Masterarbeiten
Die Master-Thesis am Lehrstuhl Landschaftsplanung bietet die Möglichkeit, die im Studienverlauf erworbenen Kenntnisse anhand einer intensiven Auseinandersetzung mit den inhaltlichen und methodischen Fragestellungen des Fachgebietes wissenschafts-theoretisch zu vertiefen oder planerisch anzuwenden.
Inhaltsverzeichnis
- Themen in der Landschaftsplanung für Masterarbeiten im Wintersemester 2026/27
- Seeds of Change. Experimenteller Entwurf.
- Kompass oder Pflichtübung? Der kommunale Landschaftsplan in Brandenburg.
- Neues Berggeschrey im Erzgebirge?
- Von Baum zu Baum: Grüne Radrouten im Landkreis Leipziger Land
- Goldschakal und Wiesenbrüter
- Die 3-30-300 Regel. Eine Studie in Dresden.
- Umweltbericht versus GOP
- aktuelle Masterarbeiten
- bisherige Themen Masterarbeiten
- bisherige Themen Diplomarbeiten
- Themen in der Landschaftsplanung für Masterarbeiten im Wintersemester 2026/27
Themen in der Landschaftsplanung für Masterarbeiten im Wintersemester 2026/27
Bei Interesse bitte bis spätestens 14. September 2026 (gern auch vorher, manche Themen werden nur einmal und dann an den/die Erste(n) vergeben) eine E-Mail an Prof. Catrin Schmidt und in cc bitte an Ilka Werblow. Über die nachfolgenden Themen hinaus werden auch individuelle Themen gern unterstützt, bei Ideen bitte möglichst frühzeitig melden! Arbeitsplätze können über Ilka Werblow reserviert werden.
Für alle Themen sind grundlegende GIS-Kenntnisse notwendig, da Daten in der Regel als Shapes vorliegen und mindestens ein Datenexport erfolgen muss. Sollten für ausgewählte Themen fortgeschrittene GIS-Kenntnisse notwendig sein, ist dies in den nachfolgenden Kurzbeschreibungen kenntlich gemacht worden.
Angeboten werden im kommenden Wintersemester die nachfolgenden beschriebenen, auch im Video illustrierten Themen.
Seeds of Change. Experimenteller Entwurf.
Die finanziellen Mittel der BUGA in Dresden 2033 sind begrenzt, die zwei zu entwickelnden Lebensadern hingegen sehr großräumig, sodass das Risiko besteht, dass am Ende nur die zentralen Kernflächen gestaltet werden und die Lebensadern auf dem Papier verbleiben. Wie wäre es deshalb, die Gunst des temporären Ausstellungsevents zu nutzen und von vornherein experimenteller vorzugehen und auf gezielte Aktionen während des halben Jahres BUGA-Ausstellung zu setzen – den Seeds of Change? Aufgabe der Masterarbeit ist es, in den beiden Lebensadern temporär angelegte Aktionen für den Zeitraum der BUGA 2033 zu entwerfen, die die Möglichkeiten einer grünen Stadttransformation greifbarer und anschaulicher machen. Sie sollen so konzipiert werden, dass sie während der BUGA evaluiert werden und mit Abschluss der BUGA in der Stadtgesellschaft entschieden wird, was davon verdauert, ausgeweitet oder auch rückgebaut wird. Die Beispiele solcher Aktionen sind vielfältig und können von Pilotprojekten zur Umnutzung von Parkplätzen und Straßen über Guerilla-Gardening bis hin zu Straßenbäumen reichen, die zunächst in Kübeln zur Probe an verschiedene Standorte einer Lebensader transportiert werden, bevor über ihren finalen Pflanzstandort entschieden wird. Das Experiment steht im Vordergrund. Eingebunden in ein stimmiges Gesamtkonzept sollen die Aktionen helfen, die Lebensadern trotz beschränkter finanzieller Mittel zum Leben zu erwecken und während und nach der BUGA ablesbar- und erfahrbar zu machen. Die Aktionen sollen in räumlichen Darstellungen, Schnitten und Visualisierungen veranschaulicht und in geeigneten Teilbereichen detailliert werden.
- Entwurfsarbeit (ausschließlich Pläne und Entwurfsbuch, keine GIS-Kompetenzen erforderlich)
Kompass oder Pflichtübung? Der kommunale Landschaftsplan in Brandenburg.
