23.01.2026
„Brücken neu denken. Lebensraum, Stadtraum, Freiraum“, eine neue Ausstellung im ZfBK – Zentrum für Baukultur Sachsen
Brücken neu denken. Lebensraum, Stadtraum, Freiraum
Brücken sind Grundpfeiler unserer Gesellschaft, deren Bedeutung uns oft erst bewusst wird, wenn sie wegfallen – wie der Einsturz der Carolabrücke in Dresden und die temporäre Sperrung der Elbbrücke in Bad Schandau eindrucksvoll gezeigt haben.
Die Ausstellung „Brücken neu denken“ beleuchtet das Thema Brücken und ihre Bedeutung für die Gesellschaft aus vielfältigen und teils überraschenden Blickwinkeln:
Die Schau legt dar, wie sich Brückenvisionen im Laufe der Jahrhunderte gewandelt haben – von Symbolen der Ordnung in der Antike, über Symbole des Fortschritts in Zeiten der industriellen Revolution oder der Funktionalität und des Verkehrs in den 1930er bis 1990er Jahren bis hin zu Symbolen der Verantwortung als eine erstrebenswerte Sichtweise der Gegenwart.
Am Beispiel der Dresdner Augustusbrücke wird der Wandel eines Bauwerks und dessen Nutzung über die Jahrhunderte aufgezeigt. Dieser historische Überblick eröffnet die Möglichkeit, die Rolle von Brücken in der Neuzeit und in der Zukunft zu diskutieren sowie Denkanstöße für aktuelle Brückenentwürfe zu geben, die heutigen und auch zukünftigen Anforderungen gerecht werden. Zentral ist die Frage: Wieso wird eine Brücke gebraucht und welche Funktionen soll sie vereinen? Die bloße Querung von motorisiertem Verkehr kann heute nicht mehr das alleinige, übergeordnete Ziel sein! Denn die enormen Flächen auf und unter einer Brücke bieten mehr Potential – als Raum für Erholung, für Sport, Kultur(en) und Begegnung. Anregungen liefern nationale und internationale Beispiele, die sich positiv in den Ort, die Natur und das Lebensumfeld der Menschen einfügen.
Letztlich nimmt die Ausstellung auch Bezug auf die Dresdner Carolabrücke: 2025 entwickelten Studierende im Rahmen eines Wettbewerbs der TU Dresden Visionen für eine neue Elbquerung, die hier gezeigt werden. Die Landeshauptstadt, bzw. die STESAD, informiert zudem über den aktuellen Planungsstand zum Wiederaufbau der Brücke.
Ergänzt wird die Ausstellung durch ein umfangreiches Begleitprogramm, das einzelne Themen der Ausstellung vertieft und eine Plattform für themenbezogene Debatten schafft. Das Programm umfasst die offizielle Eröffnung der Ausstellung am 29. Januar, einen Filmabend zu Brücken der Welt, einen Vortragsabend zu Ressourceneffizienz im Brückenbau, einen Vortrag zum Thema „Brücken bauen neu gedacht – Gendergerechtigkeit in Planung und Bauwesen“ sowie einen Brückenbautag für Kinder in den Schulferien im Februar.
Weiterführende Informationen zur Ausstellung:
Eine Ausstellung des Instituts für Massivbau der TU Dresden in Kooperation mit dem ZfBK Sachsen. Das Begleitprogramm wird durch eine Förderung im Rahmen der DFG-Programme SFB/Transregio 280 „Konstruktionsstrategien für materialminimierte Carbonbetonstrukturen – Grundlagen für eine neue Art zu bauen“ , SPP 100+ „Verlängerung der Lebensdauer komplexer Baustrukturen durch intelligente Digitalisierung“ und SPP 2255 „Kulturerbe Konstruktion“ sowie SPP 2255 „Kulturerbe Konstruktion“ ermöglicht.
Ausstellungszeitraum: 23.01.2026 – 26.02.2026
Ausstellungsort: ZfBK – Zentrum für Baukultur Sachsen im Kulturpalast Dresden, Schloßstraße 2, 01067 Dresden
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 13:00 –18:00 Uhr
Eintritt frei