22.01.2026
Spe = Schulpraxis entwickeln 2025 erschienen: Logbücher und selbstreguliertes Lernen, Leitung und Aushandlungsprozesse, Universitätsschulen als Innovationslabore
Im Jahr 2025 ist die fünfte Ausgabe von "Schulpraxis entwickeln - Journal für forschungsbasierte Schulentwicklung" (Spe) erschienen. Das E-Journal wurde 2022 von Prof. Anke Langner (Professur für Erziehungswissenschaften mit Schwerpunkt Inklusive Bildung und Leiterin der Forschungsstelle Universitätsschule ForUS an der TU Dresden) und Dr. Matthias Ritter (ForUS-Mitglied) begründet. “Spe = Schulpraxis entwickeln” widmet sich dem Diskurs forschungsbasierter Schulentwicklung.
Der Band versammelt Themen aus der Begleitforschung im Schulversuch Universitätsschule Dresden, aber auch einen Beiträge zur Berufsorientierung, zu struktureller Bildungsungleichheit und eine Darstellung der Geschichte der Universitätsschulen.
Im Artikel "Logbücher als Instrument zur Förderung des selbstregulierten Lernens" untersucht Anke Langner explorativ, wie Schüler:innen der Universitätsschule das Logbuch als Instrument zur Planung und Durchführung ihres Lernens nutzen. Im folgenden Beitrag stellt sie gemeinsam mit Matthias Ritter und Kristina Schmidt die "Aushandlungsprozesse zwischen schulischer und wissenschaftlicher Leitung in der Etablierungsphase einer Versuchsschule" dar.
Stephanie Burger und Kendra E. Jacob behandeln die Frage danach ob und wie man Berufsorientierung geschlechtersensibel gestalten kann. Hierfür erstellen Sie eine Vergleich von Schüler:innen und Lehrkräften zur Einschätzung berufsbezogener schulischer Maßnahmen an.
Das Thema Strukturwandel und strukturelle Bildungsungleichheit nimmt Anke Langner in ihrem Beitrag am Beispiel der Region Ostsachsen in den Fokus. Neben einer Darstellung von Bildungsbenachteiligung aufgrund der strukturellen Probleme – Lehrkräftemangel, Unterrichtsausfall, lange Schulwege und mangelhafte Infrastruktur – werden Gestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Christian Timo Zenke nimmt im letzten Beitrag der aktuellen SPE-Ausgabe Universitätsschulen als Innovationslabore der Schulentwicklung, Schulforschung und Lehrer:innenbildung in historisch-systematischer Perspektive in den Blick. Hierfür beschreibt er verschiedene Versuchs- und Forschungsschulen in den USA und der BRD.
Über “Spe = Schulpraxis entwickeln”
Die Open-Access-Zeitschrift dient insbesondere dem wissenschaftlichen Austausch innovativer (Reform)Schulen, indem Forschungsergebnisse sowie Formen der gestaltenden Bildungsforschung publiziert werden.
Der Fokus liegt auf Themen der Schul- und Organisationsentwicklung. Empirische und konzeptuelle Arbeiten zur Unterrichtsentwicklung und Professionalisierung sollen aufgenommen werden, wenn sie zugleich die schulischen Rahmenbedingungen in ihrer organisationalen Verfasstheit sowie deren prinzipielle Veränderbarkeit berücksichtigen.
"Schulpraxis entwickeln - Journal für forschungsbasierte Schulentwicklung" (Spe) steht im Kontext des 2019 gegründeten Schulversuchs Universitätsschule Dresden, der in einem Forschungsprojekt der TU Dresden über 15 Jahre evaluiert wird. So werden Prof. Langner, Dr. Ritter und Mitarbeiter:innen regelmäßig über Erkenntnisse aus der Begleitforschung des Schulversuchs publizieren.
Die Herausgeber:innen laden aber ausdrücklich Fachkolleg:innen dazu ein, Beiträge aus ihren Forschungsbereichen beizusteuern. Beitragseinreichungen sind über einen ständigen Call for Papers jederzeit möglich. Zudem bietet "Spe" Gastherausgeber:innen die Möglichkeit, Themenhefte zu gestalten. Das E-Journal erscheint in der jährlichen Ausgabe fortlaufend.
Auf der Webseite des E-Journals stehen weitere Informationen und alle Ausgaben zum Download bereit: https://spe.journals.qucosa.de/spe
Quocosa ist der sächsische Dokumenten- und Publikationsserver zur kostenfreien Publikation und dient im Sinne von Openn Access dem Nachweis und der langfristigen Archivierung von elektronischen Dokumenten. Der Service wird von den wissenschaftlichen Bibliotheken im Freistaat Sachsen getragen und steht allen interessierten Autoren zur Verfügung. Die Dokumente sind unter anderem im Katalog der Sächsichen Landes- und Universitätsbibliothek (SLUB) nachgewiesen.
Unterstützt wird die Zeitschrift durch den im Jahr 2020 gegründeten Verbund der Universitäts- und Versuchsschulen (VUVS). Der VUVS ist ein Netzwerk von Hochschulstandorten, die in ganz unterschiedlichen Formaten eine engere Kooperation zwischen Forschungsinstitutionen, Lehrerbildung und Schulpraxis anstreben.
Der Verbund setzt sich die Aufgabe, “der neuen Bewegung ein Forum zu geben, um sowohl auf inhaltlicher sowie prozessbezogener und struktureller Ebene die wissenschaftliche Begleitung von schulischen Reformmaßnahmen diskursiv verfügbar zu machen”.
Über die Universitätsschule Dresden
Die Universitätsschule Dresden ist ein gemeinsames Projekt der Landeshauptstadt Dresden und der Technischen Universität. Sie ist eine öffentliche und kostenfreie Gemeinschaftsschule in städtischer Trägerschaft, an der unter wissenschaftlicher Begleitung innovative Formen des Lehrens und Lernens erprobt werden. Darüber hinaus ist sie Ausbildungsschule für zukünftige Lehrkräfte und künftig auch Weiterbildungsschule für Lehrer:innen. Wissenschaftlich begleitet wird der Schulversuch von der Forschungsstelle ForUS an der TU Dresden.
- Informationen zum Forschungsprojekt an der TU Dresden: https://tu-dresden.de/gsw/unischule
- Informationen zur Universitätsschule Dresden: http://universitaetsschule.org
Auf verschiedenen Social-Media-Kanälen finden Sie unter @unischuleTUD Einblicke in das Forschungsprojekt und den Schulalltag: Facebook, X, Instagram, YouTube und LinkedIn. Neuigkeiten aus dem Projekt Universitätsschule Dresden gibt es regelmäßig im GSW-Newsletter.