Beyerbau Portal © Silke Scheerer Handschuh © Ulrich van Stipriaan

Das Institut stellt sich vor

Massivbau wird seit über 100 Jahren an der TU Dresden gelehrt. Zum Institut gehören heute zwei Professuren. Das Thema in Lehre und Forschung ist bewehrter Beton in allen seinen Facetten in Experiment und Simulation. Zahlreiche Praxispartner bereichern das Angebot in der Lehre. Gemeinsam überführen wir Forschungsergebnisse in reale Bauprojekte.

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Wichtige Themen im Überblick

Professoren auf Betonbank © Sven Hofmann

Beton kann auch anders

[Vorwort aus dem Jahresbericht 2016 des Instituts]

So schreibt es Joseph Scheppach von der Deutschen Presseagentur dpa auf @Heise online. Und wir können dem nur zustimmen!

Seit über zwei Jahrzehnten arbeiten wir an einer Weiterentwicklung des Bauens mit Beton, hin zu einem ökologisch verantwortbaren Massenbaustoff, der jedoch durch seine Filigranität und Leichtigkeit eine neue Formensprache in der Architektur ermöglicht und gleichzeitig Ressourcen in Größenordnungen spart und den CO2-Ausstoß drastisch reduziert. Was als Textilbeton begonnen wurde, heißt heute durch die starke Konzentration auf das bestmögliche Bewehrungsmaterial Carbonbeton und wurde vom Bundespräsidenten mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet. 

Wenngleich der Preis an drei Personen übergeben wurde, so verstehen wir diesen Preis vielmehr als eine Auszeichnung all derjenigen, die sich heute mit großem Engagement und Herzblut um die immer stärker werdende Markteinführung kümmern. Dies betrifft die Forscher ebenso wie die Unternehmer und die Mitglieder in den Verbänden.

Und es ist der Ausdruck einer Wertschätzung, die dem gesamten Bauwesen zuteil wird. Eine Branche, die mit der großen Verpflichtung für eine zuverlässige Umsetzung von Sicherheit eher zu den Bereichen gezählt wird, die wenig innovationsfreudig zu sein scheinen, steht dank des Preises im Mittelpunkt und kann zeigen, dass sich das Bauen zwar vielleicht langsam, aber doch nachhaltig verändert. Angesichts des enormen Ressourcen- und Energieverbrauchs dieser einen Branche ist es tatsächlich an der Zeit, dass diese Veränderungen auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

Gleichzeitig ist der Preis auch eine Aufforderung an uns alle, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen und für eine weitere Verbreitung von Carbonbeton zu sorgen.

Wenngleich es so scheinen mag, als ob die Erforschung von Carbonbeton das wichtigste Thema am Institut sei, wollen wir darauf hinweisen, dass zum Beispiel die Impaktforschung oder die Arbeiten zum mehraxialen Verhalten von Beton eine große Bedeutung für die Sicherheit unserer gebauten Umwelt haben, unabhängig davon, ob es sich um natürliche oder anthropogene Ursachen handelt.

Wir danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres Instituts für ihren unermüdlichen Einsatz in Forschung und Lehre, wir danken allen Kolleginnen und Kollegen anderer Institute und Universitäten im In- und Ausland für ihre Unterstützung und die wertvolle Zusammenarbeit. Und wir danken all den Unternehmen, die uns mit ihrem Interesse für unsere Arbeit begleiten und denen wir das Angebot einer weiteren intensiven Zusammenarbeit unterbreiten.

Mögen Sie nun viel Freude an unserem
Jahresbericht 2016 haben.  [zum Jahresbericht 2016]

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Manfred Curbach
Prof. Dr.-Ing. habil. Ulrich Häußler-Combe