Lehre im Lehr-Schulgarten
Studierende der Fächer Biologie, Ernährung und Haushaltswissenschaft sowie Geographie und weitere Fächer lernen an diesem dauerhaft eingerichteten Lernort nicht nur eine Vielzahl von Lernanlässen kennen, sondern nutzen die Freiflächen auch um eigene unterrichtsbezogene Projektideen umzusetzen. Die gemeinschaftliche Nutzung des Lernortes und die Übernahme von Verantwortung für den Anbau fördern maßgeblich die Wertschätzung von Nutzpflanzen. Zudem werden ökologische Zusammenhänge greifbar und erklärbar, wobei der angestrebte Transfer in die Schule als "grünes Klassenzimmer" den nötigen Raum eröffnet, um einen nachhaltigen Umgang mit der Natur aufzuzeigen und Konzepte zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu erproben.
In den Modulen des Studiengangs Lehramt Biologie wie der Fachdidaktik (MD1), Evolution und Vielfalt (M9), Experimentelle Ökologie und Nachhaltigkeit (M10) sowie Biogeographie (M11) und Nutzpflanzen, Blüten- und Fruchtökologie im Kontext Schulgarten (WM1) werden vielfältige Anknüpfungspunkte zu einer ganzheitlichen Betrachtung komplexer umwelt-/biologischer Themen auch unter Einbindung des Lehr-Schulgartens gelehrt.
Einblicke in die Lehre im Lehr-Schulgarten
Eingebunden in das erste Fachdidaktik-Modul (MD1) war es Mitte Juni im Sommersemetser 2025 so weit: Die Kartoffelpflanzen standen im Mittelpunkt einer Unterrichtseinheit, die von Lehramtsstudierenden des 2. Fachsemesters im Rahmen der Veranstaltungen "Kompetenzorientiert, fachpraktisch Lehren" selbst konzipiert und mit ihren Kommilitonen im Lehr-Schulgarten durchgeführt wurde. An vier Stationen drehte sich alles um die Knolle – vom Aufbau der Pflanze über ihre Standortansprüche bis hin zu ernährungsphysiologischen Aspekten und den unterschiedlichen Kocheigenschaften, die je nach Sorte über die Verwendung in der Küche entscheiden. Die Vielfalt der Kartoffel wurde dabei aus unterschiedlichen Perspektiven greifbar – mitten im Grünen, mit direktem Bezug zu den lebenden Pflanzen.