19.03.2026
Die Deutsche Gesellschaft für Photographie zu Gast in den Sammlungen des Instituts für Angewandte Physik der TU Dresden
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des DGPh-Besuchstags "Fotostadt Dresden" am 16. Januar 2026 vor dem Hermann-Krone-Bau der TU Dresden
Ein wichtiger Knotenpunkt der deutschen Fotografiewelt ist die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh). Als zentrales Netzwerk setzt sie sich für die Fotografie und verwandte Bildmedien in den verschiedensten Kontexten ein, von Kunst und Publizistik über Wissenschaft und Bildung bis hin zu Wirtschaft und Politik. Auch fotografische Sammlungen und Archive sind innerhalb der DGPh mit eigenen Vertretungen und Aktivitäten präsent. Die beiden fotohistorischen Sammlungen des Instituts für Angewandte Physik der TU Dresden, die Hermann-Krone-Sammlung (KAD) und die Wissenschaftlich-Photographische Sammlung (WPS), sind auf den Plattformen der DGPh vertreten und intensivieren aktuell ihre Zusammenarbeit mit dieser wichtigen Institution.
Am 16. Januar 2026 begrüßte die Sammlungsleiterin Else Schlegel etwa 10 Mitglieder der DGPh-Sektion „Archive und Geschichte“ aus ganz Deutschland im Hermann-Krone-Bau, seit 2017 Heimat des Instituts für Angewandte Physik und seiner Sammlungen. Der Besuch war eingebunden in den Besuchstag „Fotostadt Dresden“, auf dessen Programm neben der TU Dresden auch so wichtige fotografische Institutionen wie die Deutsche Fotothek sowie die Fotosammlungen der Hochschule für Bildende Künste Dresden und des Kupferstich-Kabinetts der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden standen.
In anderthalb Stunden präsentierte Else Schlegel die Bestände der KAD und der WPS, stellte laufende Projekte vor und gab den Kolleginnen und Kollegen Einblick in die Arbeit mit universitären fotografischen Sammlungen. Höhepunkte des Besuchs waren neben Hermann Krones berühmtem „Historischen Lehrmuseum für Photographie“ auch selten öffentlich gezeigte Unikate wie das Gipsmodell einer Ehrenmedaille für Hermann Krone, geprägt 1907, und ein Petzval-Objektiv aus der Zeit um 1850.
Der angeregte kollegiale Austausch ergab wichtige neue Erkenntnisse zu den Objekten aus KAD und WPS und beleuchtete Querverbindungen und Vernetzungen der Bestände innerhalb Dresden. Mit der Einbindung in den Besuchstag erreichten die beiden Sammlung eine neue Ebene der Sichtbarkeit in wichtige Fachkreise zum Thema historische Fotografie. Die vielen neuen Ideen, die sich aus dem angenehmen kollegialen Kontakt ergaben, öffnen zudem spannende Perspektiven auf zukünftige Kooperationsprojekte, etwa im Rahmen des 200jährigen Geburtstags von Hermann Krone 2027.