Orthopädisch-unfallchirurgische Forschung

Schwerpunkt der orthopädisch-unfallchirurgischen Forschung am Translationszentrum ist die Entwicklung neuer Therapieoptionen für Knochendefekte und Frakturen, die mit konventionellen Methoden nicht zur Ausheilung zu bringen sind. Hierbei werden vor allem die Mechanismen der Knochenheilung im Detail in vivo untersucht, wofür mehrere Modelle für Frakturdefekte kritischer Größe in unterschiedlichen Spezies zur Verfügung stehen. Neben der ganzen Breite bildgebender und histologischer sowie immunhistologischer Methoden kommt hierbei auch das Verfahren der Mikrodialyse an Knochen und Weichgewebe zum Einsatz. Es wird versucht, durch Kombination von Wirkstoffen und Wachstumsfaktoren geeignete Strategien zu entwickeln, die sich später auch in die klinische Anwendung übertragen lassen. Eine Zielstellung ist zum Beispiel, den etablierten und klinisch zugelassenen knochenmorphogenetischen Wachstumsfaktor BMP-2 mit anderen Substanzen kombiniert zu implantieren, um damit die benötigte Menge an BMP-2 deutlich reduzieren zu können. Auch am Translationszentrum entwickelte Trägermaterialien sowie Tissue Engineering-Ansätze kommen in diesen Studien zum Einsatz. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung und gezielten Modifikation neuer Biomaterialien auf der Basis der organischen Extrazellularmatrix des Knochens, welche köpereigene Botenstoffe zur Regeneration von Defekten anregen sollen.

Die orthopädisch-unfallchirurgische Forschung findet in enger Zusammenarbeit mit dem Orthopädisch-Unfallchirurgischen Centrum (OUC) des Universitätsklinikums Dresden statt. Mehrere aktuell bearbeitete Forschungsprojekte werden von Ärzten dieses klinischen Zentrums geleitet. Auch kommen immer wieder junge Assistenzärztinnen und -ärzte des OUC zur Durchführung eigener experimenteller Forschungsvorhaben ins Translationszentrum, finanziert z. B. durch Gerok-Stellen der DFG.

Zu dieser Seite

Ulrike Weißflog
Letzte Änderung: 20.02.2018