19.03.2026
Die Forschungsarbeit eines Alumnus trägt zur Armutsbekämpfung in China bei
Jianfeng Zhang
Derzeit leben weltweit 7,6 Milliarden Menschen, von denen etwa 700 Millionen unterhalb der Armutsgrenze leben. Dies zeigt deutlich, dass der Weg der weltweiten Armutsbekämpfung lang und beschwerlich ist. In den meisten verarmten Regionen hängt der Lebensunterhalt der Menschen stark von der Entwicklung der Landwirtschaft und der Viehzucht ab, die beide eng mit der ökologischen Umwelt und dem Klimawandel verbunden sind und häufig zu schwerwiegender Umweltverschmutzung führen. Daher ist es unerlässlich, einen Weg zur Armutsbekämpfung zu finden, der ökologisch und umweltfreundlich ist.
Pilzzucht in Plantagen
China hat zahlreiche innovative und einzigartige Großinitiativen umgesetzt und somit die größte und umfassendste Armutsbekämpfungskampagne in der Geschichte der Menschheit gestartet. Nach acht Jahren unermüdlicher Bemühungen konnten fast 100 Millionen Menschen in China aus der Armut befreit werden, wodurch die für die neue Ära festgelegten Ziele zur Armutsbekämpfung erreicht und die Ziele der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung zur Überwindung von Armut ein Jahrzehnt früher als geplant umgesetzt wurden.
Während dieses Prozesses nutzten Professor Jianfeng Zhang und sein Team ihr Fachwissen, beteiligten sich aktiv an der ökologischen Armutsbekämpfung und leisteten mit ihrer Arbeit an vorderster Front und der Bewältigung verschiedener Herausforderungen einen herausragenden Beitrag. Von 1995 bis 1997 studierte er den Masterstudiengang Tropical Forestry an der TU Dresden. In diesem Studiengang lernte er in Deutschland Waldbewirtschaftung und Landschaftstransformation kennen und erkannte die Bedeutung des Interessenausgleichs und der nachhaltigen Entwicklung. Zweifellos legte diese Erfahrung eine solide fachliche Grundlage und stärkte seine Fähigkeiten. Im November letzten Jahres wurde er eingeladen, am 30-jährigen Jubiläum des Masterstudiengangs Tropical Forestry an der TU Dresden teilzunehmen.
Seine Forschungsarbeit hat gezeigt, dass die Entwicklung der Forstwirtschaft zum Wirtschaftswachstum beitragen kann (im Original nachzulesen in: „Developing Forestry Helps Poverty Reduction and Environmental Improvement”, veröffentlicht im Journal of Forestry Research, DOI: 10.1007/s11676-021-01450-5). Mit diesem Ansatz kann in einigen verarmten Gebieten trotz schlechter natürlicher Bedingungen durch die Entwicklung der Forstwirtschaft das Einkommen gesteigert und die Armut überwunden werden. Um die Armut grundlegend zu bekämpfen, ist es offenkundig entscheidend, die ökologische Entwicklung zu stärken und dabei die Bewirtschaftung der Ressourcen, die Verbesserung der ökologischen Bedingungen, technische Innovationen und die industrielle Entwicklung miteinander zu verbinden.
Verarbeitung von Bambussprossen und Export nach Japan
Darüber hinaus ist die Entwicklung der Bambusindustrie ein wirksames Mittel, um die Armut in Bergregionen zu lindern und die sozioökonomische Situation in ländlichen Gebieten zu verbessern (siehe den Artikel „Practices and Roles of Bamboo Industry Development for Alleviating Poverty in China”, veröffentlicht in der Zeitschrift Clean Technologies and Environmental Policy, https://doi.org/10.1007/s10098-021-02074-3).
Davon abgesehen werden mit dem kontinuierlichen Wachstum der chinesischen Bevölkerung und der Beschleunigung der Urbanisierung die Umweltprobleme in Gebieten, die als Trinkwasserquellen dienen, immer deutlicher. Vor diesem Hintergrund hat das Team von Zhang Untersuchungen zu umweltfreundlichen Entwicklungsmodellen in der Region des Jangtse-Deltas durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie wurden im Artikel "Cleaner Agricultural Production in Drinking Water Source Areas for the Control of Non-point Source Pollution in China" zusammengefasst, der im Journal of Environmental Management (https://doi.org/10.1016/j.jenvman.2021.112096) veröffentlicht.
Diese maßgeblichen Arbeiten wurden in international renommierten Fachzeitschriften veröffentlicht und zeigen, dass Chinas Vorgehensweisen und Technologien wertvolle Erfahrungen für die weltweite Armutsbekämpfung durch ökologische und grüne Entwicklung liefern.
Kurze Vorstellung von Jianfeng ZHANG
Prof. Dr. Jianfeng ZHANG arbeitet am Institut für subtropische Forstwirtschaft der Chinesischen Akademie für Forstwirtschaft.
Jianfeng Zhang nahm an der Feier zum 30-jährigen Jubiläum des MSc-Programms teil
Er begann seine Forschungstätigkeit 1990 nach seinem Abschluss an der Shandong Agricultural University (1983 bis 1990 Studium der Forstwirtschaft mit Bachelor- und Masterabschluss). Seine Hauptaktivitäten gelten der Waldbewirtschaftung und der ökologischen Sanierung degradierter Flächen, insbesondere der Verbesserung salzhaltiger Böden und der Kontrolle diffuser Verschmutzungsquellen in Wassereinzugsgebieten. Außerdem initiiert er Untersuchungen zur Ökologie menschlicher Siedlungen. Auf dieser Grundlage wurden drei wichtige Bücher bei Springer Nature veröffentlicht: "Coastal Saline Soil Rehabilitation And Utilization Based on Forestry Approach in China" (https://link.springer.com/book/10.1007%2F978-3-642-39915-2"Forestry Measures for Ecologically Controlling Non-point Source Pollution in Taihu Lake Watershed, China" (https://link.springer.com/book/10.1007/978-981-10-1850-3); "Study of Ecological Engineering of Human Settlements" (https://link.springer.com/book/10.1007%2F978-981-15-1373-2). Neben seiner Arbeit promovierte er an der Beijing Forestry University (1999-2003). Darüber hinaus forschte er von 2001 bis 2002 als Gastwissenschaftler am Institut für Bodenkunde der Technischen Universität Dresden (TUD) mit Unterstützung des CSC. Außerdem absolvierte er mit Förderung des DAAD den Masterstudiengang am Internationalen Institut für Forstwirtschaft der TUD (1995-1997). Zwischenzeitlich war er als Themenredakteur für die Zeitschrift Frontiers in Plant Science und als Gastredakteur für die Zeitschrift Forests tätig. Mittlerweile hat er mehr als 170 Artikel in nationalen und internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht.
Kontakt:
Professor Jianfeng Zhang