Midterm Study Tour für die Internationalen Klimaschutzstipendiat:innen der AvH, 2025
Reisebericht der Midterm Study Tour 2025
Gruppenfoto mit den Internationalen Klimaschutzstipendiat:innen der Alexander von Humboldt Stiftung 2025, Dr. Dechyeva (TUD), Dr. Schildt (AvH) und Dr. Huettner (GIZ)
„Wahrheit an sich ist kostbar, kostbarer aber noch die Fertigkeit, sie zu finden.“ (Alexander von Humboldt)
Mit mutigen Schritten gehen die International Climate Protection Fellows der Alexander von Humboldt-Stiftung in die Midterm Study Tour 2025. Gemeinsam mit dem Centre for International Postgraduate Studies of Environmental Management (CIPSEM) an der TU Dresden besuchten die Fellows zentrale Orte deutscher Klimapolitik – von Dresden und Leipzig bis nach Berlin.
Die Reise verband wissenschaftliche Expertise mit politischer Praxis und persönlichem Austausch. Ob nachhaltige Stadtentwicklung, Biodiversität oder internationale Klimadiplomatie: Die Fellows erlebten, wie Wissen in konkrete Strategien übersetzt wird, welche Probleme es gibt und wie Lösungen gefunden und umgesetzt werden können.
Treffen der IKS-Fellows 2025 und der Teilnehmer des 92nd UNEP/UNESCO/BMUKN International Short Course — Sustainable Mobility: Transforming Urban Spaces (SC92)
Entstanden ist ein lebendiger Lernraum – und ein globales Netzwerk von Menschen, die Klimaschutz nicht nur analysieren, sondern mutig voranbringen.
1. Dresden: Wo Wissenschaft auf politische Realitäten trifft
Montag, 15. September: Auftakt mit Weitblick
Dr. Görner - Geschäftsleiterin am CIPSEM begrüßt die IKS-Stipendiat:innen 2025
Mit einem herzlichen Empfang wurden die internationalen Klimaschutzstipendiaten am CIPSEM willkommen geheißen. Dr. Anna Görner, Geschäftsführerin des CIPSEM, und Dr. Daryna Dechyeva – Organisatorin der Midterm Study Tour – begrüßten die Teilnehmenden und führten sie in das Seminarprogramm ein.
Dr. Dechyeva präsentiert das Programm der Midterm Study Tour.
Im Anschluss der Einführung, veranstaltete Dr. Dechyeva eine Fellow-for-Fellow-Session. Darin tauschten sich die Teilnehmenden über ihr Leben und Arbeiten in Deutschland aus.
Die außerordentliche Betreuung durch das CIPSEM-Team prägte den Ton der gesamten Reise und wurde von den Fellows durchweg positiv erlebt. Ein Teilnehmer brachte die allgemeine Wertschätzung auf den Punkt:
„Die einzigartige Fürsorge und die exzellente Organisation durch das CIPSEM-Team haben diese Studienreise zu etwas ganz Besonderem gemacht.“
Die Fellows reflektieren über Fairness und Sprache am Institut für ökologiche Raumentwicklung
Nach der Einführung folgte ein Workshop am Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR). Die Fellows tauchten in die komplexe Welt der nachhaltigen Stadtentwicklung ein. Besonderen Eindruck hinterließen die Beiträge von Dr. Joshi und Dr. Mazzaro, die verdeutlichten, dass technische Lösungen allein nicht ausreichen – Nachhaltigkeit erfordert integrative Ansätze, die soziale Gerechtigkeit und ökonomische Faktoren gleichermaßen einbeziehen.
