Workshops
Ein Vortragsblock (90 Minuten) wird in diesem Jahr in Form interaktiver Workshops gefüllt. Die Workshops werden parallel stattfinden. Die Teilnehmenden entscheiden beim Empfang, an welchem Workshop sie teilnehmen.
Weitere Informationen folgen in Kürze.
Workshop 1
LCA zum Ausprobieren: Optimierungspotentiale von Glasfassaden erkennen, berechnen und vergleichen
Christian Popp, Technische Universität Dresden
Die Lebenszyklusanalyse (LCA) ist ein zentrales Werkzeug zur Bewertung der Umweltwirkungen von Bauprodukten und Konstruktionen. In diesem Workshop nehmen wir damit eine Glasfassade genauer unter die Lupe: Welche Stellschrauben beeinflussen die Ökobilanz? Wie lassen sich CO₂-Emissionen, Energieverbrauch und Materialeinsatz optimieren? Woher bekommt man Ökobilanzdaten? Gemeinsam identifizieren wir relevante Einflussfaktoren entlang des gesamten Lebenszyklus und führen einfache Berechnungen für praxisnahe Abschätzungen durch. Durch die Analyse unterschiedlicher Szenarien werden Optimierungspotentiale aufgezeigt, verglichen, interpretiert und hinsichtlich ihrer Wirkung bewertet. Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis zu den Umweltwirkungen von Glasfassaden über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu erlangen und fundierte Entscheidungen für nachhaltigere Glasfassadensysteme treffen zu können.
Ziel des Workshops ist es, Grundlagen zu schaffen und mit ingenieursmäßigen Ansätzen Optimierungsmaßnahmen für Glasfassaden über den gesamten Lebenszyklus aufzuzeigen. Auch Personen, die sich bisher wenig mit der Thematik auseinandergesetzt haben, sollen in die Lage versetzt werden, Glasfassaden nachhaltig zu optimieren. Zielgruppe sind insbesondere Planungsbüros, die Glas- und Fassadenindustrie und Teilnehmende aus der Wissenschaft.
Workshop 2
VSG im Fokus - Worauf es wirklich ankommt!
Matthias Haller, Eastman
Workshop 3
Second sight glass - Identifikation von Bruchursprüngen in geprüftem Glas
Alexandra Herpich und Johannes Giese-Hinz, Technische Universität Dresden
Im Workshop “Second Sight” werden Probekörper aus gebrauchten Fensterscheiben untersucht, um laufende Forschung zur potenziellen Wiederverwendung von Bauglas zu demonstrieren. Zunächst erfolgt eine optische Prüfung der Proben auf Fehlstellen und Kratzer sowie eine Abschätzung der verbleibenden Festigkeit oder des zu erwartenden Bruchverhaltens. Anschließend werden die Probekörper im Doppelring-Biegeversuch experimentell auf ihre Festigkeit geprüft. Ausgewählte gebrochene Proben werden danach mikroskopisch analysiert, um Bruchursachen und kritische Defekte besser zu verstehen.
Workshop 4
ThinLam Element trifft Funktion -
Zukunftsszenarien adaptiver Fassaden aus Dünnglas
Dr. Jens Böke, Priedemann
Elena Fleckenstein, Technische Universität Dresden
Das ZIM-geförderte Forschungsprojekt ThinLam Element untersucht die Anwendung von flexiblem Dünnglas auf adaptive Fassaden. Die mögliche Biegung und Verformung des Glases eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten und Chancen für die effiziente Umsetzung von Regelungsfunktionen. Das Projekt entwickelt die Technologie speziell im Zusammenhang mit neuen Lüftungskonzepten in ein- oder mehrschaligen Fassadenkonstruktionen. Es ist jedoch bereits eine Vielzahl weiterer Anwendungsmöglichkeiten absehbar, wie beispielsweise die Integration von Photovoltaik, Sonnenschutz oder die Kombination mit Begrünungskonzepten. Wie kann die ThinLam-Technologie in Zukunft eingesetzt werden, um drängende Fragen der Fassadenplanung zu lösen? Im Workshop ThinLam – „Zukunftsszenarien” entwickeln kleine interdisziplinäre Planungsteams visionäre Konzepte für eine innovative ThinLam Element-Fassade.