Masterarbeiten
Die Master-Thesis am Lehrstuhl Landschaftsplanung bietet die Möglichkeit, die im Studienverlauf erworbenen Kenntnisse anhand einer intensiven Auseinandersetzung mit den inhaltlichen und methodischen Fragestellungen des Fachgebietes wissenschafts-theoretisch zu vertiefen oder planerisch anzuwenden.
Inhaltsverzeichnis
- Themen in der Landschaftsplanung für Masterarbeiten im Sommersemester 2026
- Grüne Lebensader: Von Prohlis bis zur Elbe
- Floating Islands in der BUGA Dresden
- Landschaftliches Entwicklungskonzept Zschoner Grund Dresden
- Baumstarkes Chemnitz (oder Dresden)
- Klimaangepasste Kindertagesstätten? Eine Studie in Dresden.
- Wenn die Elche kommen
- Umweltbericht versus GOP
- Wiesenträume
- Solarstrategie Mittelsachsen
- aktuelle Masterarbeiten
- bisherige Themen Masterarbeiten
- bisherige Themen Diplomarbeiten
- Themen in der Landschaftsplanung für Masterarbeiten im Sommersemester 2026
Themen in der Landschaftsplanung für Masterarbeiten im Sommersemester 2026
Bei Interesse bitte bis spätestens 2. März 2026 (gern auch vorher, manche Themen werden nur einmal vergeben) eine E-Mail an Prof. Catrin Schmidt! Über die nachfolgenden Themen hinaus werden auch individuelle Themen gern unterstützt, bei Ideen bitte möglichst frühzeitig melden! Arbeitsplätze können über Ilka Werblow reserviert werden.
Für alle Themen sind grundlegende GIS-Kenntnisse notwendig, da Daten in der Regel als Shapes vorliegen und mindestens ein Datenexport erfolgen muss. Sollten für ausgewählte Themen fortgeschrittene GIS-Kenntnisse notwendig sein, ist dies in den nachfolgenden Kurzbeschreibungen kenntlich gemacht worden.
Angeboten werden im kommenden Wintersemester die nachfolgenden beschriebenen, auch im Video illustrierten Themen.
Grüne Lebensader: Von Prohlis bis zur Elbe
Nach dem aktuellen „Momentum BUGA 2033“ sollen im Rahmen der geplanten Bundesgartenschau zwei grüne Lebensadern in Dresden entwickelt werden. Eine davon soll in der Masterarbeit planerisch und entwurflich vertieft werden, nämlich die grüne Lebensader von Prohlis bis zur Elbe. Dabei stehen nicht die beiden geplanten Kernareale der Galopprennbahn und der Kiesseen im Fokus, sondern vielmehr ihre Einbindung in den übergreifenden Grünzug. Wo entlang könnte z.B. eine neue Rad- und Fußwegeverbindung zwischen Prohlis und den Kiesseen verlaufen? Wo sind Lücken im Grünverbund entlang des Geberbaches? Wie kann der öffentliche Raum in Prohlis unter Berücksichtigung des besonderen Entwicklungsbedarfes des Stadtteils aufgewertet werden? Und wie kommt man während der BUGA von einem zum anderen Kernareal?
Aufgabe der Masterarbeit ist es, auf der Basis einer Auswertung bereits vorhandener Planungen und einer landschaftsplanerischen Analyse und Bewertung den Handlungsbedarf im Plangebiet zu konkretisieren und ein Nutzungs- und Gestaltungskonzept sowie ein Narrativ für die Lebensader zu entwickeln. Dieses soll in räumlichen Darstellungen, Schnitten und Visualisierungen veranschaulicht und in geeigneten Teilbereichen detailliert werden.