Fellow David Omata spricht am Institut für ökologische Raumentwicklung
Die interdisziplinäre und praxisnahe Ausrichtung des Workshops stieß auf große Resonanz. Es wurden interessante Punkte zu Technologie und Nachhaltigkeit angesprochen. Dies brachte ein Fellow prägnant auf den Punkt:
„Die Mischung aus interdisziplinärer Praxistauglichkeit und interaktivem Format war hervorragend. Besonders der Einstieg in das Thema Gerechtigkeit in verschiedenen Sprachen hat uns sofort miteinander ins Gespräch gebracht.
Dienstag, 16. September: Die menschliche Seite der Transformation
Leadership-Workshop mit Ullrich Lorenz
Trotz Pause werden die Diskussionen vertieft.
Der zweite Tag der Midterm Study Tour widmete sich ganz Leadership und persönlicher Wirkungskraft. Im Workshop „Improving Leadership Abilities for Climate Protection“ mit Ullrich Lorenz standen nicht Modelle oder Zahlen, sondern der Mensch im Mittelpunkt. Wie mobilisiert man andere? Wie überwindet man Widerstände in der Kommunikation und im Verhalten?
In interaktiven Übungen erlebten die Fellows unmittelbar: Erfolgreiche Klimapolitik braucht ebenso zwischenmenschliche Kompetenzen wie Fachwissen.
Die Teilnehmenden erfuhren, wie Veränderung wirksam wird – und welche mentalen Methoden dafür nötig sind. Ein Fellow brachte die Intensität des Tages auf den Punkt:
„Die Kunst des Zuhörens als Führungsinstrument – diese Session zeigte auf eindrückliche Weise, wie effektive Kommunikation gelingen kann.“
Networkingdinner mit Vertretern der Alexander von Humboldt Stiftung, den Internationalen Klimaschutzstipendiat:innen und Dr. Michael Hüttner (Mitte).
Mittwoch, 17. September – Wälder im Klimawandel
Am dritten Tag wurde es mit einem interaktiven Workshop von Dr. Michael Hüttner (GIZ) praxisnah wie auf einer Klimakonferenz: Die Fellows tauchten in die klimapolitische Rolle der Wälder ein. Ein lebhaftes Rollenspiel ließ sie in verschiedene Positionen schlüpfen und über den Schutz tropischer Wälder verhandeln. Die Verhandlungen waren intensiv, inspirierend und trotz der Komplexität des Themas bemerkenswert lebendig.
Die Dokumentation „Guardians of the Earth“ verlieh den UN-Klimaverhandlungen anschließend eine menschliche Dimension und machte die persönlichen Geschichten und Machtinteressen hinter der Diplomatie sichtbarer. Die Kombination aus beiden Formaten hinterließ einen starken Eindruck, den ein Fellow so zusammenfasste:
„Das Rollenspiel vermittelte die Herausforderungen globaler Klimapolitik unmittelbar – spannend und lehrreich. Gemeinsam mit den eindrücklichen Machtanalysen des Films ergab sich so ein rundes, wenn auch ernüchterndes Bild.“
Donnerstag, 18. September: Exkursion Leipzig: Biodiversität im Fokus
Die Fassade des iDiv erinnert hat die Haut eines Tiers.
Am Donnerstag führte eine Exkursion nach Leipzig zum Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv). Am iDiv wurden die Fellows von Dr. Jessica Junker von Re:wild sowie von Dr. Nicole Sachmerda-Schulz und Leonie Friedrich – Mitarbeiterinnen am iDiv – empfangen.
Dr. Jessica Junker spricht über ihre Arbeit.
Dr. Junker präsentierte ihre beeindruckenden Forschungsergebnisse zum Schutz von Menschenaffen in Bergbaugebieten in Ländern Afrikas. Die anschaulichen Demonstrationen machten deutlich, wie empfindlich ökologische Gleichgewichte auf menschliche Eingriffe reagieren – und wie entscheidend evidenzbasierte Forschung für politische Entscheidungen ist.
