Die Bewerbung
Inhaltsverzeichnis
Bewerbung und Auswahlverfahren – Master-Studiengang „Internationale Beziehungen“ (ZIS)
Ob Klimawandel, Migration oder gewaltsam ausgetragene Konflikte: Globale Herausforderungen benötigen multilaterale Lösungen. In unserem Master-Studiengang bieten wir eine interdisziplinäre Ausbildung, welche in drei Spezialisierungsrichtungen vertiefte Methoden- und Fachkenntnisse in den Disziplinen Internationales Recht, Internationale Politik und Internationale Wirtschaft (Volkswirtschaftslehre) vermittelt. Kern des Studiums bilden Pflichtveranstaltungen in den Disziplinen der jeweiligen Spezialisierungsrichtung, welche gemeinsam mit Hauptfachstudierenden besucht werden. Damit stellen wir sicher, dass unsere Studierenden eine akademische Ausbildung auf höchstem fachlichen Niveau erhalten. Zusätzlich gibt es einen breiten Katalog an Wahlpflichtveranstaltungen, in denen Studierende sich auf bestimmte Themen spezialisieren können, sowie originär interdisziplinäre Veranstaltungen, welche von den beteiligten Disziplinen gemeinsam getragen werden. Die Möglichkeit eines Auslandsaufenthaltes, z.B. an einer unserer zahlreichen Partnerhochschulen, ist im Studienablauf verankert.
Ziel unseres Programms ist es, Studierende für eine Laufbahn in der Wissenschaft, in internationalen Organisationen, NGOs, Ministerien oder der Wirtschaft zu qualifizieren. Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium ist die Offenheit sowohl für quantitative als auch für qualitative Forschungsmethoden, wobei die Schwerpunkte zwischen den Disziplinen variieren.
Interesse?
Dann nehmen Sie an unserem Eignungsfeststellungsverfahren teil. Durch die Eignungsfeststellung können wir Sie kennenlernen und sicherstellen, dass Sie zu dem Studienprogramm passen und erfolgreich studieren. Nach der erfolgreichen Eignungsfeststellung ist die formgerechte Online-Bewerbung über das Immatrikulationsamt oder International Office der TU Dresden notwendig.
Der Masterstudiengang „Internationale Beziehungen“ ist ein interdisziplinärer Studiengang, der die Bereiche Internationale Politik, Internationales Recht und Internationale Wirtschaft miteinander verbindet. Die Vergabe der Studienplätze erfolgt durch ein Eignungsfeststellungsverfahren.
Allgemeine Informationen
- Studienbeginn: Nur zum Wintersemester möglich.
- Studienumfang: 120 Leistungspunkte (LP), modular aufgebaut.
- Spezialisierungsrichtungen:
- Globale Politische Ökonomie (GPOE) – Kernfächer: Internationale Politik und Internationale Wirtschaft
- Internationale Ordnung und Institutionen (IO) – Kernfächer: Internationale Politik und Internationales Recht
- International Law and Economics (ILE) – Kernfächer: Internationales Recht und Internationale Wirtschaft
- Hinweis: Der Nachweis der Eignung ist zwei Jahre gültig .
Bewerbungsverfahren
Schritt 1 – Eignungsfeststellungsverfahren
Spezialisierungsrichtungen und erforderliche Vorkenntnisse
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Spezialisierung |
Erforderliche Vorkenntnisse |
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GPOE |
VWL und/oder Politikwissenschaft |
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IO |
Rechtswissenschaften und/oder Politikwissenschaft |
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ILE |
VWL und/oder Rechtswissenschaften |
Die Zugangsvoraussetzung für Bewerberinnen und Bewerber ist nach §2 Abs 2 Eignungsfeststellungsordnung ein volkswirtschaftlicher, politik- oder rechtswissenschaftlicher Studiengang.
Im Eignungsfeststellungsgespräch werden darüber hinaus Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß der Anlage zur Eignungsfeststellungsordnung überprüft.
