sportarten wie zum Beispiel Eishockey, wo allein die Ausrüstung 3.000 € kostet oder mehr sogar. Und da ist unser Sport schon recht günstig.
Fabian Herfort: (...) Valentin und Mathilda. Ich würde gern von euch noch mal so ein bisschen eintauchen in eure Trainingswelt. Könnt ihr vielleicht uns noch mal mitnehmen? Wie sieht euer aktuelles Training aus? Oder wie sieht so eine typische Trainingswoche aus? Welche Disziplinen beinhaltet euer Sport, den ihr macht und welche Wettkämpfe stehen vielleicht an?
Mathilda Wiegand: Ich kann von mir aus sagen, dass ich Leistungssport gemacht habe, zurzeit aber mich eher gerade in so einer Pause, würde ich sagen, befinde. Das heißt nicht, dass ich keinen Sport mache oder so, sondern ich versuche so oft wie es geht zum Training zu gehen. Das sind meistens so drei-vier mal die Woche und dann halt am Wochenende zu Hause, weil das mit der Schule einfach besser kompatibel ist. Genau. Aber so wie unser Alltag aussieht. Also ich bin nicht auf der Sportschule, da ist Valentin der Ansprechpartner für und du kannst mich gerne einfach ergänzen. Also morgens ist bei euch, ich glaube so in der Woche zweimal Vormittagstraining, also vor der Schule.
Valentin Röhrig: Also dadurch, dass ich halt jetzt mein Abitur auf drei Jahre gestreckt habe, habe ich dann quasi jeden Tag die Möglichkeit, zwei Einheiten zu machen sogar. Also Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag habe ich durch die Schule dann quasi die ersten 2 bis 3 Stunden halt frei, mehr oder weniger, wo die Schule mir den Freiraum bietet, dann meinen Sport auszuüben und zum Training zu gehen. Genau. Und dann quasi nach der Schule. Die ist dann meistens so 14-15:00 zu Ende. Dann gehe ich halt einfach zum ganz normalen Vereinstraining, wo ich dann auch Mathilda wieder treffe und früh ist dann halt schon wirklich eher dann für die, die auf der Sportschule sind. Und ja.
Mathilda Wiegand: Genau. Und dann nachmittags sieht bei mir so aus, dass ich meistens gleich nach der Schule sofort nach Schulschluss zum Training fahre. Und dann ist unsere Woche eigentlich immer relativ gleich aufgeteilt. Das heißt, montags haben wir meistens Schnelligkeitstraining, am Dienstag gibt es dann eher einen Tag für die Regeneration, das heißt, da machen wir meistens einen lockeren Dauerlauf, der umfasst so 10 bis 12 Kilometer. Am Mittwoch geht es dann immer noch mal so zur harten Einheit, das heißt meistens Tempoläufe. Genau. Das kommt immer ein bisschen drauf an, in was für einem Training wir uns gerade befinden. Also arbeiten wir auf einen Wettkampf hin oder haben wir gerade sozusagen so Off-Season, also keine Wettkämpfe, oder haben wir gerade einfach Vorbereitungs- bzw. Aufbauphase. Genau. Und am Donnerstag gibt es dann wieder ein bisschen entspannteres Training, weil der Mittwoch eben schon härter war und freitags steht dann meistens die Krafteinheit an.
Valentin Röhrig: Genau. Ja, also bei mir fügt sich dann halt quasi früh noch meistens eine Krafteinheit an, also ich habe meistens Mittwoch früh dann noch Krafttraining und dann auch häufig Dauerläufe, früh noch. Also Montag und Dienstag sind dann meistens so 6 bis 10 Kilometer dran. Donnerstags fahren wir dann immer hier in die Dresdner Heide, machen dort noch einen Dauerlauf, sind dann auch häufig Donnerstag Nachmittag noch mal dort. Genau, aber das kommt auch ganz drauf an und am Wochenende ist dann meistens irgendwie, dass wir dann 2 bis 3 Stunden Rad draufstehen haben. Also was alternativ machen. Also anderweitig auch schwimmen ist häufig dann dabei, im Winter gerne auch mal Langlaufen, Skating ist da sehr groß angesehen auch. Ja und dann meistens Sonntag nochmal einen längeren Dauerlauf. Da geht es dann auch manchmal 18 Kilometer lang draußen bei egal was für ein Wetter durch die Wälder. Und dann muss man da auch manchmal ein bisschen gucken, dass man das zeitlich alles hinbekommt.
Mathilda Wiegand: Ja, aber man darf auch nicht vergessen, dass sonst auch oft am Wochenende Wettkämpfe anstehen. Und das muss auch nicht nur einen Tag beinhalten, sondern das sind manchmal auch Samstag und Sonntag. Tatsächlich.
Valentin Röhrig: Aber selbst auch unter der Woche passiert das mal, dass wir zu einem Wettkampf fahren, dass es da jetzt auch keine Seltenheit, vor allem, wenn es wirklich gute Wettkämpfe sind, wo wir dann zum Teil Pacemaker da haben, die dann uns eine bestimmte Zeit für die erste Hälfte des Rennens laufen.
Fabian Herfort: Das klingt für mich nach einem immensen Zeitaufwand, den ihr in den Sport hineinsteckt, den ihr betreibt. Was treibt euch an? Also man stellt sich das ja vor als hartes Training, teilweise. Ihr habt auch angesprochen, dass es natürlich auch Regenerationsphasen gibt, die auch wichtig sind. Klar, aber überwiegend wahrscheinlich ist das ja eine große Belastung für euren Körper, damit ihr überhaupt erst zu diesen Leistungen fähig seid, die ihr, die ihr erzielt. Warum tut ihr euch das an? Um es mal so zu formulieren.
Valentin Röhrig: Ja, ich glaube, darauf gibt es gar keine so ganz leichte Antwort. Bei mir ist es einfach so ich kann nur für mich sprechen, dass ich einfach immer, oder ich sage mir, ich will das Beste aus mir rausholen. Und wenn ich an den Start gehe, dann will ich mein Bestes zeigen. Und das kann ich halt nur, wenn ich auch wirklich in jedem Training mein Bestes gegeben habe und in jedem Training präsent war und auch selbst nach dem Training noch mal dann mich eine halbe Stunde mit der Blackroll ausgerollt habe oder Stabitraining gemacht habe, zusätzlich. Und das ist mein Anspruch, einfach im Wettkampf vorne zu stehen und an der Startlinie zu stehen und zu wissen okay, ich bin gut vorbereitet und ich kann jetzt auch im Wettkampf wirklich aufs Podium laufen, nach vorne laufen und das ist so ein bisschen mein Anspruch. Und warum ich den habe, das kann ich gar nicht so genau sagen. Ich glaube, da gibt es gar keine so leichte Erklärung. Ich bin schon immer ein Mensch gewesen, der was erreichen wollte und Erfolg haben wollte in einem gewissen Ding. Und das hat sich dann einfach auf den Sport projiziert.
Fabian Herfort: Was ist für dich persönlich der dir am meisten bedeutende Erfolg, den du bisher gefeiert hast?
Valentin Röhrig: Also das sind tatsächlich gar nicht so dann jetzt… Ich bin fünfter Platz bei der Deutschen Meisterschaft, bei der Deutschen Jugendmeisterschaft dieses Jahr über 2000 Hindernis geworden. Aber das ist es gar nicht, wo ich so sage die Platzierung ist für mich das Entscheidende, sondern dann eher die Zeiten, die ich dann renne, wo ich dann sage, okay. Keine Ahnung, jetzt auf 1500 bin ich jetzt eine 3:56min gerannt. Das ist dann eher so dieses, wo ich sage, da ist mein Ziel und ich setze dann immer meine Ziele eher an den Zeiten auch.
