04.02.2016

JSPS Award für Prof. Dr. Stefan Kaskel

Der Chemiker Professor Stefan Kaskel von der Technischen Universität Dresden (TUD) erhält für seine wissenschaftlichen Arbeiten an neuen Energiespeicher-Materialien einen Preis der „Japan Society for the Promotion of Science” (JSPS). Die Auszeichnung ist mit einer vierwöchigen Forschungsreise nach Osaka in Japan dotiert. Stefan Kaskel wird diese Reise im Frühjahr 2016 antreten. Am „National Institute of Advanced Industrial Science and Technology” (AIST) in Osaka will er dabei den Experten Prof. Qiang Xu treffen. Er freue sich bereits darauf, sich mit Prof. Qiang Xu über neue Forschungsergebnisse in der chemischen Materialforschung auszutauschen, um Kooperationen mit Japan in der Batterieforschung zu intensivieren, sagte der Dresdner Wissenschaftler.

Professor Stefan Kaskel ist auf die Forschung an neuen Batterien und Erdgasspeichern spezialisiert. Seine Forschungsschwerpunkte dabei sind spezielle Kohlenstoff-Materialien. Diese porösen Materialien bekommen durch eine besondere Nanostrukturierung eine sehr große Oberfläche. Dadurch könnten sie in Zukunft eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung von Lithium-Schwefel-Batterien und anderen neuartigen Energiespeichern spielen.

Während die Elektroden in heutigen Lithium-Ionen-Batterien oft nur eine spezifische Oberfläche von etwa 1500 Quadratmetern pro Gramm Material erreichen, wären mit den neuen Kohlenstoff-Materialien über 3000 Quadratmeter reaktionsfähige Oberfläche je Gramm möglich, schätzt Professor Stefan Kaskel. Damit könnte sich auch die Energiedichte künftiger Batteriesysteme verdoppeln. Und diese Energiedichte entscheidet wesentlich mit, auf welche Reichweite zum Beispiel ein Elektroauto kommt oder wie gut sich Batterien als Energie-Zwischenspeicher für Windkraft- und Solaranlagen verwenden lassen.

Stefan Kaskel ist 46 Jahre alt. Er hat die „Professur für Anorganische Chemie I“ an der Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften der TUD inne. Außerdem ist er am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) Dresden tätig. Die JSPS, von der er nun ausgezeichnet wurde, ist eine renommierte Gesellschaft für internationalen Wissenschaftsaustausch in Japan. Sie ist etwa mit der Alexander von Humboldt-Stiftung in Deutschland vergleichbar.

Pressemitteilung im Dresdner Universitätsjour­nal 02/2016
Presseinformation (Nr. I) - Fraunhofer IWS / 2.2.2016

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Letzte Änderung: 10.02.2017