20.07.2026
Kickoff-Treffen des MutRad-Projekts in Essen
Ein Planungs- und Abstimmungsmeeting mit den Projektpartnern
Das Kickoff-Meeting für das MutRad-Projekt fand am 24. Juni 2026 unter der Leitung von Dr. Aashish Soni vom Institut für Medizinische Strahlenbiologie der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen statt. Das MutRad-Projekt zielt darauf ab, die durch verschiedene Arten und Intensitäten von Strahlung verursachten DNA-Schäden zu quantifizieren und die durch DNA-Reparaturmechanismen hervorgerufenen Veränderungen zu charakterisieren.
Im Mittelpunkt dieser Auftaktveranstaltung stand die Vorstellung der bisherigen Arbeiten sowie der individuellen Kompetenzen und Fachkenntnisse gegenüber den Projektpartnern, um Möglichkeiten für eine bessere Abstimmung untereinander zu finden. Das Treffen begann mit einer freundlichen Begrüßung durch Dr. Aashish Soni, einen der Organisatoren und Gastgeber der Konferenz, gefolgt von einer Einführung in die Arbeitsstandards und -vorschriften des Projekts durch Dr. Friederike Manig von dem PTKA in Karlsruhe.
Im Anschluss an die Einführungen hielten die am MutRad-Projekt beteiligten Partner Vorträge und führten Diskussionen auf der Grundlage ihrer bisherigen Arbeiten.
- Prof. Dr. Markus Löbrich von der Abteilung für Strahlenbiologie an der TU Darmstadt hielt einen Vortrag über durch nicht-homologe Endverknüpfung (NHEJ) induzierte Mutationen und stellte die Arbeiten seiner Gruppe zur Rolle der NHEJ-Signalwege bei der Entstehung von Mutationen während der DNA-Reparatur vor.
- Eine Diskussion über die Zukunft der molekularen Zytogenetik mit Next-Generation-Sequencing wurde von Dr. Aashish Soni von der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen moderiert, basierend auf den Erfahrungen seiner Gruppe bei der Ermittlung der kostengünstigsten und effizientesten Methoden und Anbieter für die Sequenzierung Anforderungen des Projekts.
- Dr. Katja Kratz und Laureen Madre vom GSI Darmstadt stellten ihren Arbeitsplan und vorläufige Ergebnisse zu durch hohe LET-Strahlung induzierten Mutations-Signaturen vor und erläuterten, inwiefern sich diese von den durch Röntgenstrahlung verursachten unterscheiden, wobei sie ihre experimentelle Strategie detailliert darlegten.
Die Beiträge des ZMI und der TU Dresden zum Projekt werden sich auf die bioinformatische Analyse und das Datenmanagement im Rahmen von MutRad konzentrieren. Die Leitung übernimmt Dr.-Ing. Markus Wolfien, der die für das Projekt vorgesehene Datenmanagement-Strategie erläuterte und dabei auch auf einige laufende und abgeschlossene Projekte des ZMI wie FAIRDOMHub und MIIHub einging, die für den Datenmanagement-Lebenszyklus dieses Projekts relevant sind. Anschließend folgte ein Vortrag von Syed Alisamar Husain über das Projekt „Omics Integration for Mutation Prioritization“ als Teil des Arbeitspakets zur bioinformatischen Analyse. Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung eines Algorithmus auf Basis des maschinellen Lernens, der Mutationen nach ihrer Schädlichkeit einstuft und Anwendungen in der Präzisionsonkologie sowie im Strahlenschutz findet.