Lehrveranstaltungen
Lehrveranstaltungsangebot im Sommersemester 2026:
Vorlesungen
- Geschichte des westlichen Bauens vor 1800 - 2. Semester Architektur
(Prof. Dr. habil. Sonja Hnilica)K1501-AD150
Start: Dienstag, 14.04.2026 I 16.40 Uhr I HSZ/04/H
donnerstags 6.DS, 16.40 - 18.10 Uhr, HSZ/04/H
- Geschichte des westlichen Bauens nach 1800 - 4. Semester Architektur
(Prof. Dr. habil. Sonja Hnilica)K1501-AD370
Start: Mittwoch, 15.04.2026 I 16.40 Uhr I HSZ/04/H
mittwochs 6.DS, 16.40 - 18.10 Uhr, HSZ/04/H
Die viersemestrige Vorlesung zur Geschichte des Bauens gibt einen Überblick über Architektur- und Stadtbaugeschichte von der Antike bis in die Gegenwart. Behandelt werden Beispiele aus allen Epochen, vom antiken Tempelbau bis zur modernen Großwohnsiedlung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Bauen der westlichen Welt. Die Vorlesung wir von Studierenden der Architektur, der Landschaftsarchitektur und der Kunstgeschichte (Architekturwissenschaft) gemeinsam gehört.
Wissenschaftliches Arbeiten
- Einführungswoche Wissenschaftliche Arbeit
(Prof. Dr. habil. Sonja Hnilica, Dipl.-Ing. Kerstin Zaschke)
K1500-AD610
Start: Dienstag, 07.04.2026 l 09.20 Uhr l Raum BZW B401
In der Intensivwoche finden die Treffen vom 07. bis 10.04.2026 täglich statt. Ein detaillierter Zeitplan wird zeitnah auf SELMA geladen bzw. am 07.04.2026 ausgegeben.
Die Belege der Einführungswoche sind Voraussetzung für die Bearbeitung des Moduls: WissArbeit. -
WissArbeit:
Die Suche nach der guten Form. Reformarchitektur in Sachsen um 1900
(Prof. Dr. habil. Sonja Hnilica, Dipl.-Ing. Kerstin Zaschke)
K1500-AD610
Start: Donnerstag, 16.04.2026 / 09.20 Uhr / BZW B 5052 Blocktermine zur Einführung
3 Blocktermine für Präsentationen
Konsultationen nach Vereinbarung
Leistungen:Die Modulprüfung besteht aus einer schriftlichen Seminararbeit, 3 Präsentationen und Teilnahme an den Diskussionen. Leistungsumfang: 300 Stunden.
Um 1900 war ein umfassendes Modernisierungsgeschehen im Gange. Die fortschreitende Industrialisierung hatte die gesamte Lebenswelt verändert, vor allem in den rasant wachsenden modernen Großstädten. KünstlerInnen und Architekten trafen in der Lebensreformbewegung zusammen, um den als beengend empfundenen bürgerlichen Konventionen zu entkommen. In der Debatte um Architekturreform wurde Dresden zu einem wichtigen Zentrum. Bekannte Architekten kamen hierher, um an den drei Hochschulen (Polytechnische Hochschule, Kunstakademie und Kunstgewerbeschule) zu lehren, an der „3. Deutschen Kunstgewerbeausstellung“ teilzunehmen und um die Gartenstadt Hellerau mitzuplanen. Wir wollen den Reformwohnungsbau in Sachsen untersuchen, das Werk wichtiger Büros dokumentieren (zum Beispiel Lossow & Kühne, die den Leipziger Hauptbahnhof entwarfen) – und nachvollziehen, wie Reformideen sich auch abseits der Hauptstadt verbreiteten. In einer Kombination aus Begehungen, Literaturrecherchen und Archivarbeit wollen wir eine Brücke schlagen zwischen lokalen Ereignissen und der internationalen Architekturdebatte.
