Grundlagenforschung zur geschlechtersensiblen personalisierten Medizin
Bereits vor einigen Jahren konnten wir ein optisch-spektroskopisches Verfahren zur frühen Erkennung des Geschlechts von Hühnerembryonen entwickeln. Das Geschlecht wird am Bruttag 4 automatisiert und mit hoher Genauigkeit von ca. 95% in ovo bestimmt. Grundlage dafür bilden molekulare Marker in den embryonalen Blutgefäßen. Der kontaktlose optische Zugang zu den Gefäßen erfolgt über eine Öffnung der Eischale von wenigen Millimetern innerhalb der Luftblase, sodass der Embryo durch die innere Schalenmembran geschützt bleibt. Die biochemische Grundlage der Geschlechtsbestimmung ist das embryonale Hämoglobin und geschlechtsabhängige, assoziierte Prozesse.
Für die Aufklärung geschlechtsspezifischer metabolischer Prozesse und Zustände im embryonalen Blut werden u.a. molekulare Oxygenierungsmechanismen im frühzeitigen Hühnerembryo und deren Geschlechtsspezifik untersucht. Der Oxygenierungsgrad und die Sauerstoffaffinität des embryonalen Blutes prägen die embryonale Mikroumgebung stark und beeinflussen somit beispielsweise Wachstum und Migration humaner, in den Embryo applizierter Tumorzellen.
Forschungsperspektive
OCT-Bild eines 3,8 Tage alten Hühnerembryos
Mithilfe der Fluoreszenzspektroskopie und der optischen Kohärenztomographie (OCT) werden in unserer Arbeitsgruppe anatomische Strukturen des Hühnerembryos in ovo hochaufgelöst und dreidimensional dargestellt. Darüber hinaus lässt sich die Proliferation und Verbreitung von Tumorzellen erfassen und aus den Ergebnissen geschlechtssensitive Informationen zur Embryo-, Angio- und Onkogenese abgeleitet.
Kontakt
© Ortrud Uckermann
Frau Dr. rer. nat. Grit Preuße
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Klinisches Sensoring und Monitoring
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Besuchsadresse:
Medizinisch-Theoretisches Zentrum (MTZ - Haus 91) Fiedlerstraße 42
01307 Dresden