Für eine erfolgreiche Eignung sollten Bewerberinnen und Bewerber in ihrem bisherigen Studium Fachkenntnisse erworben haben, welche in dem Eignungsgespräch festgestellt werden. Idealerweise haben Sie in zwei der drei Kernfächer (VWL, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaften) entsprechende Fachkenntnisse, die sie in einem Gespräch anwenden können.
- Mathematik und Statistik. Wirtschaftstheoretische Modelle verwenden mathematische Methoden, insbesondere Funktionen, Ableitungen und einfache Optimierungsverfahren. Empirisch orientierte Lehrveranstaltungen setzen Grundlagen der deskriptiven und induktiven Statistik voraus. Dazu gehören beispielsweise Mittelwert und Varianz, Korrelation, Wahrscheinlichkeitsverteilungen, Stichproben und Grundgesamtheiten, Konfidenzintervalle, Hypothesentests sowie ein grundlegendes Verständnis von Regressionen.
- Wirtschaftstheorie. Ökonomische Modelle untersuchen die Entscheidungen von Haushalten, Unternehmen und staatlichen Akteuren. Dabei stehen Fragen im Mittelpunkt wie: Welche Ziele verfolgen die jeweiligen Akteure? Welche Entscheidungen sind unter gegebenen Nebenbedingungen optimal? Welche Zielkonflikte entstehen? Studierende sollten in der Lage sein, grundlegende ökonomische Mechanismen anhand einfacher Modelle zu erklären. Beispiele sind die Ursachen internationalen Handels sowie die Auswirkungen von Handel auf Wirtschaftswachstum und die Verteilung von Einkommen.
- Spieltheorie. Viele wirtschaftliche und politische Interaktionen sind dadurch gekennzeichnet, dass die optimale Entscheidung eines Akteurs von den Entscheidungen anderer Akteure abhängt. Die Spieltheorie stellt Methoden bereit, um solche strategischen Situationen zu analysieren und mögliche Unterschiede zwischen individueller und kollektiver Rationalität zu untersuchen. Grundlegende Konzepte wie Strategien, dominante Strategien und Nash-Gleichgewicht sollten bekannt sein. Anwendungsbeispiele sind Rüstungsausgaben, internationale Kooperation oder der Schutz von Eigentumsrechten.
Literatur:
The CORE Econ Team (2023). The Economy 2.0: Microeconomics. Open access e-text available at https://core-econ.org/the-economy/ [6.10.26].
Principles of Economics: Supply, Demand, and Market Fundamentals https://www.classcentral.com/course/economics-finance-harvard-university-principles-o-568720 [6.10.26].
- Macht und internationale Ordnung. Studierende sollten grundlegende Vorstellungen davon haben, was politische Macht ausmacht, auf welchen Ressourcen sie beruht und wie Machtbeziehungen im internationalen System analysiert werden können. Dazu gehört auch ein Verständnis dafür, wie internationale Ordnungen entstehen, wodurch sie stabilisiert werden und warum sie sich verändern.
- Sicherheit, Krieg und Frieden. Vorausgesetzt werden Grundkenntnisse unterschiedlicher Sicherheitsbegriffe sowie zentraler Erklärungsansätze für Krieg und Frieden. Studierende sollten grundlegende Fragen diskutieren können wie: Warum entstehen zwischenstaatliche oder innerstaatliche Konflikte? Unter welchen Bedingungen eskalieren Konflikte? Welche Faktoren können Frieden fördern oder stabilisieren?
- Internationale Kooperation. Internationale Politik ist nicht nur durch Konflikte, sondern auch durch Kooperation geprägt. Studierende sollten grundlegende Erklärungen dafür kennen, warum Staaten trotz unterschiedlicher Interessen miteinander kooperieren, welche Hindernisse dabei auftreten und unter welchen Bedingungen internationale Zusammenarbeit stabil sein kann.