Die kommunale Landschaftsplanung blickt in Brandenburg auf eine mittlerweile mehr als 25jährige Geschichte zurück. Aber welchen Stand und welche Qualität haben kommunale Landschaftspläne in Brandenburg tatsächlich erreicht? Aufgabe der Masterarbeit ist es, mittels einer quantitativen Befragung der kommunalen Ämter Brandenburgs einen aktuellen Überblick über den Stand von Landschaftsplänen, über Erfahrungen, Probleme, Chancen und besondere Handlungsbedarfe zu erhalten. Digital vorliegende Landschaftspläne sollen recherchiert und ausgewertet werden, sodass ein Katalog von Best Practice- Beispielen entsteht. Zudem gibt es eine Reihe neuer Herausforderungen, die z.B. vom Klimawandel bis zur Steuerung von Freiflächen-PV-Anlagen reichen. Vor diesem Hintergrund ist in den nächsten Jahren in vielen Kommunen mit einer Neuaufstellung oder Fortschreibung eines Landschaftsplanes zu rechnen. Aber wie sollte ein zeitgemäßer Landschaftsplan aussehen, welche Hinweise und Anregungen sollten für die anstehende Phase gegeben werden? Mit Empfehlungen für die zukünftige Ausgestaltung sollte die Masterarbeit abgerundet werden.
- Planerisch- wissenschaftliche Arbeit (Text und Karten, keine GIS-Kompetenzen erforderlich)
Neues Berggeschrey im Erzgebirge?
Das Erzgebirge erlebte im Mittelalter mit dem großflächigen Silberbergbau ein erstes „großes Berggeschrey“, welches die Landschaft komplett verändert hat. Kommt nun ein neues „Berggeschrey“? Zumindest wurden vom Sächsischen Oberbergamt in letzter Zeit sehr großflächige Bergbauberechtigungen für die Aufsuchung kritischer Technologiemetalle wie z.B. Lithium, Zinn, Wolfram u.a. erteilt. Teilweise laufen auch schon erste Planfeststellungsverfahren. Sollten nicht großräumiger vorsorgende Strategien für eine gute Balance zwischen Rohstoffabbau und Landschaftsschutz entwickelt werden, bevor die Kommunen von der Entwicklung überrollt werden? Aufgabe der Masterarbeit ist es, zunächst einen Überblick über den aktuellen Planungsstand der Aufsuchung und des geplanten Abbaus kritischer Technologiemetalle im Erzgebirge zu geben. Eine Recherche und Analyse von UVPs zu vergleichbaren Abbauvorhaben und eine Literaturauswertung soll zudem als Basis für eine Übersicht über zu erwartende Umweltauswirkungen des Abbaus genutzt werden. Dies wiederum soll konzeptionell in einer Raumwiderstandskarte für das Erzgebirge münden, in der besonders empfindliche Bereiche der Landschaft und in der Überlagerung mit Bergbauberechtigungen auch potentielle Konfliktschwerpunkte kenntlich gemacht werden. Zugleich soll ein Anforderungsprofil für künftige UVPs erstellt werden und sollen zukunftsfähige Strategien im Umgang mit dem „neuen Berggeschrey“ erarbeitet werden.
- Planerisch- wissenschaftliche Arbeit (Text und Karten, fortgeschrittene GIS-Kompetenzen zu empfehlen)
Von Baum zu Baum: Grüne Radrouten im Landkreis Leipziger Land
Wer radelt im Sommer schon gern in praller Sonne? Viel angenehmer erscheinen da doch Radwege, die immer wieder Schatten und dennoch prächtige Aussichten bieten, erst recht in den zunehmend häufigeren Hitzeperioden. Schatten ist jedoch an manchen der Radrouten des Landkreises Leipziger Land Mangelware. Zudem besteht die Frage, wie Baumreihen am Wegesrand künftig mögliche Dürreperioden überstehen. Und welche Baumarten könnten in welcher Landschaft zugleich als Identitätsanker und gestalterische Markenzeichen fungieren? Aufgabe der Masterarbeit ist es, ein zukunftsfähiges Begrünungskonzept für die Hauptradrouten SachsenNetz zu erarbeiten, optional können Ergänzungen ausgewählt werden. Dazu ist in der Bestandsaufnahme per Luftbild der Baumbestand zu analysieren und der Zustand stichprobenhaft vor Ort zu bewerten. Zugleich ist zu recherchieren, welche Baumarten in welchen unterschiedlichen Landschaften des Landkreises historisch besonders typisch waren, welche die Unverwechselbarkeit der einzelnen Landstriche unterstützen können und welche Baumarten sich standörtlich unter Berücksichtigung des Klimawandels eignen würden. Auf dieser Basis ist ein Bepflanzungskonzept für die einzelnen Routen zu entwickeln, welches die Typik der umgebenden Kulturlandschaften unterstreicht und die Radrouten als verbindenden Achsen der blaugrünen Infrastruktur ausgestaltet. Vertiefend soll gezeigt werden, wie eine zukunftsfähige Wasserversorgung der Bepflanzung sichergestellt werden soll.