Fabian Herfort: Mathilda, wie ist das bei dir? Was? Wie schaffst du es doch, ins Training zu gehen, wenn der Schweinehund mal wieder laut bellt?
Mathilda Wiegand: Ja, also man muss grundsätzlich sagen, es ist nicht immer leicht, zum Training zu gehen. Und das bringt natürlich auch so ein paar negative Aspekte mit auf, die wir jetzt schon sehr viel so betont haben, vor allen Dingen mit psychischen Belastungen. Aber irgendwie ist es auch einfach so ein Glücksgefühl für mich. Also jeder stellt sich doch irgendwie diese philosophische Frage: Was ist mein Glück? Wo finde ich Glück? Wie finde ich Glück? Und ich würde nicht sagen, dass ich mein Glück gefunden habe. Aber ich kann sagen, eine Sache, die mich glücklich macht, ist einfach dieses Sporttreiben und das dort hingehen und einfach loszulaufen, sich wirklich auszupowern, kurz mal die andere Welt vergessen, dieses ganze Zeug mit Schule und keine Ahnung, wenn man noch irgendwo Konflikte oder so hat, das alles auszublenden und sich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, ohne da irgendwie großartig abschweifen zu müssen. Genau.
Fabian Herfort: Du hast uns auf jeden Fall jetzt also zumindest kann ich das für mich sagen, gut daran teilhaben lassen, was es auch ausmacht, diese Qualen und Leiden auf sich zu nehmen. Wo habt ihr mal die Grenze selbst gespürt? Zwischen gesundem Sporttreiben und dem Moment, wo es dann vielleicht nicht mehr gesund ist?
Valentin Röhrig: Ja, also das ist tatsächlich recht einfach zu sagen, dann in dem Moment, wo man verletzt ist. Aktuell ist es leider bei mir auch der Fall. Und dann muss man halt einfach sagen ganz klar, der Sport ist schön und gut, aber halt auch nur so lange, wie es halt Spaß macht und wie man keine Schmerzen hat. Und man muss natürlich als Leistungssportler und als leistungsorientierte Sportler auch mal über gewisse Schmerzen drüberrennen, aber die dürfen sich halt nicht manifestieren und vor allem nicht chronisch werden. Und da muss man einfach auch den Moment abpassen und sagen okay, bis hierhin und jetzt geht es wirklich nicht weiter. Und jetzt muss ich mal zum Arzt gehen. Muss ich mal ein MRT machen, ein Röntgenbild oder einen Ultraschall drauflegen lassen und einfach mal schauen, okay, was ist eigentlich wirklich mit meinem Körper los? Und dann einfach sagen okay, bis hierhin und nicht weiter. Und jetzt muss ich mich halt einfach mal rausnehmen. Und ich meine, man kann Ausdauer auch gut wie gesagt, über andere Sportarten machen, über Schwimmen, über Radfahren, über Skilanglauf, selbst über Rudern oder Kanu geht es super und ich denke, da ist dann einfach wichtig zu wissen, wo die Grenze ist. Und dann zu sagen okay, bis hierhin und keinen Schritt weiter.
Fabian Herfort: (...) Den Punkt würde ich gern noch mal aus einer anderen Perspektive aufgreifen und da noch mal den Wissenschaftler und auch den Physiotherapeuten in der Runde fragen. Sind körperliche Höchstleistungen und Gesundheit vereinbar oder ein Widerspruch? Wie würdet ihr diese Frage beantworten?
Philipp Flößel: Also ich habe jetzt auch gut zugehört hier in der Runde und war ja früher selber mal aktiv und bin ja jetzt ein Stück älter und ich würde eher sagen, die Körper sind einfach nicht miteinander zu vergleichen. Also früher im Spitzensport, also ich komme aus dem Kanu, da hat ein Trainer mal zu mir gesagt: Du musst brutal zu dir selber sein. Und ich bin auch relativ weit gekommen, nie ganz bis hoch. Also ich habe mich auch schon ein bisschen gequält. Von daher, wenn ich das mal einordnen würde, würde ich einfach sagen: Erstens, wenn man jung ist, ist man im Flow. Wenn man immer zum Training geht, jeden Tag zum Training geht, dann tut es kurzzeitig weh und es tut brutal weh. Und das ist auch gut, dass man das jetzt nicht mehr braucht. Wenn ich jetzt Sport treibe, dann sage ich Okay, alles klar, Friede, das reicht und fertig. Das braucht man nicht mehr. Aber du hast halt so, wenn du dauernd Schaden hast, so wie du es jetzt sagst. Überlastung oder irgendwas. Das ist natürlich uncool. Hatte ich nie. Von daher kann ich das da nicht so einschätzen. Aber bei uns ist es ja eher so wenn wir jetzt Sport treiben, dann tut es irgendwie weh, weil wir einfach nicht in der Regelmäßigkeit sind, so dass man das eigentlich nicht vergleichen kann von den Schmerzen her. Topleistung ohne Verletzung geht auf jeden Fall. Weil eben der Körper das in jungen Jahren, weil die Topleistungen ja in jungen Jahren abgerissen werden. Das ist ja ganz klar. Und da ist der Körper ja im Wachstum, da tut er so viel wegstecken, ehe du dann mal einen Sport Schaden erleidest, da muss schon viel passieren. Von daher sind Spitzenleistungen da absolut machbar. Aber man sieht eben auch hoch ins Alter geht es natürlich auch, aber es verändern sich die Sportarten. Also bei uns in der Sportmedizin, da treffen dann natürlich die Triathleten die Ultradistanzen aus. Und du siehst eben auch gerade mit erfahrenen Spitzensportlern, die weichen halt immer mehr auf die längeren Strecken aus. Bei Leichtathletik ist ein par excellence dafür. Du wirst immer langsamer, was mit der Genetik und so alles einhergeht. Das heißt also auch was, was du vorhin gesagt hast, wenn du halt einen 25-jährigen und 60-jährigen gleich belasten würdest mit Maximallasten, dann gehen die anders damit um. Das heißt, Spitzenleistungen sind immer möglich ohne Überlastung. Aber ja.
Fabian Herfort: Gibt es da noch physiotherapeutische Ergänzungen zu der Aussage?
