25.06.2026
EyeMatics-Konsortialtreffen in Münster
Am 11. und 12. Juni 2026 fand das 2. Konsortialtreffen des Forschungsverbundes EyeMatics in Münster statt. Ziel des Projekts ist es, durch interoperable medizinische Informatik die Forschung und Versorgung in der Augenheilkunde nachhaltig zu verbessern und eine standortübergreifende, datengestützte Forschungsinfrastruktur aufzubauen.
Im Mittelpunkt des Treffens standen der Austausch zu den aktuellen Projektständen sowie die Präsentation erster Ergebnisse aus den beteiligten Standorten Münster, Aachen, Tübingen, Greifswald, Leipzig, Chemnitz, Mainz und Dresden. Vorgestellt wurden unter anderem ein projektspezifisches Datenaustauschformat als Grundlage für einen zukünftigen nationalen Standard im Rahmen der Medizininformatik-Initiative sowie die prototypische Entwicklung einer Forschungsdateninfrastruktur mit bereits erfolgten Pilotdatenaustauschen zwischen Standorten. Weitere Fortschritte betrafen z. B. die Entwicklung und den ersten Einsatz von Patient Reported Outcome Measures (PROMs) sowie erste Ergebnisse der Datenharmonisierung und initiale Analysen.
Das Universitätsklinikum Dresden bringt insbesondere Expertise in die Entwicklung interoperabler Datenstandards für die Augenheilkunde ein und trägt damit zur Grundlage des standortübergreifenden Datenaustauschs bei.
Neben den erreichten Fortschritten wurden zentrale Herausforderungen diskutiert, insbesondere im intersektoralen Datenaustausch, bei der strukturierten Datenerfassung und -harmonisierung sowie organisatorische und regulatorische Anforderungen.
Im Rahmen des Treffens ergab sich zudem ein Austausch mit der Patientenvertretung PRO RETINA Deutschland e. V.. Diese machte erneut deutlich, dass alle technischen und strukturellen Entwicklungen letztlich darauf ausgerichtet sind, die Versorgung von Patientinnen und Patienten nachhaltig zu verbessern. Die Einbindung der Betroffenen ist dabei ein zentraler Bestandteil des Projekts.
Das Treffen machte deutlich, wie eng die Partner im Verbund zusammenarbeiten, um eine gemeinsame Forschungsdatenbasis für die Augenheilkunde weiterzuentwickeln.