13.05.2015

Einweihung LZR und HRSK-II

Symbolische Inbetriebnahme des HRSK-II durch Tillich, Wanka, Müller-Steinhagen und Nagel. © Silvia Kapplusch Symbolische Inbetriebnahme des HRSK-II durch Tillich, Wanka, Müller-Steinhagen und Nagel. © Silvia Kapplusch

Symbolische Inbetriebnahme des HRSK-II durch Tillich, Wanka, Müller-Steinhagen und Nagel.

Symbolische Inbetriebnahme des HRSK-II durch Tillich, Wanka, Müller-Steinhagen und Nagel.

Symbolische Inbetriebnahme des HRSK-II durch Tillich, Wanka, Müller-Steinhagen und Nagel. © Silvia Kapplusch

Die TU Dresden hat am 13. Mai 2015 das Gebäude ihres nach modernsten Standards konzipierten Rechenzentrums übernommen und eingeweiht. Gleichzeitig wurde der neue Hochleistungsrechner in Betrieb genommen. Bei dem Festakt waren der Sächsische Minis-terpräsident Stanislaw Tillich, die Bundesministerin für Forschung und Bildung, Frau Prof. Dr. Johanna Wanka, die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst im Freistaat Sachsen, Dr. Eva-Maria Stange sowie zahlreiche weitere Gäste aus Politik, Wissenschaft und Industrie anwesend. Prof. Dr. Arndt Bode, Vorsitzender des Leibniz-Rechenzentrums, unterstrich in seinem Festvortrag die Bedeutung dieser Investition für den Standort Sachsen.

Im Anschluss an die offizielle Übergabe fand ein Festkolloquium statt, in dem das Thema Hochleistungsrechnen aus methodenwissenschaftlicher Sicht und aus Sicht ausgewählter Anwender beleuchtet wurde. Außerdem wurden die technischen und architektonischen Besonderheiten des Gebäudes und des neuen Hochleistungsrechner-/Speicherkomplexes (HRSK-II) vorgestellt. [Agenda]

Das Gebäude und der neue Supercomputer wurden bereits 2011 bewilligt und seitdem nach den Anforderungen der sächsischen Wissenschaftler und dem neuesten Stand der Forschung und Technologieentwicklung konzipiert. Die Kosten für den Aufbau wurden vom Bund und vom Land Sachsen je zur Hälfte getragen.

In ihren Ansprachen zur feierlichen Inbetriebnahme waren sich der Rektor der TU Dresden, Prof. Hans Müller-Steinhagen und der Direktor des Zentrums für Informationsdienste und Hochleistungsrechnens der TUD, Prof. Wolfgang E. Nagel, einig, dass eine moderne Universität mit einer zukunftsfähigen Forschung auf eine leistungsstarke, hoch verfügbare und sichere IT-Infrastruktur angewiesen ist. Prof. Müller-Steinhagen erklärte: „Das neue Rechenzentrum und der neue Hochleistungsrechner stellen eine einmalige Infrastruktur dar, die Wissenschaft und Forschung nachhaltig stärken wird. Sie wird innovative Forschung befördern und ist als eine zukunftsfähige Investition ein grundlegender Baustein für Wachstum und Entwicklung.“

Das neue Rechenzentrum des Lehmann-Zentrums (LZR) der TU Dresden vereint Sicherheit und Hochverfügbarkeit mit hoher Leistungsdichte und langfristig flexibler Nutzbarkeit. Es zeichnet sich durch Energie- und damit Kosteneffizienz aus. Allein die Warmwasserkühlung des HRSK-II spart mehr als 250.000 Euro Betriebskosten jährlich durch den Verzicht auf Kältemaschinen. Zusätzliche Einsparungen entstehend durch die Nachnutzung der Rechner-Abwärme in umliegenden Gebäuden. Bereits im vergangenen Jahr wurde das Konzept in der Kategorie Energie- und Ressourceneffizientes Rechenzentrum mit dem Deutschen Rechenzentrumspreis ausgezeichnet.

Der neue Supercomputer mit etwa 43.000 CPU-Kernen und einer Spitzenleistung von über 1,5 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde löst die bisher am ZIH betriebenen HPC-Systeme ab. Die Anforderungen der avisierten wissenschaftlichen Aufgabenstellungen überschreiten die Leistungsfähigkeit des 2005/06 installierten HRSK bei weitem. Um auch zukünftig exzellente Forschung auf konkurrenzfähigem Niveau zu ermöglichen, ist die Erschließung neuer Leistungsklassen für die effiziente Bearbeitung wissenschaftlicher Anwendungen essentiell. Dazu gehören auf hochparallelen Systemen insbesondere die Bewältigung immer feinerer Detailauflösungen und längerer Simulationszeiträume, die gleichzeitige Betrachtung verschiedener physikalischer Skalen und damit einhergehend wesentlich größere Datenmengen. Diese können auf einem gemeinsamen Datenspeicher, der aus etwa 2000 hochkapazitiven Festplatten besteht, abgelegt werden. Parallel dazu ist ein Verbund von schnellen SSDs für Spezialaufgaben vorhanden. „Mit seiner für das Datenintensive Rechnen maßgeschneiderten Architektur und den weitreichenden Möglichkeiten zur Energiemessung und zum Performance-Monitoring bietet der HRSK-II ideale Voraussetzungen, um während der geplanten Betriebszeit die hoch gesteckten Forschungsziele zu erreichen. Gleichzeitig bietet das System eine erste infrastrukturelle Basis für die Serviceaufgaben des Big Data Kompetenzzentrums ScaDS Dresden/Leipzig“, freut sich Prof. Wolfgang Nagel.

Links

http://www.heise.de/ct/ausgabe/2015-13-Neuer-Petaflops-Rechner-an-der-TU-Dresden-2665018.html

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Neuer-Supercomputer-an-der-TU-Dresden-wird-am-Mittwoch-eingeweiht-2639880.html

http://www.sz-online.de/nachrichten/wissen/dresdner-superhirn-faengt-an-zu-rechnen-3102525.html

http://www.bmbf.de/de/27050.php

http://www.golem.de/news/hrsk-ii-tu-dresden-weiht-supercomputer-ein-1505-114044.html

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Supercomputer-an-der-TU-Dresden-nimmt-offiziell-den-Betrieb-auf-2650076.html

http://www.bild.de/regional/dresden/computer/sachsens-schnellstes-superhirn-40950912.bild.html

http://computer-oiger.de/2015/05/13/tu-dresden-schaltet-neuen-supercomputer-ein/95876

http://computer-oiger.de/2015/05/20/tu-dresden-stuerzt-sich-auf-software-und-wasser/101849

http://www.robertgommlich.net/de/news/list/1

http://campusradiodresden.de/2015/05/22/schnelles-rechnen-am-zih/

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Letzte Änderung: 30.09.2016