Roman Rietzschel: Ja, ich habe vielleicht mal einen Satz dazu: Wo gehobelt wird, fallen Späne. Das heißt, der Knorpel wächst nicht unbedingt wieder neu. Leistungssport? Ja, kann man sicherlich machen, bis zu einem gewissen Alter. Aber viele Leistungssportler haben auch Probleme. Es gibt eine gewisse genetische Disposition. So viel Knorpel, so viele Meniskus, so viel Bandscheibe steht zur Verfügung. Und wenn ich jetzt eine vermehrte Aktion mache, wie Leistungssport oder machen wir es mal pragmatisch im Alltag ich mache 20 Jahre denselben Job und mache eine einseitige Tätigkeit, bedeutet es in der Regel, dass ich einen gewissen Raubbau betreibe. Inwieweit das gesund ist, hat aus meiner Sicht viele genetische Fragen. Also es kann sein, dass der Körper für die Sportart super gemacht ist. Es kann aber auch sein, dass bei manchen Gelenken die Hebel zu lange und da mehr Drehmoment in der Schulter entsteht, wenn der Arm länger ist. Das ist von vielen Faktoren abhängig, das kann man gar nicht so sagen. Ich bin auch früher sehr viel gelaufen und da sind auch 60-jährige an mir vorbeigelaufen. Da habe ich gedacht Mensch, wie machen die denn das? Da denkst du ja und was für eine Zeit. Ja, es gibt Ausnahmen. Aber wenn ich so einen Querschnitt sehe, würde ich denken, das ist eine Frage des Maßes. Und wenn dann, was du gesagt hast, wenn dann regelmäßige Verletzungen entstehen oder gerade im Fußballbereich. Ich habe im Profibereich auch betreut. Viel physiotherapeutisch, permanente Adduktorenverletzung, also einseitige Oberschenkelmuskulatur entsteht Narbengewebe. Wenn ich dann immer weitermache und immer weitermache, ist vorprogrammiert, dass der Sekundärschäden hat, das heißt Schäden im älteren Bereich. Das muss ein Sportler natürlich erkennen. Und ich jetzt in meinem Alter ist dann so, es ist genauso auch wie du es gesagt hast. Ich verändere meine Sportarten. Ich merke auch, das Asphaltlaufen ist gar nicht so gut für meine Gelenke. Das heißt, ich habe trotzdem noch den Ehrgeiz und entwickle Glückshormone bei jeder Bewegung. Aber ich habe eben auch gelernt und weiß auch, dass ich altere. Das bedeutet, ich fahre Fahrrad zum Beispiel macht auch Spaß. Das ist natürlich auch eine psychische Programmierung, die man so selber macht. Ich erkenne das Aha, das geht nicht mehr so gut, also verändere ich meine Situation oder hole mir eine professionelle Hilfe, um das noch mal zu untermauern. Ultraschall, Kernspin-Diagnostik oder sowas. Und dann weiß ich Ah, das passt gut für mich. Oder ich baue Yoga Elemente frühmorgens ein oder oder oder. Also so kann man auch einen Weg finden, um das weiter zu machen und um Spaß zu haben. Darum geht es eigentlich. Lust an Bewegung, Spaß an Bewegung. Und das ist das Elixier auch um gesund zu bleiben.
Fabian Herfort: Das ist auch was, was ich jetzt für mich als Hobbysportler definitiv aus dieser Runde auch mitnehme. Dass es vielleicht gar nicht unbedingt darum geht, jetzt aus gesundheitlicher Perspektive Höchstleistungen zu erzielen oder wenn man vielleicht auch selber mal früher Leistungssportler war, dann ist man dieses gewisse Niveau ja gewohnt. Aber darum geht es eigentlich gar nicht, sondern wie du es jetzt am Ende gesagt hast, die Freude an der Bewegung. Fast schon dieses kindliche seinen Körper ausprobieren wollen, einsetzen wollen, in welche möglichen Bewegungsformen auch immer. Auch wenn es dann nach dem Eislaufen mal zu einem stärkeren Muskelkater kommt. Das dann zu akzeptieren, das ist dann in Ordnung. Aber einfach diese Lust an der Bewegung zu erhalten und das ist dann wahrscheinlich das gesunde Maß, was man dann auch von seinem Körper als Signal wieder erfährt. Noch mal die Frage an die beiden Sportler: Wie oft habt ihr keinen Spaß an dem Sport oder gibt's das nicht?
Mathilda Wiegand: Also ich würde sagen, man kann das jetzt nicht zeitlich absehen, okay, da habe ich keinen Spaß, sondern ich glaube, das kommt einfach so ein bisschen auch auf Ereignisse drauf an, weil natürlich irgendwie die Freude viel, viel höher ist, wenn man zum Beispiel irgendwas Extremes erreicht. Also man hat einen super guten Wettkampf, man schafft die Zeit, die man sich vorgestellt hat. Dann sind natürlich die Glücksgefühle 1000 mal größer, als wenn man sagt, okay, ich bin jetzt zwei Sekunden langsamer gelaufen als die Zeit, die ich mir vorgenommen habe. Und dann fängt man natürlich manchmal an, an sich zu zweifeln und stellt das so ein bisschen in Frage alles. Aber grundsätzlich gibt es da dann nicht wirklich Punkte, wo man sagt okay, das alles gar nicht mehr.
Valentin Röhrig: Ja, ich denke auch. Also vor allem haben wir auch in unserer Trainingsgruppe echt eine lustige Gemeinschaft. Und wenn man mal auch keine, also klar, die Momente gibt es, da geht man zum Training und sagt Boah, eigentlich heute wirklich, muss nicht sein und dann sieht man aber seine Freunde und man begrüßt sich und alle haben Spaß und das zieht einen dann auch mit. Und dann sagt man okay, komm, ich mache jetzt hier wieder mit und ich bin wieder voll dabei. Und ich habe richtig Spaß heute auch beim Training. Auch wenn ich eigentlich hingegangen bin und dachte, eigentlich habe ich gar keine Lust, hier zu sein. Und dann bin ich da und mache mit meinen Freunden ein bisschen Quatsch. Und dann haben wir Spaß, alle miteinander und dann… Ja, also der Punkt, dass man sagt, ich höre jetzt auf oder so, ist ganz, ganz, ganz, also kommt eigentlich gar nicht Nee.
Mathilda Wiegand: Ja, also ich muss. Entschuldigung, ich muss ehrlich sagen, also wir, glaube ich, vor allem in unserer Trainingsgruppe, haben da echt einen Vorteil, dass wir wirklich Leute haben, mit denen wir uns gut verstehen, auch außersportlich, dass wir sagen können, okay, wir können uns trotzdem auch mal unterhalten und wir finden einander interessant. Das ist auf jeden Fall ein großer Vorteil. Und dann gibt es natürlich die Trainingseinheiten, wo man weiß, okay, mittwochs, das wird super hart werden und da kann man auch danach vorm Mülleimer sitzen und man hat schon Angst davor. Aber dadurch, dass das viele Leute mit einem zusammen machen, wird man auch einfach gepusht und hat dann auch dieses Verlangen, da einfach dranzubleiben. Und man sieht, die schaffen das und man weiß, man kann das auch schaffen. Und ja.
Valentin Röhrig: Also wir haben ja auch, wir machen ja auch außersportlich, wie du schon angesprochen hast, super viel zusammen. Also klar kann man auch sagen ja gut, eine Radfahrt, die wir dann am Wochenende alle gemeinsam machen, ist auch eine sportliche Aktivität, aber die ist dann nicht spezifisch das Laufen oder wenn wir ins Café gehen. Keine Ahnung. Dann setzen wir uns alle gemeinsam hin, schwatzen ein bisschen, oder zum Beispiel haben wir jetzt auch im Sommer so ein Camp mehr oder weniger gemacht, wo wir einfach mal zwei Tage in die Sächsische Schweiz gefahren sind, gemeinsam wandern gegangen sind. Klar, irgendwie hat das immer einen sportlichen Bezug, aber ich glaube, jeder von uns kann auch einfach gar nicht anders. Wir brauchen einfach die Bewegung, sonst sitzen wir hier ganz hibbelig da und Ja, wir wissen gar nicht, wohin mit uns eigentlich.
Fabian Herfort: Es gibt noch einen, einen letzten Themenkomplex, den ich ansprechen möchte. Aber ich glaube, wir haben zwischendurch noch ein paar zugesendete Fragen.