- Internationale Institutionen und Normen. Erwartet wird ein grundlegendes Verständnis davon, was internationale Institutionen, Organisationen und Normen sind und wie sie das Verhalten staatlicher und nichtstaatlicher Akteure beeinflussen können. Dazu gehört beispielsweise die Frage, warum Staaten internationale Regeln schaffen und unter welchen Bedingungen sie diese einhalten.
- Theoretische Perspektiven auf internationale Politik. Studierende sollten mit grundlegenden theoretischen Ansätzen der Internationalen Beziehungen vertraut sein und wissen, dass unterschiedliche Theorien dieselben politischen Phänomene unterschiedlich erklären. Dazu gehören insbesondere realistische, liberale und konstruktivistische Ansätze. Erwartet wird nicht nur die Kenntnis zentraler Begriffe, sondern auch die Fähigkeit, theoretische Argumente auf konkrete internationale Probleme anzuwenden.
Literatur:
Bernhard Stahl „Internationale Politik verstehen“ (die Ausgabe von 2018 gibt es für 5 Euro bei der BPB, https://www.bpb.de/shop/buecher/schriftenreihe/268007/internationale-politik-verstehen/)
Baylis, John, Steve Smith, und Patricia Owens. 2026. The Globalization of World Politics: An Introduction to International Relations. Oxford: Oxford University Press (e-book für Studierende kostet ca. 25 Euro)
Podcast: Council on Foreign Relations, “Nine Questions for the World”: https://www.cfr.org/podcasts/nine-questions-for-the-world.
Für das Masterstudium Internationale Beziehungen sind grundlegende Kenntnisse des Rechts hilfreich. Da viele Studierende zuvor kein rechtswissenschaftliches Studium absolviert haben, werden keine vertieften juristischen Vorkenntnisse vorausgesetzt. Erwartet wird jedoch die Bereitschaft, sich mit den grundlegenden Strukturen und Begriffen des Völkerrechts vertraut zu machen. Dazu gehören insbesondere folgende Bereiche:
- Grundlagen des Völkerrechts. Studierende sollten wissen, was Völkerrecht ist, wer seine wichtigsten Akteure sind und aus welchen Quellen völkerrechtliche Regeln entstehen.
- Zentrale völkerrechtliche Verträge. Grundlegende Bedeutung und Regelungsgegenstand wichtiger Verträge und Vertragswerke sollten bekannt sein.
- Internationale Organisationen. Studierende sollten die grundlegenden Aufgaben, Zuständigkeiten und Funktionsweisen wichtiger internationaler Organisationen kennen.
- Anwendung des Völkerrechts auf internationale Konflikte. Studierende sollten grundlegende rechtliche Fragestellungen internationaler Politik einordnen können
Voraussetzungen
- Bachelor-, Diplom- oder vergleichbarer Abschluss in einem volkswirtschaftlichen, politik- oder rechtswissenschaftlichen Studiengang mit Schwerpunkt in den genannten Disziplinen.
- Nachweis fundierter methodischer und fachlicher Vorkenntnisse in mindestens einem der zwei Kernfächer der gewählten Spezialisierung (detaillierte Notenübersicht).
- Englischkenntnisse entsprechend der Stufe B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER). Der Nachweis erfolgt durch Zeugnisse oder Sprachzertifikate. Dies können insbesondere sein:
- ein Zeugnis der allgemeinen oder fachgebundenen Hochschulreife mit Belegung der
Fremdsprache Englisch bis Klassenstufe 12 (mit ausgewiesenem Niveau nach GER)
- ein Zeugnis über einen vollständig in englischer Sprache abgelegten
Hochschulabschluss
- ein Sprachnachweis/Sprachzertifikat mit ausgewiesenem Niveau B2, zum Beispiel
TOEFL ibt 4.0, UNIcert II, FCE.
Erforderliche Unterlagen
- Antrag auf Eignungsfeststellung mit Angabe der gewählten Spezialisierungsrichtung.