- Planerisch- wissenschaftliche Arbeit (Text und Karten, Basis-GIS-Kompetenzen erforderlich)
Goldschakal und Wiesenbrüter
Immer mehr Goldschakale wandern recht unbemerkt nach Deutschland ein und füllen eine Nische zwischen Wolf und Fuchs. Könnten dadurch besonders am Boden brütende Vögel und kleinere Säugetiere betroffen werden, oder ist es ökologisch eher eine Chance? Welche vorsorgenden Schutzmaßnahmen könnten getroffen werden, um den Bestand an Wiesenbrütern zu sichern? Aufgabe der Masterarbeit ist es, auf der Basis von Artdaten und einer Auseinandersetzung mit der Entwicklung des Bestandes an Goldschakalen und seinen Habitatansprüchen, ein Habitatmodell für Deutschland zu entwickeln, das die künftige Ausbreitung beschreibt und auf dieser Basis besonders für die o.g. Wiesen- und Offenlandvögel geeignete Schutzmaßnahmen zu recherchieren und weiterzuentwickeln.
- Planerisch- wissenschaftliche Arbeit (Text und Karten, fortgeschrittene GIS-Kompetenzen erforderlich)
Die 3-30-300 Regel. Eine Studie in Dresden.
Die 3-30-300-Regel ist zwar erst ca. fünf Jahre alt, aber sie hat dennoch schon - ausgehend von den Niederlanden – weite Teile Europas erreicht. Hält sie, was sie verspricht? Erdacht wurde sie als einfach zu kommunizierende politische Zielgröße für mehr Grün in der Stadt: Jeder Stadtbürger und jede Stadtbürgerin sollte 3 Bäume in sichtbarer Entfernung haben, in einem Stadtquartier mit 30% Baumkronenüberschirmung leben und in 300 m die nächste Grünfläche erreichen können. Wie kann man dies planerisch operationalisieren? Machen die Zielgrößen überhaupt Sinn? Und ergibt das eher einen undifferenzierten Handlungsbedarf oder eine gute Planungsgrundlage für neues Stadtgrün? Da es noch keine validen Erprobungen gibt, ist Aufgabe der Masterarbeit, am Beispiel der Stadtteile Löbtau-Süd/Südvorstadt-West/Plauen alle drei Zielgrößen zu operationalisieren und die Nutzbarkeit der 3-30-300-Regel zu testen. Alternativ kann auch Blasewitz-Stresen-Gruna gewählt werden. Für die Baumkronenüberschirmung sind unterschiedliche Fernerkundungsdaten und Daten der Stadt Dresden öffentlich zugänglich, die vergleichend getestet werden können. Für andere Parameter sind GIS-basiert eigene Methoden zu entwickeln. Im Ergebnis der Masterarbeit sind fachliche Empfehlungen gefragt: Ist die 3-30-300-Regel eine Chance oder ein Irrweg?
- Planerisch- wissenschaftliche Arbeit (Text und Karten, fortgeschrittene GIS-Kompetenzen erforderlich)
Umweltbericht versus GOP
Am Beispiel eines Bebauungsplanes, der für den Tiergarten Höckendorf in der Gemeinde Klingenberg erarbeitet wird, sollen Schnittstellen zwischen Umweltbericht und Grünordnungsplan diskutiert und ausgelotet werden. Ergänzen sich diese Instrumente sinnvoll oder stehen sie in Konkurrenz zueinander? Um die Frage zu beantworten, sollen auf der Basis einer landschaftsplanerischen Analyse und Bewertung des Plangebietes (ca. 27.000 m²) sowie eines Entwurfs des Bebauungsplanes sowohl die maßgeblichen Bestandteile eines Umweltberichtes als auch eines Grünordnungsplanes erarbeitet werden. Das Ergebnis kann als Umweltbericht mit integriertem Grünordnungsplan dargestellt werden. Aufbauend auf dem Fallbeispiel sollen Synergien und mögliche Überschneidungen zwischen den beiden Instrumenten diskutiert und Lösungsstrategien aufgezeigt werden.
- planerisch-wissenschaftliche Arbeit (Text und Pläne), fortgeschrittene GIS-Kompetenzen erforderlich
aktuelle Masterarbeiten
bisherige Themen Masterarbeiten
bisherige Themen Masterarbeiten
bisherige Themen Diplomarbeiten
bisherige Themen Diplomarbeiten
Eine Einsichtnahme vor Ort in bereits abgeschlossene Masterarbeiten oder Diplomarbeiten ist über eine Anfrage per mail im Sekretariat der Professur möglich.