Stefan Wiegand: Ja, es gibt noch ein paar zugesandte Fragen, mit denen wir uns auseinandersetzen könnten. Aber ich habe auch noch eine Frage. Wir haben am Anfang so begonnen mit der Frage, also Traumkörper und so habt ihr eigentlich alle einen Traumkörper? Findet ihr das alles so nice, wie ihr euch durchs Leben bewegt, oder sagt ihr das ist es eigentlich nicht, oder was bedeutet das für euch? Also eine private Frage. Jetzt kann man ja auch öffentlich also.
Valentin Röhrig: Also ich denke in der Gesellschaft ist es ja meistens so irgendwie Der Mann muss einen schönen V-Oberkörper haben, übelsten Bizeps, krasse Brustmuskeln und so, aber das ist halt. Beim Läufer ist das gar nicht der Fall. Da bist du eher ein Strich in der Landschaft und ich fühle mich da aber tatsächlich persönlich auch wohl. Ich mag das nicht, irgendwie da rumzulaufen, als hätte ich zwei Kühlschränke unter den Armen oder so und ich finde diese Läuferläuferfigur, das hast du ja auch eingangs erwähnt, 20 athletische Körper und alle können den perfekten Körper darstellen. Und für mich ist es einfach dieser Läuferkörper, wo du jetzt klar mehr Muskelmasse haben könntest, aber einfach diese, diese Ästhetik. Wenn man sich jetzt mal die Kenianer anguckt, das sieht einfach für mich sehr, sehr, sehr schön aus, wie die da auch oberkörperfrei dastehen. Und dann denkt man sich Boah, krass, da kann man ja im Endeffekt jede Muskelfaser sehen, weil am Ende die Muskeln sind ja da, die sind halt einfach nicht so ausgeprägt, bzw. sind das dann eher langsamere Muskelfasern, die dann nicht so voluminös sind.
Stefan Wiegand: Dann ist noch eine Frage gekommen, Die finde ich auch ganz nice. Was empfindet man, wenn man an so einer Startlinie steht? Was geht einem da eigentlich so als Sportler durch den Kopf? Also im Wasser ist es ja ähnlich. Also sitzt man auch eine Weile und wartet, bis der Pfiff kommt, bis das Startsignal kommt. Was geht einem da so durch den Kopf? Was überlegt man sich und was könnte man sich da zurechtlegen?
Mathilda Wiegand: Ich glaube also natürlich, bevor man an die Startlinie geht, ist übelst viel Adrenalin einfach nur da. Man ist total aufgeregt. Einfach nur, fängt irgendwie auch manchmal ein bisschen an, sich seine Gegner*innen anzuschauen, sich vielleicht auch manchmal damit zu vergleichen mit diesen Menschen. Aber ich glaube wirklich, der wichtige Schritt ist davon abzusehen und immer noch bei sich selbst zu bleiben und da für sich selber an den Start zu gehen und das Beste aus sich selber rauszuholen. Und einfach vielleicht auch wenn das jetzt komisch klingt, sich selber treu zu bleiben mit dem, was man schon im Training geleistet hat und auch in anderen Wettkämpfen geleistet hat und spezifisch, wenn man an der Startlinie steht, dann hört man eigentlich gar nichts mehr. Also man blendet wirklich alles um sich herum aus. Man sieht keine Leute. Selbst wenn ich auf der Bahn laufe, nach dem Startschuss und mich Leute anfeuern. Man hört die einfach nicht mehr. Man ist komplett in seiner anderen Welt. Und das sagt man eigentlich auch so das Richtige, wenn man wirklich für sich selber läuft. Und das andere vergessen kann und auch gar nicht wirklich merkt, wie schnell die Zeit dann letztendlich vorbei ist.
Valentin Röhrig: Ja, also bei mir ist auch so ähnlich. Ich bin dann auch komplett im Tunnel. Bei mir ist es auch so, dass ich dann vorm Rennen noch mal so den Raceplan durchgehe. Also ich habe. Wir haben dann immer mit dem Trainer einen Plan gemacht. Okay, so und so schnell rennen wir jetzt die ersten 400 Meter und dann bleiben wir einfach auf dem Tempo drauf oder so, das gehe ich dann meistens noch mal durch und dann hat Mathilda schon, wie Mathilda schon gesagt hat, einfach dann Fokus und dann in dem Moment, wo der wo der Kampfrichter sagt auf die Plätze, da denkt man dann gar nichts mehr und dann ist es einfach nur noch jetzt Attacke und Feuer frei.
Stefan Wiegand: Philipp, kannst du dich noch erinnern, wie es war? Willst du dich nicht erinnern, oder. Ah, ich denke, du willst.
Philipp Flößel: Haben sie schon gut jetzt dargestellt.
Stefan Wiegand: Bei dir, wenn du an den Start gehst. So für dich, für dein, für dein Trainingsprogramm oder für deinen Alltagssport ist das auch so, dass du so ein Algorithmus im Kopf verfolgst?
Roman Rietzschel: Ja, natürlich. Also man tut sich dann mental schon irgendwie darauf vorbereiten und ich habe auch eher mehr Volksläufe gemacht oder so was. Aber ich hatte dann auch so für mich so im Kopf, so, so eine Zeit, das würdest du gerne machen. Und am Start ist es wirklich genauso. Da bist du richtig Geflechte einen richtigen Schub an Adrenalin und dann willst du einfach losrennen und dann ist es einfach, auch wenn du dann im Laufen bist, dann geht aus meiner Sicht der Adrenalinspiegel, dann etwas nach unten und dann kannst du dich auch fokussieren auf das also auf deine Pace oder auf den Pacemaker, wenn die da mit laufen oder sowas, dass du dann dran bleibst. So war es für mich auch. Vielleicht nicht so garantiert nicht so extrem wie bei euch.
Valentin Röhrig: Kommt auch stark auf die Disziplin drauf an, also bei 800 die 2 Runden, da denkst du gar nicht drüber nach, da rennst du einfach und machst voll Attacke und bei 5000 ist dann schon so okay. Jetzt war der erste Kilometer schon ganz schön schnell. Eigentlich war geplant ein bisschen langsamer und dann versucht man das Tempo zu finden. Aber bei 800 ist einfach nur…
Mathilda Wiegand: Bei 800 alles einfach nur rennen. Aber bei uns kommen ja dann auch noch die Hindernisse mit dazu und der Wassergraben. Und dann heißt es doch noch mal ein bisschen konzentrieren, damit man da nicht in den Wassergraben reinfällt. Ja.
Valentin Röhrig: Passiert aber auch.
Mathilda Wiegand: Passiert ist allen schon passiert ist allen schon passiert. Vor allen Dingen wenn die Kraft dann fehlt in der letzten Runde und man noch mal über das Ding muss, dann wird es besonders hart.
Valentin Röhrig: Ja.
Stefan Wiegand: Wir sind nicht ganz zufällig hier in dem Ruderverein anwesend, denn hier findet auch immer diese Veranstaltung Rudern gegen Krebs statt. Das ist so eine Möglichkeit, wie Sport und Gesellschaft aufeinandertreffen. Denkt ihr, dass diese gesellschaftliche Verknüpfung zwischen Sport und Menschen, dass die größer sein könnte, nicht nur beim Fußball so groß sein sollte, sondern auch für andere Sportarten, beim Rudern, beim Leichtathletik und so? Wie geht er damit um? Denkt ihr, mehr Gesellschaft Aufmerksamkeit wäre notwendig?