- Entwurfsarbeit (ausschließlich Pläne und Entwurfsbuch)
Floating Islands in der BUGA Dresden
Floating Islands sind schwimmende Inseln, die unterschiedlichste landschaftliche Funktionen erfüllen können – von der Wasserreinigung über die Bereitstellung von Habitaten bis hin zur Schaffung von schwimmenden Erholungsangeboten. Es gibt zahlreiche Konstruktionsvarianten und Bepflanzungsmöglichkeiten. Vor dem Hintergrund des nur beschränkt zur Verfügung stehenden Platzes in Städten und der flexiblen wie auch innovativen Ausgestaltungsmöglichkeiten der Floating Islands könnten sie gezielt auf der BUGA 2033 in Dresden ausgestellt werden. Aber wo und wie? Aufgabe der Masterarbeit ist es, ausgehend von einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit Möglichkeiten und Grenzen der Floating Islands einen geeigneten Ausstellungsort in Dresden im Rahmen der BUGA zu suchen. Alternativstandorte sind vergleichend zu bewerten. Am bevorzugten Standort soll schließlich ein Gestaltungskonzept für die Floating Islands entwickelt werden, welches auf landschaftsplanerischen Analysen und Bewertungen des Standortes beruht und in räumlichen Darstellungen, Schnitten und Visualisierungen veranschaulicht wird. Konzeptbausteine und insbesondere auch die Bepflanzung sind zu detaillieren. Zugleich ist prozessual zu planen (vor, während und nach der BUGA).
- Entwurfsarbeit (ausschließlich Pläne und Entwurfsbuch)
Landschaftliches Entwicklungskonzept Zschoner Grund Dresden
Dresden hat seit 2024 ein Naturschutzgroßprojekt. Durch die damit verbundene finanzielle Unterstützung des Bundes ist eine weitaus höhere Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen als bislang möglich, wobei die Mittel speziell in den Projektgebieten des Naturschutzgroßprojektes eingesetzt werden sollen. Der Zschoner Grund ist Bestandteil des Projektgebietes Westliche Lössplateaus und soll in der Masterarbeit mit seinem Einzugsbiet von der Elbe bis zur Stadtgrenze bei Kesselsdorf betrachtet werden. Es bietet mit dem Tal und seinen Gehölzbeständen große Potenziale. Zugleich wird das Gebiet aber auch intensiv landwirtschaftlich genutzt und fehlen im Offenland mitunter landschaftliche Strukturen. Wie sollte das Gebiet künftig landschaftlich entwickelt werden? In der Masterarbeit ist ein Arten- und Biotopschutzkonzept zu erarbeiten, welches mit Aspekten der Erholungsvorsorge und der Klimaanpassung verknüpft wird.
- planerisch-wissenschaftliche Arbeit (Text und Pläne), fortgeschrittene GIS-Kompetenzen erforderlich
Baumstarkes Chemnitz (oder Dresden)
Gegenwärtig müssen in vielen bundesdeutschen Städten aufgrund von Vegetationsschäden mehr Bäume gefällt werden als nachgepflanzt werden können. Dabei muss es eigentlich gelingen, den städtischen Baumbestand deutlich zu erhöhen, um künftig trotz zunehmender Temperaturen Lebensqualität für die Stadtbevölkerung zu bieten. Wie kann das gelingen? Am Beispiel der Stadt Chemnitz (oder Dresden) sollen in der Masterarbeit Ideen und konkrete Projekte auf gesamtstädtischer Ebene entwickelt werden, die nicht nur dem Erhalt, sondern zugleich einer Erhöhung des Baumbestandes dienen. Dabei soll zunächst ausgewertet werden, wie sich der Baumbestand der jeweiligen Stadt in den letzten Jahren entwickelt hat und wo räumliche Problembereiche liegen (aktuell und zukünftig im Klimawandel). Zugleich sollen vorhandene Satzungen und der Umgang damit ausgewertet werden. So verfügt Dresden z.B. über eine Gehölzschutzsatzung (2018), Chemnitz überarbeitet seine gerade. Dresden hat einen Entwurf einer Begrünungssatzung, Chemnitz eine Stellplatzgestaltungssatzung (2021). Ergänzend sollen Best Practice-Beispiele recherchiert werden. Auf dieser Basis soll stadtspezifisch ein Set von formellen (z.B. Satzungen) und informellen Instrumenten (z.B. Baumspenden) entwickelt werden, welches in ausgewählten Bestandteilen vertieft und umsetzungsorientiert aufbereitet wird.