Die Teilnehmenden zeigten sich beeindruckt von der methodischen Präzision und der klaren Verbindung zwischen Forschung und Politik:
„Ich war erstaunt, welches Ausmaß an Feldarbeit für diese quantitative Forschung nötig war. Die Präsentation verdeutlichte die komplexen Dynamiken zwischen Bergbau, Biodiversität und sozialer Gerechtigkeit."
Rundgang am iDiv
Im Anschluss präsentierten Dr. Nicole Sachmerda-Schulz und Leonie Friedrich (iDiv) die Forschungs- und Fördermöglichkeiten für Nachwuchswissenschaftler. Besonders hervorgehoben wurden die institutionsübergreifende Zusammenarbeit sowie der deutsche Forschungsansatz zur Biodiversität in verschiedenen Ökosystemen. Die internationalen Vernetzungsmöglichkeiten stießen auf großes Interesse, wie ein Fellow verdeutlichte:
„Besonders beeindruckt hat mich das breite Angebot für Nachwuchswissenschaftler und die kooperative Forschungsarbeit zwischen verschiedenen Institutionen. Der systemische Ansatz der deutschen Biodiversitätsforschung war sehr aufschlussreich.“
Die Labore des iDiv
Ein Rundgang durch die Labore und Forschungsbereiche schloss den Besuch am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung ab.
Gruppenfoto vor dem alten Rathaus in Leipzig.
Am Nachmittag führte Victor Smolinski (CIPSEM) die Gruppe durch die Innenstadt von Leipzig und das Zeitgeschichtliche Forum.
Die Ausstellung verknüpfte auf eindrückliche Weise Gartenkultur, DDR-Geschichte und nachhaltige Lebensmittelerzeugung und zeigte, wie Stadtbegrünung und Ernährungssouveränität zur gesellschaftlichen Resilienz beitragen. Darüber hinaus wurde der zeitliche Wandel von Gärten als Orte zur Erzeugung von Lebensmittelsicherheit hin zu Prestigeobjekten aufgezeigt.
Besuch der Ausstellung "Übern Zaun Gärten und Menschen" am Zeitgeschichtlichen Forum in Leipzig
Die Ausstellung "Übern Zaun Gärten und Menschen" bot einen Wechsel der Perspektive.
Gruppenfoto in Leipzig an der berühmten Thomaskirche.
Freitag, 19. September: Wasser, Ernährung und Empowerment
Dr. Firas Aljanabi vom ABCD Centre erläutert die globale Wasserkrise.
Mit einem fundierten Überblick über globale Wasserressourcen begann der Freitag am CIPSEM. Dr. Firas Aljanabi vom Global Water and Climate Adaptation Centre (ABCD Centre) verband wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnahen Lösungen für die Klimaanpassung – insbesondere die konkreten Projektbeispiele machten die Herausforderungen des Wassermanagements deutlich.
Juliane Dziumla und Atiqah Fairuz Salleh von UNU Flores sprechen über praktische Anwendungen und Risiken zur Ernährungssicherheit.
Workshop zur Ernährungssichert.
Am Nachmittag führten Juliane Dziumla und Atiqah Fairuz Salleh von UNU-FLORES die Fellows in innovative Ansätze zur nachhaltigen Ernährungssicherung ein. Von vertikaler Landwirtschaft über Stakeholder-Dynamiken bis zu gemeinsschaftsbasierten Lösungen erhielten die Teilnehmenden praxisnahe Einblicke, wie Forschung, Politik und Gesellschaft zusammenwirken.
Im Anschluss besuchten die Fellows den Workshop „Positive Assertiveness and Empowerment“ mit Anja Wiede von der Technischen Universität Dresden. Anja Wiede – Expertin für Diskriminierungsprävention – schuf einen besonderen Raum für persönliche Entwicklung und vermittelte durch empathische Übungen und Selbstbehauptungstraining Werkzeuge für eine sichere und inklusive Arbeitskultur.
