Streckenerweiterung der Mecklenburgischen Bäderbahn „Molli“ Kühlungsborn West – Rerik Bad Doberan – Warnemünde
Insofern in touristisch geprägten Regionen ein attraktives und kundenorientiertes Angebot im öffentlichen Schienenpersonennahverkehr vorhanden ist, wird dieses in der Regel auch von Urlaubern und Tagestouristen für ihre Freizeitmobilität genutzt. Die Schmalspurbahn „Molli“ verkehrt über 15,4 km an der Mecklenburgischen Bucht zwischen Bad Doberan und Kühlungsborn und übernimmt eine wichtige Funktion für den SPNV und für den Tourismus in der Region westlich von Rostock. Eine Verlängerung der Streckenführung in die ebenfalls touristisch wichtigen Orte Warnemünde und Rerik würde zu einer Aufwertung des öffentlichen Verkehrsangebotes sowie zu weiteren touristischen Aktivitäten rund um das Erlebnis Schmalspurbahn führen.
Projektbeschreibung
Die Untersuchungen sollten zunächst aufzeigen, welche verkehrlichen Potenziale durch die angedachten Maßnahmen erschlossen werden können. Anhand touristischer Kennzahlen in der Untersuchungsregion und soziodemografischer Randbedingungen sowie einer Analyse wesentlicher Quellen und Ziele erfolgte eine Abschätzung des zusätzlich erschlossenen Verkehrspotenziales.
Für das Planungsgebiet wurden geeignete Trassenführungskorridore und realisierbare Betriebskonzepte entwickelt. Dabei wurden vielfältige und teilweise konkurrierende Planungsvorgaben und Randbedingungen beachtet. Eine kundenorientierte Gestaltung der Infrastruktur erfordert das Heranführen der Halte an die Siedlungsschwerpunkte bzw. an relevante Quellen und Ziele. Eine Sichtbeziehung zu potenziellen Fahrgästen ist dafür von Vorteil. Zeitraubende Umwege verringern die Attraktivität des Angebotes. Nicht zu verschweigen sind die Zielkonflikte aus den Anforderungen von Touristen und Einheimischen, die einer Priorisierung bedürfen.
Projektseite des Auftraggebers
Projektpartner
- Mecklenburgische Bäderbahn „Molli“ GmbH (Auftraggeber)
- Professur für Bahnverkehr, öffentlichen Stadt- und Regionalverkehr, TU Dresden
- Professur für Gestaltung von Bahnanlagen, TU Dresden
- Professur für Verkehrssicherungstechnik, TU Dresden
Projektlaufzeit
2020
Ansprechpartner:
© BL
Frau Dr.-Ing. Beate Lux
Leiterin EBL
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