Angebote für Abschlussarbeiten
An der Professur für die Psychologie des Lehrens und Lernens werden in verschiedenen Projekten Fragestellungen zur kompetenzförderlichen Gestaltung von Lehr-Lernsituationen bearbeitet. Im Rahmen der verschiedenen Projekte gibt es die Möglichkeit, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Staatsexamensarbeiten oder auch Forschungspraktika durchzuführen. Neben den Vorschlägen, die im Folgenden aufgelistet sind, können auch gemeinsam mit den MitarbeiterInnen der Professur eigene Themen entwickelt werden.
Konkrete Themenangebote
Beginn: ab sofort möglich
Beschreibung: In diesem Projekt wird untersucht, wie die Qualität von lernergenerierten Aufgaben verlässlich bewertet werden kann. Ausgangspunkt ist ein Projekt, in dem die Kategorisierung durch Fachpersonen und KI-Systeme nicht übereinstimmte. In einer ersten Arbeit soll daher kritisch untersuchen, wie zuverlässig und trennscharf das bestehende Kategorienschema zur Bewertung von lernergenerierten Aufgaben tatsächlich ist: Wie konsistent sind Einschätzungen von Fachpersonen? Wo zeigen sich Interpretationsspielräume oder Unstimmigkeiten im Kategoriensystem? Aufbauend auf diesen Erkenntnissen soll das Kategoriensystem optimiert werden. In einer zweiten Abschlussarbeit soll erforscht werden, inwieweit eine KI-gestützte Kategorisierung vergleichbare Ergebnisse liefern kann. Ziel ist es, Methoden zu entwickeln, die sowohl die menschliche als auch die algorithmische Bewertung von Aufgabenqualität verbessern und transparenter machen können. Die Arbeiten kombinieren qualitative Analyseansätze mit quantitativen Vergleichsmethoden und zeigen damit Wege auf, wie (KI-gestützte) qualitative Kategorisierungen verbessert werden können, um Aufgabenqualität im Bildungsbereich zuverlässig zu beurteilen.
In Kooperation mit Aline Mangold (Prof. Technisches Design, )
Betreuung: Dr. Antje Proske (antje.proske@tu-dresden.de)
Studiengang: MA HPSTS
Beginn: ab sofort möglich
Beschreibung: In dieser experimentellen Abschlussarbeit wird untersucht, wie Lernende KI-generiertes Feedback im Vergleich zu Peer-Feedback wahrnehmen und nutzen. Besonderes Augenmerk liegt darauf, ob es einen Unterschied macht, wenn das KI-Feedback als solches gekennzeichnet ist oder so gestaltet wird, dass es wie Peer-Feedback wirkt. Ziel ist es herauszufinden, wie konstruktiv Lernende mit den unterschiedlichen Feedbackarten arbeiten können und welche Form von Feedback sie als besonders unterstützend empfinden. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, das Potenzial von KI-Feedback für den Lernprozess besser zu verstehen und Empfehlungen für dessen Gestaltung abzuleiten.
Betreuung: Dr. Antje Proske (antje.proske@tu-dresden.de)
Studiengang: MA HPSTS
Beginn: ab sofort möglich
Beschreibung: In dieser experimentellen Abschlussarbeit wird untersucht, warum das Generieren eigener Aufgaben im Vergleich zum Beantworten vorgegebener Aufgaben nicht zu einer höheren Lernleistung führt, obwohl dies theoretisch zu erwarten wäre. Im Fokus steht dabei die Rolle der Tutorperspektive und die Granularität der Aufgabeninhalte: Es wird geprüft, ob die Einnahme einer Tutorperspektive und die Nutzung von Aufgaben, die von Lernenden selbst erstellt wurden, einen Unterschied im Wissenstransfer bewirken. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, Bedingungen zu identifizieren, unter denen das Generieren von Aufgaben eine besonders effektive Lernstrategie darstellt.
Betreuung: Dr. Antje Proske (antje.proske@tu-dresden.de)
Studiengang: BA Psychologie
(EN) The effect of perceived competence and other trait variables on learners‘ reactions to failure feedback
(DE) Der Einfluss subjektiv wahrgenommener Kompetenz und anderer Merkmale auf die Reaktionen Lernender nach Misserfolgsfeedback
Beschreibung: Aufbauend auf mehreren Vorarbeiten an der Professur untersuchen wir die Reaktionen Lernender auf Misserfolgsfeedback. Der Einfluss verschiedener Moderatorvariablen wird dabei experimentell untersucht, wie etwa subjektiv wahrgenommener Kompetenz (Selbstkonzept) und Selbstmitgefühl. Uns interessieren die Unterschiede hinsichtlich verhaltensbezogener (Lernhandlungen), affektiver und kognitiver Reaktionen (Feedbackwahrnehmung) auf Misserfolgsfeedback. Im Rahmen der Abschlussarbeit soll ein bereits bestehender Datensatz erweitert werden (Datenerhebung im November und Dezember 2026). Eine eigene Schwerpunktsetzung für die Datenauswertung und den Fokus der Bachelorarbeit ist möglich.
Beginn: ab sofort möglich, bevorzugt ab September/Oktober 2026
Studiengänge: Bachelor Psychologie
Neben diesen Vorschlägen können auch gemeinsam mit den MitarbeiterInnen der Professur eigene Themen entwickelt werden. Nutzen Sie zur Themenfindung auch die Forschungsschwerpunkte und Projekte an der Professur.
- Kognitiv aktivierende Aufgaben
- Aufgabenkultur
- Generative Lernaktivitäten
- Interaktive Feedbackstrategien
- Feedbackkultur
- Lernen aus Fehlern
- Metakognition
- Innovatives Instruktionsdesign
- Motivationsförderung
Nähere Informationen zu diesen Themenschwerpunkten finden Sie auf der Übersichtsseite zu den Forschungsschwerpunkte der Professur.