Die Fellows waren positiv beeindruckt von der Session:
„Dieser Workshop nahm uns als Menschen mit Gefühlen ernst. Die Übungen halfen uns, uns selbst zu reflektieren und Werkzeuge für schwierige Situationen zu entwickeln. Ein unerwartet wertvoller Raum für persönliches Wachstum.“
Samstag, 20. September: Nationalpark Sächsische Schweiz – Ein Tag zum Durchatmen
Exkursion Sächsische Schweiz.
Ein Ranger des Nationalpark sächsische Schweiz spricht über die Geschichte und die Bedeutung des Tourismus.
Der Tag begann mit einem gemütlichen Spaziergang zum Bahnhof und einer malerischen Zugfahrt nach Rathen. Im Nationalpark Sächsische Schweiz wurden wir von einem Ranger empfangen, der die Gruppe in die Geologie, Flora, Fauna und den Tourismus der Region einführte und die Herausforderungen des Naturschutzes lebendig vermittelte.
Der Aufstieg zum Gipfel des Rauensteins wurde mit einem atemberaubenden Panorama belohnt: Schroffe Felsen, tiefe Täler und herbstliche Wälder boten ein unvergessliches Bild. Auf dem Rückweg lud die Landschaft dazu ein, die Natur aus neuen Perspektiven zu erleben.
Ein Fellow schilderte erlebte die Exkursion so:
„Die Wanderung war atemberaubend. Der Blick vom Rauenstein verband uns mit der Natur und mit uns selbst. Die Erklärungen des Rangers verliehen der Tour eine besondere Tiefe – es war mehr als eine Wanderung, eine echte Lektion in Ökologie, Geschichte und lokaler Kultur.
Gruppenfoto auf einem Gipfel der Sächsischen Schweiz.
Der Ausflug verband Naturerlebnis, Bewegung und Wissensvermittlung auf inspirierende Weise und schuf Raum für Reflexion und gruppendynamischen Austausch.
2. Exkursion Cottbus und Spreewald: Transformation im ehemaligen Kohletagebau.
Busfahrt nach Lakoma und Berlin.
Mit der Morgendämmerung brach die Gruppe zu einer Reise zwischen bergbaulichem Erbe und lebendiger Natur auf. Die erste Station war der Cottbuser Ostsee – Deutschlands größter künstlicher See.
René Schuster spricht über die Geschichte und Bedeutung der Tagebauregion in Ostdeutschland.
Hier veranschaulichten René Schuster (GRÜNE LIGA) und Daniel Kowal, Bildungsexperte für nachhaltige Entwicklung im Spreewald, nicht nur den ökologischen und gesellschaftlichen Wandel der Lausitz, sondern spannten auch den Bogen zu künftigen Renaturierungslandschaften.
Gruppenfoto am größten künstlichen See in Deutschland.
Im Mittelpunkt stand die Transformation der Braunkohleregion: von aktiven Tagebauen zu Seenlandschaften und Schutzgebieten. Die Fellows erlebten, wie sehr ökologische, soziale und demographische Herausforderungen hier miteinander verwoben sind. Die Eindrücke brachte ein Teilnehmer auf den Punkt:
„Die Umwandlung der Mine in einen See war faszinierend. Der anschließende Spaziergang durch den Spreewald und die Atmosphäre des Biosphärenreservats schufen einen inspirierenden Raum, um über Bergbau und Renaturierung nachzudenken.“
Daniel Kowal spicht über das Biosphärenreservat Spreewald und dessen nachhaltige Entwicklung im zuge des Klimawandels und des Tourismus.
Die Kombination aus Zeitgeschichte, Umwelterfahrung und unmittelbarem Naturerlebnis regte zum Nachdenken über nachhaltige Transformation an und zeigte innovative Lösungsansätze in der Praxis.
Das UNESCO-Biosphärenreservat Spreewald
3. Berlin: Politik, Innovation und Abschluss
Dienstag, 23. September: Politik und urbane Lösungen
Berlin - Auf dem Weg zum Auswertigen Amt.