Valentin Röhrig: Also ich denke, jede Sportart wünscht sich irgendwie mehr Aufmerksamkeit. Der Fußball ist natürlich riesig, vor allem in Deutschland. Aber man sieht auch wie in Amerika zum Beispiel, da gibt es halt 4, 5, 6 Sportarten, die dort übelst abgefeiert werden. Das wünscht man sich in Deutschland schon, dass das nicht nur der Fußball ist und generell sowas wie zum Beispiel dieses Rudern gegen Krebs, glaube ich, heißt es wirklich überragend. Das finde ich richtig cool. Spendenläufe gibt es ja mittlerweile auch schon. Ich denke, sowas sollte auf jeden Fall häufiger gemacht werden und auch häufiger von den wirklich guten Athleten dann auch angenommen werden, weil ich meine, das ist dann einfach ein Gesicht mit, also dann kann man ja auch mit dem Gesicht werben und ich denke, das ist echt gut für den Sport generell.
Stefan Wiegand: Und dann gibt es eine Veranstaltung hier im Haus, wenn ich richtig informiert bin. Ruderer gegen Läufer. Also was es damit auf sich hat und ich glaube, das ist eine ganz heiße Veranstaltung, da werden wir wieder dabei sein, bekommen wir erklärt. Ihr Name ist.
Gunter: Also unter Sportlern bin ich der Gunter? Bin schon etwas länger hier im Ruderverein und etwas länger gibt es auch schon eine ganz interessante Veranstaltung, die ich ja mal aufgegriffen habe, weil ja auch ein bisschen so die die Überlegung oder die Begrenzung des Sportlichen in Richtung Spaß und es tut weh und also der Faktor, dass es noch Freude macht auch nicht immer in jeder Situation war. Wir haben aber hier eine Veranstaltung, die sehr viel Freude macht und dieses Jahr zum 23. Mal stattfand. Kennt ihr das? Ruderer gegen Läufer? Ihr Läufer.
Valentin Röhrig: Tatsächlich habe ich davon leider noch nichts gehört.
Mathilda Wiegand: Ne..
Valentin Röhrig: Aber es klingt sehr spannend.
Gunter: Sehr schön, dass wir hier mal Läufer haben, denen wir das mal mit auf den Weg geben können. Wir suchen Läufer, die schneller sind als ein Ruderboot.
Valentin Röhrig: Oh, das wird, glaube ich, nicht einfach.
Gunter: Ja, und zwar gibt es eine Veranstaltung. Im Mai ist das meistens einmal im Jahr und da wird vom blauen Wunder bis nach Cotta, das ist auch ein Ruder-Verein da unten…
Mathilda Wiegand: Ja, ja, da laufen wir bei unseren Dauerläufen…
Gunter: … ein Wettlauf gemacht. Da starten die Läufer auf dem Land den Elbweg abwärts bis Hafen und dann nach Cotta und auf der Elbe mehrere Ruderboote. Und in diesem Jahr hat wieder ein Ruderboot gewonnen. Das kommt also öfter vor. Das haben aber auch schon Läufer gewonnen.
Zuschauer: Na macht das mal anders herum.
Valentin Röhrig: Na, aber die Ruderer können echt gut laufen.
Gunter: Also nach mehreren Jahren hat auch dieses Jahr wieder ein Achter gewonnen, also überhaupt, dass ein Achter gefahren ist. Und die Zeiten waren dieses Jahr zur 23. Lauf Ruderregatta 35 Minuten hat der Achter gebracht, 35:13min und der erste Läufer 37:49min und der zweite Läufer gleich dahinter 37:55min. Und das Besondere ist, dass ich also das Ziel auf dem Bootsteg befindet. Also der schnellste Läufer muss dann auch auf den Bootsteg und sich dort sozusagen seine Zielzeit registrieren. Wir suchen auch wieder in diesem Jahr schnelle Läufer, die vielleicht die Ruderboote schlagen. Das kommt auch ein bisschen vom Wasserstand von Wind usw., aber das haben die Läufer auch, hängt das dann ab. Also insofern vielleicht Faktor Spaß beim Sport wäre vielleicht ja noch eine Nuance, die bisher nicht dabei war.
Valentin Röhrig: Das ist sehr cool. Auf jeden Fall.
Stefan Wiegand: Gunter, vielen Dank. (...) Emotionen beim Sport, das ist so der letzte Komplex. Also die Fragen, die ich immer stelle, das sind so Komplex-Fragen. Also da sind mehrere eingegangen und ich versuche, die immer so ein bisschen zusammenzuführen. Emotionen und Sport. Ah, wie wichtig ist euch der Verein? Wie wichtig ist die Motivation, so als Frage in die Runde und an die nicht aktiven Sportler jetzt die Frage: Wie oft seid ihr auch Selbstmotivatoren und könnt von dem Erfahrungsschatz profitieren, den ihr euch gesammelt habt im Laufe der letzten Jahre, um Menschen zu motivieren, doch wieder anzufangen, doch wieder vielleicht ein kleineres Brötchen zu backen und eine Freude daran zu haben. Also zwei Teile der Frage Motivation an die Sportler und dann wie Motivation geweckt werden kann von den Breitensportlern sag ich mal, also die sind nicht breiter als ich, aber trotzdem.
Mathilda Wiegand: Ich bin der Meinung, ich bin eher der Ansicht, dass ein guter Trainer, eine gute Trainerin und eine Community, in der man gerne aufgehoben ist, dass das natürlich das Ganze steigert also die Motivation auf jeden Fall, steigert aber so diese grundsätzliche Motivation, überhaupt zu laufen und überhaupt mit dem Sport anzufangen. Die muss natürlich von jedem selber kommen und da muss man dann mit seiner eigenen Überzeugung übereinstimmen.
Valentin Röhrig: Ja, aber genau. Also genau so ist es. Und im Team hat man auch trotzdem noch mal dieses Mehr an Motivation. Und wie ich vorhin auch schon meinte, wenn man halt einfach mal down ist und gar keinen Bock hat, dann geht man hin und man wird wieder motiviert und alle haben auch Bock, dann gemeinsam auch was abzureißen. Und man freut sich auch immer, wenn man andere Läufer auf dem Elberadweg trifft, grüßt man immer ganz lieb und dann freut man sich auch, wenn die zurück grüßen und dann ist man immer: Ach ja, toll, es gibt ja auch noch andere nette Menschen auf der Welt. Und ja.
Philipp Flößel: Also ich würde anfangen mit gesunden Menschen, auf jeden Fall. Krank lassen wir dir, die mit Defiziten. Was jetzt immer durchgeklungen ist, denke ich, ist auch die Community auf jeden Fall beim Sport. Das sollte heute auch hängen bleiben. So ist das ganz genau so, Leute motivieren quasi von der Couch aufzustehen. Immer in eine Gruppe integrieren, auf jeden Fall sagen Komm, komm mal mit zum Fußball, danach machen wir noch Sauna, alles gut oder trinken noch ein Bier, sitzen ein bisschen zusammen. Das zieht immer. Und ja, Ziele stecken, Challenges zum Beispiel sagen Komm, das ist auch cool, dass man jetzt zum Beispiel keinen Triathlon mehr alleine laufen muss zwingend, sondern da sagt okay, jeder macht eine Disziplin beispielsweise. Oder dieses Abwechseln. Es gibt so viele unterschiedliche Formate, die es jetzt schon gibt, auch in diesem Breitensportbereich, das ist viel geöffneter als noch vor 30 Jahren, sag ich mal irgendwie 1970 durften noch keine Frauen beim Marathon mitrennen und solche Geschichten. Also schon krass, was dort für ein Wandel ist. Und so kriegt man die Leute einfach gecatcht über die Community und gemeinsame Ziele stecken Rewe Team Challenge. Wer da alles mitläuft sei dahingestellt. Aber Fakt ist die Leute laufen.