Seminare zur Geschichte und Theorie
-
"Voll krass." Die Architektur der 90er-Jahre in Deutschland
(Dipl.-Ing. Tina Kresse)
Start: Dienstag, 14.04.2026 I 13.00 Uhr I BZW B505
dienstags 4. DS, 13.00 - 14.30 Uhr, BZW B505
Der Baubestand der 1990er Jahre steht an der Schwelle zur architekturhistorischen Relevanz. Einige Bauwerke wie Zaha Hadids Feuerwache für die Firma Vitra oder der Commerzbank Tower von Norman Foster gelten bereits als Ikonen. Doch gleichzeitig sind viele noch weniger prominente Bauten von Renovierung und Abbruch bedroht, da ihr erster wirtschaftlicher Nutzungszyklus beendet ist und Platz für Neubau benötigt wird.Im Seminar wollen wir gemeinsam auf Spurensuche gehen und Architekturen ausfindig machen, denen auf Grund ihrer Ästhetik, ihrer Entstehungsgeschichte oder ihrer Erbauer:innen zukünftig Platz auf den Denkmallisten des Landes gebührt. Wie nähern wir uns diesem Baubestand, dem wegen des jungen Alters kaum Aufmerksamkeit geschenkt wird und dessen Gestaltung teilweise quer zum aktuellen Zeitgeschmack liegt? Welche Kriterien ziehen wir zur Bewertung der bauhistorischen Relevanz heran?
Mittels intensiver Zeitschriften- und Onlinerecherchen soll eine Liste von relevanten Bauwerken zusammengestellt werden. Im Anschluss werden zu ausgewählten Fallbeispielen Gebäudeportraits erstellt. Welche Informationen lassen sich mittels Archivrecherchen, Ortsbesuchen und Interviews zu Tage fördern? Welche Recherchestrategien stellen sich dabei als besonders effektiv heraus?
Die besten Ergebnisse des Seminars sollen im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit dem Deutschen Architekturmuseum DAM und der Wüstenrot Stiftung publiziert werden.
-
Beton - Es kommt darauf an, was man daraus macht
(Dipl.-Ing. Kerstin Zaschke)
Start: Montag, 20.04.2026 I 13.00 Uhr I BZW B505
montags 4.DS, 13.00 - 14.30 Uhr, BZW B505
Schon die Römer benutzten Beton, opus caementitium, für ihre Bauwerke. Baustoff und Konstruktionsmöglichkeiten gerieten mit dem Untergang des Römischen Reiches in Vergessenheit. Ab ca. 1750 wurde dieser Baustoff dann neu erfunden, führte zu vielfältigen Konstruktionen und Gestaltungen und ist heute immer noch aktuell wie Entwicklungen von Textil- oder Carbonbeton zeigen. Genauso wie heute variierte im Laufe der Jahrhunderte die Haltung zu Beton zwischen Begeisterung und Ablehnung, was sowohl Anwendung als auch Gestaltung von Beton beeinflussten.
In diesem Seminar wollen wir uns mit verschiedenen Entwicklungen, Konstruktionen und Gestaltungen von Beton im Laufe der Jahrhunderte beschäftigen. Exkursionen zu Betonbauten werden das Seminar ergänzen.