- planerisch-wissenschaftliche Arbeit (Text und Pläne)
Klimaangepasste Kindertagesstätten? Eine Studie in Dresden.
Die Durchschnittstemperatur steigt, Hitzewellen nehmen zu, und Starkregenereignisse wechseln sich immer häufiger mit Dürreperioden ab. Kinder im Kindergartenalter sind gegenüber klimatischen Extremen besonders vulnerabel. Wie klimaangepasst sind die Kindertagesstätten Dresdens tatsächlich? Wo besteht besonderer Handlungsbedarf? Und welche Tools können empfohlen werden, um eine bessere Klimaanpassung zu erreichen? Die Masterarbeit hat im Schwerpunkt die Aufgabe, eine Methodik zu entwickeln und umzusetzen, mit der auf der Basis zur Verfügung stehender Daten (Luftbilder, NDVI, Wärmebelastungsindex) alle Kindertagesstätten der Stadt Dresden vergleichend hinsichtlich ihrer Klimaanpassung analysiert und bewertet werden. Darauf basierend sollen diejenigen Kindertagesstätten selektiert werden, bei denen ein besonders hoher Handlungsbedarf für einen klimaangepassten Umbau des Außengeländes besteht. Für diese sollen Maßnahmenschwerpunkte benannt werden.
- planerisch- wissenschaftliche Arbeit (Text und Pläne); fortgeschrittene GIS-Kompetenzen erforderlich
Wenn die Elche kommen
Seit einigen Jahren wandern vermehrt von Polen und Tschechien Elche nach Deutschland ein, insbesondere nach Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. Im Sommer durchschwimmen sie die Grenzflüsse. Im Winter laufen sie einfach über das Eis. Bis ins Frühmittelalter waren die Großhirsche noch über ganz Deutschland verbreitet. Aktuell vermutet der WWF, dass sich bereits ca. 15 Elche dauerhaft in Brandenburg wieder angesiedelt haben, Tendenz steigend. Wie könnte sich die Elchpopulation in Deutschland weiter ausbreiten, und was würde sich dadurch ökosystemar und landschaftlich ändern? Welche Chancen, aber ggf. auch Konflikte liegen darin, und welcher landschaftsplanerischer Handlungsbedarf resultiert ggf. daraus? Ausgehend von einer Analyse der Habitatansprüche, seiner bisherigen Verbreitung und Entwicklung der Populationen in Europa, soll in der Masterarbeit ein GIS-basiertes Habitatmodell für Deutschland erarbeitet werden, mit dem die künftige Ausbreitung des Elches prognostiziert wird. Zudem sollen Interviews mit Elchexperten und Auswertungen der Fachliteratur dazu genutzt werden, um die ökosystemaren und landschaftlichen Veränderungen durch die einwandernden Elche abzuschätzen und Vor- und Nachteile zu diskutieren. In einem frei zu wählenden räumlichen Vertiefungsbereich soll schließlich beispielhaft ein landschaftsplanerisches Konzept erarbeitet werden, mit dem ein möglichst hoher landschaftlicher Mehrwert erzielt und mögliche Konflikte vermindert werden.
- planerisch-wissenschaftliche Arbeit (Text und Pläne), fortgeschrittene GIS-Kompetenzen erforderlich
Umweltbericht versus GOP
Am Beispiel eines Bebauungsplanes, der für den Tiergarten Höckendorf in der Gemeinde Klingenberg erarbeitet wird, sollen Schnittstellen zwischen Umweltbericht und Grünordnungsplan diskutiert und ausgelotet werden. Ergänzen sich diese Instrumente sinnvoll oder stehen sie in Konkurrenz zueinander? Um die Frage zu beantworten, sollen auf der Basis einer landschaftsplanerischen Analyse und Bewertung des Plangebietes (ca. 27.000 m²) sowie eines Entwurfs des Bebauungsplanes sowohl die maßgeblichen Bestandteile eines Umweltberichtes als auch eines Grünordnungsplanes erarbeitet werden. Das Ergebnis kann als Umweltbericht mit integriertem Grünordnungsplan dargestellt werden. Aufbauend auf dem Fallbeispiel sollen Synergien und mögliche Überschneidungen zwischen den beiden Instrumenten diskutiert und Lösungsstrategien aufgezeigt werden.
