Lehrveranstaltungen
Lehrveranstaltungsangebot im Wintersemester 2026/27:
Vorlesungen
- Geschichte des westlichen Bauens vor 1800 - 1. Semester Architektur
(Prof. Dr. habil. Sonja Hnilica)K1501-AD150
Start: Donnerstag, 15.10.2026 I 14.50 Uhr I HSZ/04/H
donnerstags 5.DS, 14.50 - 16.20 Uhr, HSZ/04/H
- Geschichte des westlichen Bauens nach 1800 - 3. Semester Architektur
(Prof. Dr. habil. Sonja Hnilica)K1501-AD370
Start: Mittwoch, 14.10.2026 I 16.40 Uhr I HSZ/04/H
mittwochs 6.DS, 16.40 - 18.10 Uhr, HSZ/04/H
Die jeweils zweisemestrige Vorlesung zur Geschichte des Bauens gibt einen Überblick über Architektur- und Stadtbaugeschichte von der Antike bis in die Gegenwart. Behandelt werden Beispiele aus allen Epochen, vom antiken Tempelbau bis zur modernen Großwohnsiedlung. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Bauen der westlichen Welt. Die Vorlesung wir von Studierenden der Architektur, der Landschaftsarchitektur und der Kunstgeschichte (Architekturwissenschaft) gemeinsam gehört.
Wissenschaftliches Arbeiten
- Einführungswoche Wissenschaftliche Arbeit
(Prof. Dr. habil. Sonja Hnilica, Dipl.-Ing. Kerstin Zaschke)
K1500-AD610
Start: Dienstag, 06.10.2026 l 09.20 Uhr l Raum BZW
In der Intensivwoche finden die Treffen vom 06. bis 09.10.2026 täglich statt. Ein detaillierter Zeitplan wird zeitnah auf SELMA geladen bzw. am 06.10.2026 ausgegeben.
Die Belege der Einführungswoche sind Voraussetzung für die Bearbeitung des Moduls: WissArbeit. -
WissArbeit:
Sitzen: Entwürfe | Räume | Praktiken
(Prof. Dr. habil. Sonja Hnilica, Dipl.-Ing. Kerstin Zaschke)
K1500-AD610
Start: Donnerstag, 15.10.2026 / 09.20 Uhr / BZW B 5053 Blocktermine zur Einführung
2 Blocktermine für Präsentationen
Konferenz an der Bauhausuniversität Weimar: 05. - 06.02.2027
Konsultationen nach Vereinbarung
Viele bekannte Architekt:innen haben Sitzgelegenheiten entworfen. Das ist kein Wunder, verbringen Menschen der westlichen Welt doch einen Großteil ihres Lebens im Sitzen: sei es in der Schule, bei der Arbeit oder beim Essen. Dabei ist Sitzen nichts Naturgegebenes. Sitzen ist eine kulturell geprägte Körpertechnik, die alle Menschen in der Kindheit erlernen. In verschiedenen Kulturen sitzen Menschen ganz unterschiedlich. Zu verschiedenen Zeiten sitzt und saß man zu unterschiedlichen Zwecken. Wir wollen Räume und Praktiken des Sitzens in unterschiedlichen Maßstäben untersuchen. Dazu zählen Sitzmöbel für verschiedene Zwecke aus unterschiedlichen Epochen und Räume des Sitzens, vom Klassenzimmer über Kirchen und Theatersaal bis zum Büro oder der Essecke.
Dabei arbeiten wir mit Begehungen/Untersuchungen am Objekt, Literaturrecherchen und Archivstudien, um Theorie und Geschichte des Sitzens zu ergründen.
Die Lehrveranstaltung bietet diesmal die außergewöhnliche Gelegenheit, zum Abschluss des Semesters an einer interdisziplinären Fachtagung aktiv teilzunehmen, die von Prof. Dr. Sonja Hnilica gemeinsam mit Prof. Dr. Christof Windgätter (Geschichte, Theorie und Ästhetik materialer Kulturen) an der Bauhaus Universität Weimar veranstaltet wird.
Leistungen:
Die Modulprüfung besteht aus einer schriftlichen Seminararbeit, 2 Präsentationen sowie der Teilnahme an einer zweitägigen Fachkonferenz (mit Posterpräsentation). Leistungsumfang: 300 Stunden.
Seminare zur Geschichte und Theorie
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Sitzgelegenheiten. Räume und Praktiken des Sitzens.
(Dipl.-Ing. Tina Kresse)
Start: Dienstag, 13.10.2026 I 13.00 Uhr I BZW B505
dienstags 4. DS, 13.00 - 14.30 Uhr, BZW B505Viele bekannte Architekt:innen haben Sitzgelegenheiten entworfen.
Das ist kein Wunder, verbringen Menschen der westlichen Welt doch einen Großteil ihres Lebens im Sitzen: sei es in der Schule, bei der Arbeit oder beim Essen. Dabei ist Sitzen nichts Naturgegebenes. Sitzen ist eine kulturell geprägte Körpertechnik, die alle Menschen in der Kindheit erlernen. In verschiedenen Kulturen sitzen Menschen ganz unterschiedlich. Zu verschiedenen Zeiten sitzt und saß man zu unterschiedlichen Zwecken.
Wir wollen Räume und Praktiken des Sitzens in unterschiedlichen Maßstäben untersuchen. Dazu zählen Sitzmöbel für verschiedene Zwecke aus unterschiedlichen Epochen und Räume des Sitzens, vom Klassenzimmer über Kirchen und Theatersaal bis zum Büro oder der Essecke.
Dabei arbeiten wir mit Begehungen/Untersuchungen am Objekt, Literaturrecherchen und Archivstudien, um Theorie und Geschichte des Sitzens zu ergründen.