- Einfache Kopie des Zeugnisses über den ersten Hochschulabschluss inkl. Transcript oder Bescheinigung über 80% der Studienleistung mit aktueller Notenübersicht.
- Nachweis der Englischkenntnisse.
- Motivationsschreiben (max. 2 Seiten).
- Tabellarischer Lebenslauf.
Das Eignungsfeststellungsgespräch
Die Einladung zum Gespräch erfolgt nach Prüfung der Unterlagen spätestens eine Woche vor Beginn der Gespräche. Ihren konkreten Termin finden Sie passwortgeschützt auf der Seite Eignungsfeststellungsverfahren 2026. Diese Seite wird erst nach Versand der Einladungen freigeschaltet. Die Gespräche finden zwischen dem 22. und 30. Juni 2026 statt.
Inhalte des Gesprächs: Motivation, fachliche Vorkenntnisse, Studieninteresse und ggf. aktuelle Themen der internationalen Beziehungen.
Ablauf
1. Einreichung der vollständigen Unterlagen bis zum 31. Mai 2026 per E-Mail an .
Bitte beachten:
Internationale Studienbewerber:innen und deutsche Bewerber:innen mit ausländischem Abschluss müssen sich zwingend bis zum 31.Mai 2026 über Uni assist bewerben und alle Unterlagen (inkl. Nachweis Deutschkenntnisse) dort hochladen.
2. Einladung zu einem Gespräch zur Eignungsfeststellung (Gesprächstermine: 22. bis 30. Juni 2026). Die Bescheide über die Eignung werden per E-Mail bis Kalenderwoche 28 versendet.
Nur, wenn Sie im Ergebnis des Eignungsfeststellungsgesprächs den Nachweis der Eignung erhalten, ist eine erfolgreiche Bewerbung möglich. Die für das Eignungsfeststellungsverfahren relevanten Bestimmungen und Kriterien finden Sie in der Ordnung über die Feststellung der Eignung im konsekutiven Masterstudiengang Internationale Beziehungen (Eignungsfeststellungsordnung Internationale Beziehungen/Master)
Der Nachweis der Eignung ist zwei Jahre gültig.
Schritt 2 –Online-Bewerbung
Ablauf
Nur Bewerber:innen mit positivem Bescheid im Eignungsfeststellungsverfahren können sich bewerben.
Formgerechte Online-Bewerbung:
- Deutsche Bewerber:innen und Bildungsinländer:innen über Selma
- Internationale Studienbewerber:innen und Deutsche Bewerber:innen mit ausländischem Abschluss haben bereits ihre Bewerbung über Uni-Assist bis zum 31. Mai eingereicht.
Über die Bewerbungsweiche können Sie sich zum passenden Bewerbungsportal weiterleiten lassen.
Bewerbungszeitraum:
- Deutsche Bewerber:innen und Bildungsinländer:innen: 01. Juni bis 15. September 2026
- Internationale Studienbewerber:innen und Deutsche Bewerber:innen mit ausländischem Abschluss: bis 31. Mai 2026
Fristen und Termine
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Schritt |
Frist/Termin |
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Einreichung der Unterlagen für Eignungsfeststellung |
bis 31. Mai |
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Gesprächstermine Eignungsfeststellung |
22. bis 30. Juni 2026 |
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Versand der Eignungsbescheide |
KW 28 |
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Online-Bewerbung (deutsche Bewerber:innen und Bildungsinländer:innen) |
01. Juni bis 15. September |
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Online-Bewerbung (Internationale Studienbewerber:innen und Deutsche Bewerber:innen mit ausländischem Abschluss:) |
bis 31. Mai |
Kontakt / Ansprechpartner
Zentrum für Internationale Studien (ZIS)
Technische Universität Dresden
E-Mail: ib-info.ma@mailbox.tu-dresden.de
Telefon: +49 351 463-36937