Mathilda Wiegand: Und wer da alles gewinnt.
Roman Rietzschel: (...) Ja, im rehabilitativen Bereich würde ich sagen ich bin zu 50 % Psychologe und 50 % Therapeut. Also es ist genauso, wenn da irgendwo Ziele stehen und sagen Mensch, Frau Meier, das haben wir jetzt schon geschafft, jetzt kommt das nächste, Dann verkoppelt man das mit einer Emotion. Wir wissen ja, wir bewegen uns am meisten durch. Emotionen haben wir auch jetzt noch mal hier bekommen. Es macht Spaß, sich zu bewegen, wenn der Mensch sozusagen die Freude an Bewegung wieder erlangt. Es ist eigentlich etwas richtig Tolles und da freue ich mich auch unheimlich drüber. Eine große Sache, auch in der Therapie oder in der Rehabilitation ist natürlich, das Gehirn neu zu programmieren. Dass der Mensch sozusagen lernt, Bewegung wieder lernt und auch Spaß hat an der Bewegung und sozusagen den aus dieser Depression rauszuholen. Mir geht es schlecht. Jetzt habe ich noch die Diagnose gekriegt, das muss ich die Pharma nehmen, also die Tabletten nehmen. Jetzt habe ich schon eine Spritze gekriegt und um mich herum, denen geht es auch allen schlecht. Naja, was soll ich denn jetzt noch machen? Und du bist meine rettende Hand und ich mache jetzt passive Maßnahmen. So ist es nicht, sondern ich möchte die Ressourcen nutzen. Das Glas ist nicht halb leer, sondern halb voll. Und dann gucke ich, gucken wir zusammen, was möglich ist und dann tun wir gemeinsam. Und ich bringe den Menschen einfach nur dahin, das zu tun. Man muss also selber und das Herz und der Antrieb ist sozusagen bei Leistungssportlern noch mal ein anderer. Aber am Ende gleichen diejenigen sich nur. Das Level ist natürlich ein anderes.
Valentin Röhrig: Das ist echt krass. Also was du gerade gesagt hast mit diesem 50 % Psychologe, 50 % Therapeut, das kann ich tatsächlich von mir selber auch bestätigen. Manchmal gehe ich zur Physiotherapie, sage ich hier mir Tut. Irgendwie weiß ich nicht die linke Wade extrem weh. Der Physiotherapeut schaut sich ein bisschen an, sagt Nee, also ich spüre da eigentlich gar nichts. Nächsten Tag bin ich wieder auf der Bahn und denke Oh ja, das ist aber wirklich alles schön. Und manchmal ist es dann wirklich einfach so dieses Ich brauche jemanden, der mir sagt Nee, ist alles fein und du kannst machen.
Fabian Herfort: Kannst du mir den Physiotherapeuten mal weiterleiten?
Valentin Röhrig: Sehr gerne.
Roman Rietzschel: Ja, es ist vielleicht noch ein kurzes Wort dazu. Es ist halt auch so, wenn ich aus meiner aktiven Betreuungszeit erzählen kann. Ich habe halt manchmal auch bloß Desinfektionsspray drauf gesprüht. So, und dann war das schon alles viel, viel besser. Also bloß mal so zu dem zu dem Thema. Ja, also die Psyche ist unheimlich. Ja.
Fabian Herfort: Ich finde, was man auf jeden Fall in dieser Runde merkt, ist, dass ihr alle, die hier sitzt. Wir haben noch eine Frage. Haben wir eine Frage aus dem Publikum noch?
Zuschauerin: Die Frage ist eigentlich wie lange kann man noch Leistungssport im Alter machen? Also Wettkampfsport. Ich habe in der Jugend acht Jahre richtig Leistungssport gemacht, habe dann 27 Jahre nichts gemacht. Seit 30 Jahren bin ich wieder im Bootshaus, bin die älteste Wettkampfruderin Europas und will wissen: Wie lange kann ich das noch machen? So, wer gibt mir eine Antwort?
Stefan Wiegand: Kann man da sagen, wie alt sie tatsächlich sind? Also, Sie haben angefangen. Ich glaube, da waren Sie 15.
Zuschauerin: 15 ja.
Stefan Wiegand: Und bis 25 haben Sie richtig sich reingehangen.
Zuschauerin: Bis 23 und dann hatte ich bloß noch so ein bisschen was gemacht, weil ich zu klein war fürs Rudern bin ich ausgemustert oder so ausgemustert worden. Und ja.
Stefan Wiegand: Und heute sind Sie 48..
Zuschauerin: Genau…
Stefan Wiegand: Deshalb verstehen wir uns auch so gut. Das ist wirklich eine großartige Leistung. Wie lange kann man dann? (...) Gibt es da ein offenes Alter jenseits der 84, sich noch reinzuhängen? Also Sie wollen zumindest bis zum 85. – ich wiederhole das noch mal- Sie wollen zumindest bis zum 85. Geburtstag dabei sein. Ich muss Ihnen sagen selbst die Reise nach München und an die Wettkampforte sind nicht für alle 85-jährigen so leicht zu meistern und so leicht auf sich zu nehmen. Selbst das. Und wenn Sie dann dort noch anfangen, Sport zu treiben, ich glaube, da sind sie schon ziemlich auf der sicheren Seite. Das ist jetzt so mein Laienverständnis, aber es gibt so eine, so eine Obergrenze.
Philipp Flößel: Auf jeden Fall medizinisch durchchecken lassen.
Zuschauerin: Das habe ich noch nie gemacht.
Philipp Flößel: (...) Ja, also mit einem Pulsgurt braucht man jetzt auch nicht zwingend fahren, denke ich aber, also wenn Sie jetzt, wenn sie das bis jetzt nie gemacht haben, würde ich damit nicht anfangen.
Roman Rietzschel: (...) Also ich denke auch, also Herz Kreislauf System/ Herzleistung würde ich schon mal checken lassen. Belastungs-EKG wäre bestimmt mal interessant. Die Gelenke verraten dann schon einem persönlich wie es geht und ob es geht. Aber Herz würde ich auf jeden Fall checken lassen von Wettkämpfen oder sowas.
Valentin Röhrig: Wichtig ist aber der Spaß dabei.
Roman Rietzschel: Ja klar.
Valentin Röhrig: Solange man Spaß hat, denke ich, kann man es machen. Also das ist jetzt meine Laienmeinung.
Philipp Flößel: Und es kommt auch darauf an, der Körper sagt einem, dass ja selber. Und wenn sie jetzt schon so Sport erfahren sind, dann kann man das viel besser deuten als jemand, der jetzt erst mal einsteigt. Der weiß mit den Schmerzen manchmal gar nichts anzufangen. Und Sie belasten sich ja selber schon so, wie sie es wie es möglich ist. Ich hatte jetzt auch einen Läufer in der Sportmedizin. Der war über 60, war stand gut in den Socken und er meinte ‚Ja, in den ganzen Lehrbüchern, da wird immer geschrieben, wie lange man braucht, um sich auf einen Halbmarathon vorzubereiten.‘ Dann sage ich Mein Gott, ja, Sie werden ein bisschen länger brauchen, aber wenn es Ihnen gut tut, dann müssen Sie einfach laufen. Und Sie merken dann selber wenn das gut von der Hand geht, dann machen sie es einfach. Und wenn Sie merken Oh nee, ich fühle mich nicht gut, dann fahren Sie eben nicht hin. Fahren Sie das Jahr darauf hin. Ja. Man sagt ja auch nicht okay, mit 85 ist dann Schluss, Dann fahren sie halt. Und es gibt ja, es gibt ja schon Weltmeisterschaften für über 100-jährige, das gibt es ja auch. Und die eine Sache ist ja biologisches Alter und das andere ist kalendarisches Alter.