Nach der Ankunft in Berlin stand der nächste Tag ganz im Zeichen politischer Prozesse und urbaner Innovationen. Der Vormittag führte die Fellows ins Auswärtige Amt, wo ein offener Austausch über die deutsche Klimapolitik und internationale Strategien stattfand.
Die Stipendiat:innen überqueren moderne Fahrradwege auf dem Weg zum auswertigen Amt.
Die Fellows schätzten die authentischen Einblicke:
„Der Austausch mit den Mitarbeiterinnen des Auswärtigen Amts war wertvoll – zu verstehen, wie sie denken, Mittel verteilen und Strategien zur Klimaanpassung entwickeln, hat unser Verständnis für klimapolitische Prozesse in Deutschland vertieft.“
Gruppenfoto vor dem Auswertigen Amt.
Dr. Anja Steglich präsentiert die Geschichte der Anlage Roof Water Farm.
Am Nachmittag stellte Dr. Anja Steglich die Roof Water Farm vor. Die Fellows erlebten, wie Grauwasseraufbereitung und urbane Landwirtschaft innovativ und mit naturbasierten Methoden kombiniert werden können. Die Begeisterung war sehr groß:
„Beeindruckend, wie diese platzsparenden Lösungen mit Grauwassernutzung überall umsetzbar sind – besonders für städtische Gebiete! Dr. Steglich vermittelte dies mit großer Überzeugungskraft.“
Gruppenfoto im Gewächshaus der Roof Water Farm.
Außenansicht der Roof Water Farm in Berlin - Kreuzberg.
Mittwoch, 24. September: Industrie und Energiewende
Dr. Dechyeva spricht mit Dr. Rottenburg (links).
Der Mittwoch begann mit einem Besuch in der Zentrale des Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V. (BDI). Dr. Eberhard von Rottenburg, Referent für Energie- und Klimapolitik, erläuterte den Balanceakt zwischen Industrieinteressen und Klimazielen und veranschaulichte die komplexe Realität der deutschen Energiewende.
„Die Diskussion zeigte die unterschiedlichen Perspektiven von Industrie und Zivilgesellschaft und machte deutlich, wie wichtig Kompromisse für das Gelingen der Energiewende sind.“
Dr. Eberhard von Rottenburg spricht mit den Fellows über die Kosten der Energiewende.
Fellow Darius Ankamah und Fellow Manuel Mensah
Von Kompromissen ging es zu praktischen Übungen am Nachmittag über. Der Besuch in der Renewables Academy AG (RENAC) versetzte die Fellows in ein interaktives Rollenspiel,
Mit der Ubahn überbrückten wir schnell die großen Distanzen zwischen den Terminen.
das alle bisherigen Lerninhalte der Study Tour vereinte – von Verhandlungsführung bis hin zu gerechten Transformationsprozessen.
Charlene Rossler (links) und Marta Stetsiv erklären das Rollenspiel im Workshop
Ein Fazit der Teilnehmenden:
„Das Rollenspiel fasste alles Gelernte perfekt zusammen – ein engagiertes, interdisziplinäres Training, das weit über eine reine Übung hinausging und uns umfassend auf die Herausforderungen einer gerechten Transition vorbereitete.“
Intensive Diskussionen zwischen den Partein im Rollenspiel des Wokshops der Renac AG.
Donnerstag, 25. September: Wissenschaft und Abschluss
Unser letzter Tag in Berlin begann mit einem inspirierenden Besuch beim Ecologic Institut – Science and Policy for a Sustainable World.
Christoph Heinrich - Chef am Ecologic Institute.
Der ehemalige Geschäftsführer des WWF, Christoph Heinrich, heute Executive Director am Ecologic Institute, sowie Ewa Iwaszuk – Senior Fellow – und Nico Stelljes – Mitarbeiter beim Ecologic Institut – gaben praxisnahe Einblicke in Projekte zu naturbasierten Lösungen, Biodiversität und urbaner Governance.