Die Lehrveranstaltung bietet diesmal die außergewöhnliche Gelegenheit, zum Abschluss des Semesters an einer interdisziplinären Fachtagung aktiv teilzunehmen, die von Prof. Dr. Sonja Hnilica gemeinsam mit Prof. Dr. Christof Windgätter (Geschichte, Theorie und Ästhetik materialer Kulturen) an der Bauhaus Universität Weimar veranstaltet wird.
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Die neue Leichtigkeit des Seins - Architektur der 1950er Jahre
(Dipl.-Ing. Kerstin Zaschke)
Start: Montag, 19.10.2026 I 13.00 Uhr I BZW B505
montags 4.DS, 13.00 - 14.30 Uhr, BZW B505
„Wir standen zu dieser Zeit an der Grenze zwischen Blut-und-Boden-Architektur und neuer funktioneller Bauweise.“ Theo Kief
1945 – Das Ende des Zweiten Weltkrieges war Endpunkt, Wendepunkt und Startpunkt im Leben, im Planen und im Bauen, in Architektur und Design. Nach den schweren Jahren der NS-Zeit und des Krieges wehte ein frischer Wind und nach und nach zog eine neue Leichtigkeit ein.
Die 1950er – Licht, Luft, Sonne!
Die 1950er – leicht, elegant, dynamisch, geschwungen, bunt, verspielt…
Die 1950er – Da denken die meisten sofort an Nierentische, Tütenlampen und Petticoats, Blue Jeans, Haartolle, Rock ‘n’ Roll und – Elvis.
Doch auch in der Architektur hat diese Epoche ihre Spuren hinterlassen. Der neue Baustil ist geprägt von klaren Formen, viel Licht und Helligkeit, aber auch von verspielten Elementen mit geschwungenen Formen. Modern war das Spiel mit den Materialien Glas, Beton, Messing, Aluminium und mit Farben, etwa bei der detailreichen Gestaltung von Fassaden und Innenräumen. Die modern Gesinnten knüpften an Tendenzen der 1920er und frühen 1930er Jahre an, schauten nach Skandinavien, nach England und in die USA – immer wieder im Bestreben sich von der Architektur der NS-Zeit abzusetzen.
Die neuen Intentionen im städtebaulichen Wiederaufbau, funktional wie gestalterisch, sowie die vielen Bauten der 1950er prägen oft noch bis heute das Gesicht vieler Städte, repräsentative wie auch Wohnbauten. Prägnante Unterschiede gibt es dabei zwischen Ost- und West-Deutschland, DDR und BRD.
Das Bauvolumen war enorm und damit die Zahl an städtebaulichen, architektonischen und gestalterischen Beispielen. In diesem Seminar können wir uns deshalb nur stichpunktartig mit verschiedenen Aspekten und Beispielen der neuen, leichten Architektur der 1950er Jahre auseinandersetzen. Um diese neue Leichtigkeit wahrnehmen und schätzen zu können, muss sich allerdings auch immer wieder die monumentale Architektur der NS-Zeit in Erinnerung rufen oder die Architektur der Nationalen Tradition der frühen DDR im Blick behalten.
Wir werden im ersten Seminartermin mit einer Art Collage starten, für die jeder Teilnehmer einen A4-Ausdruck mit einem formatfüllenden Foto zur „neuen Leichtigkeit des Seins“ der 1950er Jahre aus seinem bisherigen Lebensumfeld oder seinem bisherigen Erfahrungsschatz mitbringt (Architektur, Innenarchitektur, Design, etc.).
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Wo man hinschaut, nichts als Gegend...?
Architektur im Kontext von Ort und Landschaft
(Joel Rodriguet Richardson M.Sc.)
Start: Dienstag, 20.10.2026 I 11.10 Uhr I BZW B505
dienstags 3.DS, 11.10 - 12.40 Uhr, BZW B505
Architekturen wirken als bewusst geplante und gestaltete Setzungen über die Grenzen des eigenen Bauplatzes hinaus. Sei es, indem sie ihr Umfeld gezielt prägen und fortentwickeln, sich in einen vorgefundenen Bestand einfügen, oder diesen bewusst kontrastieren. Doch wann fassen wir dieses Zusammenspiel vob Gebäuden und Umwelt als bloße „Gegend" auf, und wann begreifen wir es als „Landschaft"? Wann ist ein Bauwerk nicht mehr nur Objekt an einem Ort, sondern wird als Teil eines größeren, als solchen erfahrbaren Ganzen gelesen, und welche Rolle nimmt es in diesem Kontext ein? Fügt es sich, wie Frank Lloyd Wrights Fallingwater, in einen Naturraum ein? Greift es das Wesen einer Kulturlandschaft auf, wie die rekonstruierten Fassaden der neuen Frankfurter Altstadt? Agiert es als bloße Staffage in einem Idealbild, wie die Pavillons und Tempel in den Landschaftsgärten des 18./19. Jahrhunderts? Oder ist es integraler Bestandteil eines radikal überformenden Landschaftsentwurfs, wie die mächtigen Wohnhochhäuser in Le Corbusiers Plan Voisin?
Unter der Prämisse der vielfältigen Bedeutungen des Begriffs „Landschaft", wollen wir unter Einbeziehung städtebaulicher, landschaftsarchitektonischer, kunst- und kulturhistorischer Blickwinkel die Beziehungen von Architektur und umgebendem Raum diskutieren. Anhand unterschiedlicher Fallstudien aus Architekturgeschichte und Gegenwart werden wir dabei untersuchen, mit welchen Mitteln und Strategien ArchitektInnen und PlanerInnen Bauwerke im Kontext von Landschaft pointiert positionieren – und postitioniert haben.