Fabian Herfort: Ich denke, wir haben alle ein sportliches Vorbild heute noch dazugewonnen. Also wer in dem Alter noch so ambitioniert und fit ist, da denke ich, können wir alle zu aufschauen. Vielen Dank für den Beitrag. (...) Ich habe jetzt auf jeden Fall richtig Lust bekommen, so wie es jetzt in der Runde schon angesprochen wurde zu rudern, zu laufen, was auch sonst noch alles zu machen, meinen Körper so richtig zu verwirren, damit er gar nicht mehr weiß, wo er als erstes Muskelkater kriegen soll. Wir haben aber noch einen letzten Themenkomplex. Wir haben jetzt schon die Bedeutung von Sport in der Gesellschaft angesprochen. Also nicht nur auf individueller Ebene, was es mir gibt, sondern auch quasi was Veranstaltungen wie diese hier. Darüber sich auszutauschen, vielleicht in seinem lokalen Sportverein oder in der Community, was das auch als Netzwerk an Menschen verbindet und für Austausch sorgt. Welche Rolle spielen denn in diesem Bezug die sozialen Medien heutzutage? Also erlebt ihr das in eurem Leistungssport als positive Wandlung? Seht ihr da auch gewisse negative Aspekte? Wie geht ihr in eurem Sport mit dem Thema soziale Medien um?
Valentin Röhrig: Das ist so ein zweischneidiges Blatt. Zum einen kann man sich darauf sehr gut vermarkten. Also viele Leistungssportler, viele, ja wirklich gute Sportler nutzen das, um dadurch Sponsoren zu gewinnen und auch zu zeigen, was sie im Training machen, um auch den Menschen einen Einblick dahinter zu geben. Okay, so und so sieht mein Training aus. Das und das ist mein Alltag. Ich denke auch, dass es für uns auch cool ist, einfach so ein bisschen mit anderen Läufern aus anderen Städten und anderen Sportlern aus anderen Städten connected zu bleiben. Und das ist echt cool an Social Media. Ich glaube, was aber eine Riesengefahr von Social Media ist, ist einfach dieses Ich stelle was da, was ich aber eigentlich gar nicht bin. Und ich zeige euch, dass ich ein Workout laufe, wo ich keine Ahnung 20 mal 1000 Meter laufe in drei Minuten. Und was ich ach für ein toller Held bin. Aber in Wirklichkeit bin ich vielleicht dreimal 1000 Meter in der Zeit gerannt und war danach komplett am Boden. Aber ich kann das ja posten, weil es soll ja erstmal jemand nachprüfen. Die Videos habe ich gemacht, wie ich da drei mal 1000 Meter gerannt bin und die anderen 17 mal, die stehen dann halt einfach nur in der Beschreibung drin. Also ich glaube, das ist eine Riesengefahr, weil viele Leute sich dann zumindest kann ich mir das vorstellen, sich dann auch vielleicht von solchen Instagramläufern inspirieren lassen und sagen Boah, wenn der 20 mal 1000 Meter schafft, dann kann ich das vielleicht auch. Und ich probiere es einfach mal und gehe raus auf den Platz und merke okay, irgendwie geht es einfach gar nicht. Und ich glaube, das ist eine Riesengefahr auch von diesem Social Media Ding, von diesen Instagramern, die dann vielleicht auch Tipps geben, wo man so sagt Boah, weiß ich nicht. Also mit dem Tipp kann ich jetzt eigentlich gar nichts anfangen. Beziehungsweise der macht mich vielleicht in dem Fall auch einfach nur schlechter, weil der kann das natürlich promoten und sagt ich bin 20 mal 1000 Meter gelaufen, macht dadurch eine größere Reichweite und kann dadurch ja auch Sponsoren gewinnen. Aber demjenigen, der das dann konsumiert und das dann versuchen möchte, dem bringt es dann halt gar nichts an der Stelle.
Fabian Herfort: Mathilda, wie ist bei dir?
Mathilda Wiegand: Ich kann auf jeden Fall zustimmen. Also es ist genauso wie was man sonst immer in Social Media eben so oft kritisiert, dass man anfängt sich zu vergleichen. Und genauso ist es ja auch im Thema Sport, dass es Sportler*innen gibt, die sich eben präsentieren und man als aufstrebender Sportler oder auch allgemein, wenn man gerade Sport betreibt, fängt man natürlich an, sich sowas anzuschauen, um zu gucken, was man verbessern kann. Und dann ist natürlich diese Gefahr, dass das alles nicht der Realität entspricht.
Fabian Herfort: Das heißt, wir haben gewisse Risiken oder Gefahren, die ihr genannt habt, aber haben natürlich trotzdem die Möglichkeit, auch durch die sozialen Netzwerke auch Veranstaltungen wie diese hier oder auch Podcasts oder andere Themen damit auch zu beleuchten. Also das ist vielleicht auch ein Vorteil, dass man eben Aufmerksamkeiten dann zu solchen Dingen Communityaspekten hin legen kann, Aufklärungsarbeit betreiben kann. Gehe ich auf jeden Fall auch mit in meiner Wahrnehmung, dass es Pro und Contra quasi für dieses Thema gibt. Gibt es noch irgendwas, was euch jetzt noch fehlt in der Diskussion, was ihr jetzt noch Jemandem mitgeben wollt mit dem Wiedereinsteiger oder Einsteigen in den Sport? Wir hatten ja viele Aspekte jetzt schon thematisiert von der Diagnostik, professionellen Beratung Community wurde genannt. Ist das für euch so jetzt ein komplettes Bild oder gibt es noch etwas, was ihr noch gerne ergänzen wollt?
Valentin Röhrig: Ich denke einfach, dass es super wichtig ist, Spaß zu haben und sich aber auch bewusst zu sein. Okay, es ist ein Prozess. Ich kann nicht innerhalb von einem Jahr, weiß ich nicht, Usain Bolt werden oder Mo Farah, das geht halt einfach nicht. Dafür muss ich halt jahrelang hart arbeiten. Ich denke, das ist super wichtig. Aber was ich halt cool finde, ist einfach, dass sich eine Community zu suchen gibt es auch jetzt im Laufen gibt es auch viele in Dresden, auch wo man sich anschließen kann und sagen kann okay, cool, da habe ich Leute, die haben vielleicht die gleiche Voraussetzung wie ich, die wollen auch jetzt neu anfangen mit Laufen. Beziehungsweise habe ich dann auch da Leute, die wirklich schon sehr lange laufen und ich denke, das will ich einfach den Leuten mit auf den Weg geben. Spaß zu haben ist ganz super wichtig und einfach machen. Ich glaube, es ist immer besser als auf der Couch rumzuliegen und irgendwie in den Fernseher zu glotzen. Ich glaube, da ist man immer besser dabei. Dann noch mal und wenn es zwei Kilometer sind, ist es ja besser als auf der Couch zu liegen. Wenn es zehn Minuten sind, ist super perfekt.