- planerisch-wissenschaftliche Arbeit (Text und Pläne), fortgeschrittene GIS-Kompetenzen erforderlich
Wiesenträume
Der Landkreis Mittelsachsen erstreckt sich vom Hügelland um Döbeln bis in die Berglagen des Erzgebirges und vereint naturräumlich eine Vielzahl unterschiedlicher Wiesentypen – von Flachland-Mähwiesen bis hin zu Bergwiesen. Gegenwärtig vollzieht sich jedoch nicht nur in diesem Landkreis ein stilles Sterben artenreicher Wiesen. Wie kann dem entgegengewirkt und die Vielfalt mittelsächsischer Wiesen erhalten werden? Die Masterarbeit eignet sich für alle, die gern botanisch unterwegs sind. Fahrtkosten für drei Kartiertage werden vom Lehrstuhl übernommen. Aufgabe der Masterarbeit ist zunächst, anhand eines Vergleichs von Daten von 2014 und aktuell (SBK) eine GIS-basierte Analyse des Rückganges geschützter Wiesen im Landkreis vorzunehmen und zugleich die Wiesen naturräumlich zu clustern und zu typisieren. Für jeden der maßgeblichen Wiesentypen sollen anschließend einige potentiell wertvolle Wiesen ausgewählt und vor Ort in ihrer Vegetation untersucht werden. Gleichermaßen sind fachlich geeignete Pflege- und Bewirtschaftungsformen und innovative Best Practice-Ansätze zu recherchieren. Im Ergebnis soll ein landkreisweites Projekt konzeptionell entwickelt und strukturiert werden, mit dem die Wiesenpflege über Förderungen und informelle Ansätze zukunftsfähig ausgestaltet wird.
- planerisch-wissenschaftliche Arbeit (Text und Pläne)
Solarstrategie Mittelsachsen
Gegenwärtig entstehen landauf, landab viele Freiflächen-Photovoltaikanlagen, so auch im Landkreis Mittelsachsen - meistenteils ohne, dass es dafür ein übergeordnetes Konzept gäbe. Sollte das künftig so weitergehen? Wo sind Gunsträume für Freiflächen-PV-Anlagen, wo auch Restriktions- oder Ausschlussgebiete? Und wie soll mit neueren Entwicklungen wie z. B. Agri-PV-Anlagen oder Floating-PV-Anlagen, Tierwohlanlagen oder bifazialen Zäunen umgegangen werden? In der Masterarbeit soll zunächst der Bestand an Freiflächen-PV-Anlagen räumlich ausgewertet werden und sollen die aktuellen gesetzlichen und förderseitigen Rahmenbedingungen textlich aufbereitet werden. Auf dieser Basis und zur Verfügung stehender landschaftlicher Daten zum Landkreis sollen Gunst- Restriktions- und Ausschlussräume für Freiflächen-PV-Anlagen einschl. ihrer Spezialformen gebildet und eine Strategie entwickelt werden, wie der Landkreis künftig mit der Nutzung der Solarenergie umgehen sollte. Dachflächen-PV-Anlagen sollen nicht vertiefend analysiert werden, sollen aber gleichwohl in der Strategie mitberücksichtigt werden.
- planerisch-wissenschaftliche Arbeit (Text und Pläne), fortgeschrittene GIS-Kompetenzen erforderlich
aktuelle Masterarbeiten
bisherige Themen Masterarbeiten
bisherige Themen Masterarbeiten
bisherige Themen Diplomarbeiten
bisherige Themen Diplomarbeiten
Eine Einsichtnahme vor Ort in bereits abgeschlossene Masterarbeiten oder Diplomarbeiten ist über eine Anfrage per mail im Sekretariat der Professur möglich.