Wir stellen uns vor
Das Institut für Abfallwirtschaft und Altlasten an der
Technischen Universität Dresden wurde durch den Zusammenschluss
der Professur für Abfallwirtschaft mit der Professur für
Altlasten im September 1995 neu gegründet. An dem neuen
Standort der TU-Außenstelle in Pirna-Copitz verfügt das
Institut über moderne Laboratorien, Seminarräume sowie große
räumliche Kapazitäten für Forschungsreaktoren.
Durch den Zusammenschluss der Lehrgebiete Abfallwirtschaft
und Altlasten zu einem neuen Institut besteht die Möglichkeit,
ein breites Spektrum umweltbezogener Forschung abzudecken,
welches sich insbesondere mit naturwissenschaftlichen,
technischen und ökonomischen Fragestellungen aus der
Abfallwirtschaft und Altlastensanierung befasst.
Interdisziplinäre Aspekte fließen auch in die Ausbildung der
Studenten ein.

VERENA
Das Institut bildet Studenten im Studiengang
Abfallwirtschaft und Altlasten und im Ingenieurstudiengang
Wasserwirtschaft aus. Darüber hinaus werden Lehraufgaben in den
Nebenfachausbildungen für die Studiengänge Bauingenieurwesen,
Wirtschaftsingenieurwesen, Geographie, Biologie und Informatik
übernommen.
Im Jahr 2008 wurde der Name der Professur für Altlasten in
Grundwasser- und Bodensanierung umgewidmet und damit inhaltlich
konkretisiert und aktualisiert.
Labor des Institutes:
Teilnahmebestätigungen am Ringversuch Elution von Feststoffen
nach DIN 19528 und 19529
Organigramm des Institutes (Stand: Januar
2010)
Jahresbericht 2009
Professur für Abfallwirtschaft
Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h.c. Bernd Bilitewski
Co-Chair Vorsitzender einer internationalen Expertengruppe
der GTZ zur Förderung des Internationalen Umweltbeirates beim
Staatsrat in China, Honorary Doctor Degree, Vietnam
National University Hanoi
- Entwicklung von Methoden und Verfahren zur Erfassung,
Überwachung und Gefährdungsabschätzung und Sanierung von
Deponien
- Quellstärke von Recyclingmaterialien in der Umwelt
- Schadstoffentwicklung im Feuerraum in Abhängigkeit von
Sekundär- und Regelbrennstoffen
- Entwicklung neuer schadstoffarmer Recyclingverfahren und
Produktionsverfahren für Brennstoff aus Müll (BraM)
- Gebäudemontage und Minimierung von Baustellenabfällen
- Gebührenmodelle und verursachergerechte Gebührensysteme
(PAYT)
- Rechnergestützte Optimierung der Sammlung und dem
Transport von Abfällen (Logistik)
- Endokrin aktive Substanzen in Abfall und
Deponiesickerwasser
- Entstehung und Beseitigung von siliziumorganischen
Verbindungen in der Abfallwirtschaft
- E-Schadstoffseitige Charakterisierung kleiner elektrischer
und elektronischer Altgeräte in Haushaltsabfällen
- Biogaserzeugung aus biogenen Abfällen und nachwachsenden
Rohstoffen – Verfahrensgestaltung und Optimierung
- Aufbereitung von Bioabfällen zum Einsatz für die
BtL-Herstellung
Professur für Grundwasser- und Bodensanierung
Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. Peter Werner
Dekan der Fakultät Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften der
Technischen Universität Dresden
- Untersuchung des natürlichen Selbstreinigungspotenzials
kontaminierter Böden und Aquifere (Natural Attenuation)
einschließlich des überwachten (monitored) und
unterstützten/künstlich verstärkten (enhanced) Natural
Attenuation
- Grundwassersanierung durch "reaktive Wände" im
Grundwasserabstrom (synergetische Kombination von biologischen
und nicht-biologischen Systemen)
- Gefährdungsabschätzung und Sanierung von Altstandorten im
allgemeinen mit dem besonderen Augenmerk auf
teerölkontaminierten Standorten
- (ehemalige Gaswerksgelände, Holzimprägnierstandorte,
Teerseen) und Mineralölkontaminationen (Raffinerien,
Erdölleitungen, Schwer- und Rohöl)
- Einsatz von Elektronenakzeptoren alternativ zum Sauerstoff
für die Mineralisation von Schadstoffen (z.B. Nitrat, Sulfat,
Eisen, Mangan)
- Anwendung von Nanotechnologie und
schadstoff-immobilisierenden Mikroorganismen für den Abbau von
Gefahrenstoffen
- erweiterter Einsatz von Oxidationsprozessen zur Erhöhung
der biologischen Abbaubarkeit von Kontaminanten
- gekoppelte Nitrifikation/Denitrifikation zur Entfernung
stickstoffhaltiger Verbindungen aus dem Grundwasser
- biologischer Abbau und Umwandlung von chlorierten
Kohlenwasserstoffen, MTBE, BTEX und Mineralölprodukten unter
verschiedenen Randbedingungen
- Keimbelastung und Behandlung von Trinkwasser (Einfluss von
Desinfektionsmitteln, Biofilmen und
Vorbehandlungsmethoden)
Lehrgebiet Systemanalyse und Informationsverarbeitung
apl. Prof. Dr.-Ing. habil. P.-W. Gräber
- Großraumsimulationssysteme für Grundwasserprozesse unter
Verwendung von Hochleistungs- und paralleler
Rechentechnik
- Computergestützte Beratungssystemen zur Ausweisung von
Grundwasserschutzgebieten unter Verwendung von
Fuzzy-Methoden
- Programmsystem "CAE-Grundwasser" für lokalbegrenzte
Ingenieuraufgaben
- Methoden zur indirekten Parameteridentifikation für
geohydraulische Systemparameter
- Feingranulate gekoppelten
Oberflächen-Grundwasser-Strömungsmodell und
Simulationsprogramme
- On-line closed loop Steuerungssysteme für Boden- und
Grundwassersysteme mit Hilfe von Drainsysteme
- Computergestützte Beratungssysteme für die Leakage
Vorhersage
Honorarprofessor für Thermische Abfallbehandlung
Prof. Dr.-Ing. Heinrich Igelbüscher
Honorarprofessor für thermische Abfallbehandlung, Mitglied
des Kuratoriums der TU Dresden
- Thermische Verfahren der Abfallwirtschaft inkl.
Luftreinhaltemaßnahmen nach thermischer und
mechanisch-biologischer Abfallbehandlung
- Saarberg-Hölter-Verfahren zur Rauchgasentschwefelung und
Abgasreinigung
- Einfluss von trockenen und halbtrockenen
Rauchgasreinigungsverfahren in Kesseln und Reaktoren auf die
Verwertbarkeit der Reaktionsprodukte
- Herleitung neuer Anwendungsmöglichkeiten der
Magnetschwebetechnik aus der bestehenden
Transrapid-Technologie
Honorarprofessor für Grundwassergefährdende Stoffe
Prof. Dr.-Ing. Heinz-Jürgen Brauch
Honorarprofessor für Grundwassergefährdende Stoffe,
Abteilungsleiter Analytik am Technologiezentrum Wasser
Karlsruhe
- Bewertung und Einstufung Grundwassergefährdender
Stoffe
- Kriterien und Merkmale für einen nachhaltigen
Gewässerschutz, bes. Augenmerk auf Grundwasser
- Rechtliche Rahmenbedingungen
- Sicherheitssysteme für Anlagen zum Umgang mit
Grundwassergefährdenden Stoffen