Philipp Flößel: Ruhig anfangen. Auf jeden Fall die Ziele erstmal niedrig stecken, erstmal mit Walken anfangen, spazieren anstatt mit Rennen, weil dann kommt natürlich schnell auch Frust rein, wenn man eben nach zwei Minuten, fünf Minuten eben nicht mehr kann. Leute mitnehmen, die am gleichen Punkt stehen. Das ist eine Einstiegshürde, die es verringert, weil das ist gut und schön mit den Communities, klar. Aber es gibt sicher viele Hemmungen, wo man sagt okay, ich blamiere mich dort oder wieder Selbstbewusstsein und dann lachen die über mich. Einfach jemand mitnehmen aus dem Freundes-, Familienkreis, Arbeitskreis und sagen Hey, komm, lass uns das jetzt angehen und vielleicht dann trotzdem eine Vertrauensperson mitnehmen, die schon Plan hat, so ein Stück weit der man aber wo man sagt okay, der bin ich offen gegenüber. Dass man so ein Stück weit strukturiert herangeführt wird, also jemand mitnimmt, der das gleiche Problem hat und jemanden so ein bisschen anvertrauen und so ein bisschen sagen Hier kannst du mich ein bisschen coachen, wie machst du es und wie gehen wir es an und so? Weil so ganz das ist, denke ich, auch eine große Hemmung. Wie gehen wir es denn überhaupt an? Was muss ich denn überhaupt machen? Solche Sachen. Und dann catcht man die beiden und dann auf jeden Fall immer die Kinder mitnehmen als Erwachsener, weil einfach das brutal ist, was ich denke, dass in der was auf uns zurollt wird Krass. Deswegen also die Kids musst du unbedingt mitnehmen, weil auch die die Struktur, die man den Kindern mitgibt, es ist schon heftig, wenn man das so hört, wenn man selber Kinder hat. Und unsere Nachbarn, die haben auch Kinder, haben nie Sport gemacht, die kriegen es einfach nicht hin, Die kriegen es nicht hin, eine Konstante reinzukriegen in den Sport, nä, die ist angemeldet überall die Nachbarin. Die müsste sich nur mit meiner Frau zusammen ins Auto reinsetzen und dann einmal in der Woche zum Sport fahren, funktioniert nicht. Die Struktur den Kindern mitzugeben. Sport gehört zum Alltag. Das ist einfach so, das wird bei euch immer. Ihr werdet immer Sport machen. Sie haben Sport gemacht in der Jugend, das kommt immer wieder. Wir machen Sport die ganze Zeit. Für uns ist es selbstverständlich, mal mehr, mal weniger. Aber selbst wenn man dann wieder anfängt, dann ist es. Weiß ich nicht. Ich habe drei Kinder und mache aber jeden Tag Sport, fahre mit dem Rad oder so was. Und deswegen ist es ganz wichtig, dass ihr jetzt, wenn ihr jetzt sagt, okay, ich stehe jetzt auf, ich fange jetzt an mit Sport und ich kann es auch einfach die Kids mitnehmen, man macht noch was mit der Familie. Und wenn man doch irgendwelche Kinder heranführt an strukturierten Sport, das ist schon eine Leistung. Und davon wie gesagt, zehren die dann.
Fabian Herfort: Super. Also vielen Dank für den Appell. Noch Ergänzungen aus der Runde.
Roman Rietzschel: Ich schließe mich da auch an. Ja.
Mathilda Wiegand: Auf jeden Fall auch die Freude daran finden, seine eigenen Grenzen auszuprobieren und auch keine Angst davor zu haben, mal an sein Limit zu kommen.
Philipp Flößel: Ja, und dann? Dann wird man einfach auch viel stabiler in der eigenen Persönlichkeit. Und das ist also für jede Altersklasse 100 Pro.
Fabian Herfort: Was ich auch noch vielleicht aus meiner eigenen Jugend-Vergangenheit so ergänzen kann die Bedeutsamkeit auch von den lokalen Sportvereinen noch mal herauszustellen. Also wer die Möglichkeiten dazu hat, in seiner Freizeit sich vielleicht ehrenamtlich auch in Sportvereinen zu engagieren, der sollte da wirklich drüber nachdenken, das zu machen, weil da eben, wie wir heute auch wieder gemerkt haben, viele, viele gesellschaftliche, individuelle, gesundheitliche Benefits daraus entstehen. Also wer da vielleicht schon immer mal drüber nachgedacht hat, in was für einen Sportverein auch immer lokal in der Nähe bei sich einzutreten. Dann ist es vielleicht auch das neue Jahr noch mal ein guter, guter Ansatz dafür. Und vielleicht noch eine letzte Studie, an die ich mich aus dem Studium noch erinnere. Oder ein Zitat von einem Professor, der gesagt hat „Klar, je früher man mit sportlicher Aktivität beginnt, desto besser ist es aus gesundheitlicher Perspektive. Aber es ist nie zu spät. Also wenn man auch mit 70 erst anfängt, körperlich aktiv zu werden, dann hat man trotzdem messbare gesundheitliche Vorteile und Auswirkungen. Und wenn man erst mit 75 anfängt. Wie auch immer. Also es ist nie zu spät anzufangen.“ Und ja, das denke ich, haben wir auch in der heutigen Runde noch mal so rausgearbeitet. Von daher bedanke ich mich jetzt ganz herzlich an der Stelle für die anwesenden Gäste, bedanke mich auch noch mal bei der musikalischen Unterstützung und wünsche allen noch einen schönen angenehmen Abend und auf ein hoffentlich sportliches, gesundes Jahr 2024. Vielen Dank!
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Here are a few impressions of our first event.
Organisator Stephan Wiegand © André Wirsig
Moderator Fabian Herfort © André Wirsig
Moderator Fabian Herfort © André Wirsig
Referent Philipp Flößel © André Wirsig
Referenten Philipp Flößel (links) und Valentin Röhrig (rechts) © André Wirsig
Referent Roman Rietzschel © André Wirsig
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Musikalische Unterstützung durch Jo Aldinger (rechts) und Patrick Neumann (links) © André Wirsig
© André Wirsig
Referenten Philipp Flößel (links) und Valentin Röhrig (rechts) © André Wirsig
Referentin Mathilda Wiegand © André Wirsig
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Organisator Stephan Wiegand © André Wirsig
Musikalische Unterstützung durch Patrick Neumann © André Wirsig
Referentin Mathilda Wiegand © André Wirsig
Referent Valentin Röhrig © André Wirsig
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Referentin Mathilda Wiegand © André Wirsig
Musikalische Unterstützung durch Jo Aldinger (rechts) und Patrick Neumann (links) © André Wirsig
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Referentin Mathilda Wiegand und Moderator Fabian Herfort © André Wirsig
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Organisator Stephan Wiegand im Gespräch mit Gunter Blasberg © André Wirsig
Zuhörerin Veronika Zimmert © André Wirsig
Organisator Stephan Wiegand im Gespräch mit Veronika Zimmert © André Wirsig
Our Advisors:
- Roman Rietzschel - Head of Therapy Rehabilitation Center Dresden- Strehlen
-
Ma. Sc. Philipp Flößel -
Research Associate at Dresden Sports Medicine at the University Hospital Carl Gustav Carus in the areas of research and training science
- Valentin Röhrig and Mathilda Wiegand - young athletes from Dresdner SC 1898
Moderation: Fabian Herfort - medical graduate
Musical accompaniment:
- Jo Aldinger jochenaldinger.de
- and Patrick Neumann www.patrickneumann.net
This project is funded by the Federal Ministry of Education
and Research (BMBF) and the Free State of Saxony as part of the Excellence Strategy of the
Federal and State governments.