WIR V2.A RE-PARK
WIR V2.A RE-PARK - Composite-Oberflächenschutzsystem für Parkbauten mit recycelten Carbon-Kurzfasern
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Katharina KLEINSCHROT, Dr.-Ing. Jan KORTMANN, Dipl.-Ing. Annika HERDAN, Dipl.-Ing. Karl GIESE
© Sven Ellgner TUD
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
NameFrau Dipl.-Ing. Annika Herdan
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Besuchsadresse:
Beyer-Bau, 2. Etage, Raum 252 George-Bähr-Straße 1
01069 Dresden
Das Vorhaben WIR V2.A RE-PARK entwickelt aus faserhaltigen Prozessabfällen oder mit dem Recycling gewonnene Fasern ein monolithisches, hoch verschleißfestes, dauerhaftes und pumpfähiges Oberflächenschutzsystem (OSS) für den Neubau und die Instandsetzung von Parkbauten. Die Zielsetzung liegt in erster Linie in der Entwicklung eines pumpfähigen und selbstnivellierenden Deckbelages, welcher durch die planmäßige, multiple Rissbildung Rissweiten von kleiner 50 µm ermöglicht. Bei diesen Rissweiten ist ein Eindringen von Wasser und schädigenden Chloriden nicht mehr möglich. Ein weiteres Ziel ist die Entwicklung einer Mörtelmatrix, die mit unterschiedlichen Fasertypen und -bündelungen sowie Anhaftungen gleichermaßen funktionsfähig ist und mit möglichst CO2-reduzierten Zementen hergestellt wird. Dafür werden im Rahmen des Projektes systematisch die Wirkzusammenhänge zwischen eingebrachter Faserlänge, -art und -gehalt sowie deren Einfluss auf die mechanischen und rheologischen Eigenschaften des OSS untersucht. Im Rahmen des Projekts werden durch die Projektpartner Testflächen sowie ein Großdemonstrator entwickelt. Darüber hinaus werden Verfahren zur Überarbeitung und zum Rückbau des Systems entwickelt und erprobt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der anschließenden Weiterverarbeitung und stofflichen Verwertung der eingesetzten Materialien. Hierzu zählen insbesondere die Aufbereitung und Trennung der Fasern sowie das Recycling des OSS am Ende des Nutzungszyklus. Das rückgebaute OSS soll ebenfalls aufbereitet und anschließend als Zuschlagstoff für die Herstellung neuer Materialien nutzbar gemacht werden. Damit wird ein geschlossener Materialkreislauf angestrebt, bei dem sowohl die mineralischen Bestandteile als auch die eingesetzten Fasern nach der Nutzungsphase einer erneuten Verwendung zugeführt werden können.
Das Institut für Baubetriebswesen (IBB) der TU Dresden erhebt und analysiert Quellen carbonfaserhaltiger Abfälle. Ausgehend von diesen Abfällen werden Aufbereitungsverfahren zur Reinigung, Entstaubung und Entfernung der Faserbeschichtung validiert und mittels einer SWOT-Analyse bewertet, um anschließend eine Bedarfs- und Verwertungsprognose zu erstellen. Mit Projektabschluss werden Handlungsempfehlungen und Positionspapiere erarbeitet.
Die im Projekt erzielten Ergebnisse werden zum Projektabschluss derart aufbereitet, dass die Verwertbarkeit der entwickelten Lösungen sichtbar gemacht, der Wissenstransfer gefördert und potenzielle Anwender frühzeitig eingebunden werden können.
Projektlaufzeit: 01.08.2026 – 31.01.2029
Projektpartner:
- Koch Carbon Consulting GmbH, Kreuztal
- Spezial-Abdichtungen M. Richter GmbH, Taucha
- Kahnt & Tietze GmbH, Leipzig
Das Vorhaben wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) unter der Förderkennzeichen 03WIR6018B gefördert.