Fellow Rocio Fimbres und Fellow Samrat Deb präsentieren ihre Ergebnisse des Workshops am Ecologic Institut.
Die Session beeindruckte durch ihre unmittelbare Anwendbarkeit:
„Eine rundum gelungene Session – mit praktischen Beispielen, innovativen Ansätzen und der Fähigkeit, komplexe städtische Kontexte verständlich zu vermitteln.“
Natalia Burgos Cuevas - Former Fellow und Alumni der AvH spricht über ihre bewegende und inspirierende Karriere.
Am Nachmittag erläuterte Karen Kleinwort von Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) als Projektmanagerin der Internationalen Klimainitiative (IKI) die effektive Verwendung von Klimafördermitteln und die Umsetzung von Gender-Strategien.
Karen Kleinwort von Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG)
Besonders wertvoll für die Fellows:
„Die konkreten Einblicke in die Fördermittelvergabe und die Vorstellung bereits realisierter Projekte – eine ausgezeichnete Orientierung für künftige Projektanträge.“
Zu später Stunde ein letztes Gruppenfoto vor der Berliner Mauer mit Michail Gorbatschow und Pizza.
Den Abschluss bildete ein geselliges Beisammensein, das die erlebnisreiche Woche abrundete und den persönlichen Austausch innerhalb der Gruppe vertiefte.
Freitag, 26. September: Kunst und Ausklang
Am letzten Tag der Studienreise gab es zum Abschluss einen kulturellen Höhepunkt: den Besuch der National Gallery of Contemporary Art – Hamburger Bahnhof. Die geführte Tour mit dem Schwerpunkt „Feminist Perspective“ bot uns einen tiefen Einblick in zeitgenössische Kunst. Ein Fazit aus der Gruppe:
„Es fühlt sich super wichtig an, etwas über diese Künstlerinnen und ihre Beziehung zur Umwelt zu lernen. Die Ausstellung war wunderschön, und es war sehr wichtig, dass wir als Gruppe mit neuen Kunstansätzen am Ende der Studienreise in Berührung kamen."
Der Besuch war ein würdiger Abschluss einer intensiven und inspirierenden Woche in Berlin – voller Einblicke in Politik, Energie, Nachhaltigkeit, Wissenschaft und Kultur.
4. Fazit: Theorie und Praxis nachhaltig verknüpft
Die Midterm Study Tour 2025 war mehr als nur eine Studienreise – sie wurde zum Katalysator für eine wirksame Klimaschutzpolitik. Die Fellows schätzten die thematische Vielfalt, die klare Struktur und den starken Praxisbezug.
Die Reise machte deutlich: Für eine nachhaltige Transformation braucht es mehr als Daten – sie lebt von der Kraft der Zusammenarbeit über Disziplinen und Kulturen hinweg. Für viele Fellows stellte die Tour einen Wendepunkt dar, wie sie resümierten:
„Mehr als eine Studienreise – eine Bestätigung dafür, dass unsere Arbeit echte Veränderung bewirken kann.“
Wissenschaft wird wirksam, wenn sie Brücken baut: zu Politik, Gesellschaft und zu uns selbst. Die auf dieser Reise geknüpften Verbindungen tragen weiter – in Projekte, in Partnerschaften und in die gemeinsame Vision einer klimagerechten Zukunft.
Wanderung mit Daniel Kowal im UNESCO Weltkulturerbe Spreewald. Im Herzen war Alexander von Humboldt dabei.
Das CIPSEM-Team der TU Dresden dankt allen Beteiligten – insbesondere der Alexander von Humboldt-Stiftung, den Gastinstitutionen und den Fellows – für ihre Beiträge, ihre Offenheit und den gemeinsamen Geist, der diese Reise geprägt hat.