-
Zum Entwurfsprinzip Andrea Palladio's
(PD Dr. Mathias Haenchen)
Start: Montag, 13.04.2026 I 16.40 Uhr I BZW B505
montags 6.DS, 16.40 - 18.10 Uhr, BZW B505
Andrea Palladio gehört zu den wohl einflußreichsten Architekten in der Neueren Epoche der Europäischen Architekturgeschichte. Sein gebautes Werk, das im 2. und 3. Viertel des 16. Jahrhunderts entstand beschränkt sich regional auf ein relativ kleines Gebiet Norditaliens - auf Vicenza und Umgebung bzw. Teile Veneziens sowie Venedig selber. Wesentlich wirkmächtiger aber war sein Architekturtraktat, die „Quattro libri dell’architettura“ von 1570, mit dem Palladio das kunstinteressierte europäische Publikum vor allem mit seinen eigenen Entwürfen bekannt machte. So auch im England des frühen 17. Jahrhunderts, wo die Architektursprache Palladios von Inigo Jones, dem damaligen „Surveyor of the King‘s Works“ nach einem Besuch Vicenzas sogleich für verbindlich bei allen neuzuschaffenden öffentlichen Bauwerken im Königreich erklärt wurde: Der später so genannte „Englische Palladianismus“ war begründet, der sich in den folgenden Jahrhunderten sogar über die britischen Inseln hinaus in den damaligen Kolonien, insbesondere in der Neuen Welt verbreitete.
Doch was macht die Faszination der Entwürfe Palladios aus, die bis heute anhält? Die Antwort darauf verbirgt sich vielleicht im Entwurfsprinzip Palladios, dessen Entwicklung anhand ausgewählter Projekte im Zuge dieses Seminars nachvollzogen werden soll.
Bauaufnahme im Architektur-wissenschaftlichen Propädeutikum
- Praxiswochen Bauaufnahme (P)
Praxiszeitraum: 24.08. - 11.09.2026 I Genaue Termine werden zeitnah bekanntgegeben!
Im Rahmen der Lehrveranstaltung werden einschlägige Methoden der Bauafnahme und somit des praktischen Erfassens und der Dokumentation existierender Bauwerke geübt. Die Arbeit erfolgt vor Ort an einem handwerklich gefügten, historischen Bauwerk. Vom fertigen Zustand ausgehend wird das konstruktive und räumliche Gefüge mit händischen Messmethoden erfasst, nachvollzogen und zeichnerisch dokumentiert. Die zu vermittelnden Fähigkeiten bilden eine wichtige Grundlage der ArchitektInnenausbildung, da über die genaue Beobachtung Entwurfs- und Konstruktionsprozesse quasi rückwärts nachvollzogen werden können. Gleichsam können die Befunde wichtige Informationen über den Zustand des Untersuchungsobjekts sowie bauhistorische Zusammenhänge liefern.
Zum Ablauf:
Eine der praktischen Übung vorgelagerte Vorlesung führt in Methoden und Ziele der Übung ein. Sie bildet die Grundlage für die theoretische Vorbereitung der Praxisphase im Selbststudium.
Die Praxisphase am Objekt erfolgt in der Vorlesungsfreien Zeit. In der ersten Praxiswoche werden von den Studierenden in Kleingrupppen, unter Anleitung des Lehrpersonals, Grundriss- und Detailzeichnungen sowie weiterführende Dokumentationsarbeiten angefertigt. In der zweiten Praxiswoche erfolgt die selbstständige Nachbearbeitung der Bleistiftzeichnungen, sowie die Erstellung eines ergänzenden Schriftteils inklusive Fotodokumentation auf der Grundlage eigener Archiv- und Literaturrecherchen.
Das Architekturwissenschaftliche Propädeutikum ist eine Pflichtveranstaltung für das 1. und 2. Semester. Die Einführungsvorlesung wird zum Ende der Vorlesungszeit abgehalten. Die Übung am Objekt erfolgt binnen eines jeweils zweiwöchigen Zeitfensters innerhalb des Praxiszeitraums zwischen dem 24. August und dem 11. September 2026. Die Gruppen werden von den Lehrenden zusammengestellt. Die Bekanntgabe der Gruppeneinteilung und den jeweiligen Terminen von Einführungsvorlesung und Praxistagen erfolgt voraussichtlich im ersten Drittel des Vorlesungszeitraums. Das Untersuchungsobjekt ist idR. mit öffentlichen Verkehrsmitteln vom TUD-Hauptcampus aus gut erreichbar.