Ulrich Maschek: "Sicherung des Schienenverkehrs"
Grundlagen und Planung der Leit- und Sicherungstechnik
6., überarbeitete und erweiterte Auflage
Das Buch bietet eine systematische und ingenieurtechnisch fundierte Einführung in die Leit- und Sicherungstechnik (LST). Mit klarer Struktur, zahlreichen Abbildungen und detaillierten Erklärungen wird die komplexe Logik der Stellwerkstechnik sowie deren technische Umsetzung verständlich dargestellt. Besonders wertvoll ist das Kapitel zur LST-Planung, das den Prozess anhand eines elektronischen Stellwerks (ESTW) erläutert.
Neu in dieser Auflage:
- Aktuelle Entwicklungen der digitalen LST, insbesondere beim European Train Control System (ETCS)
- Beschreibung technischer Unterstützungssysteme, wie sie z. B. im Zugleitbetrieb eingesetzt werden
Das Buch richtet sich an Studierende, Ingenieure und Fachleute im Bahnbereich, die eine tiefgehende, technische Auseinandersetzung mit der Thematik suchen. Es ist ein unverzichtbares Nachschlagewerk für alle, die die ingenieurtechnischen Grundlagen und aktuellen Entwicklungen der Sicherungstechnik verstehen möchten.
6., überarbeitete und erweiterte Auflage 2026, 353 Seiten, 314 Abbildungen und 37 Tabellen
ISBN: 978-3-658-51796-0 (Band)/978-3-658-51797-7 (E-Book)
Leserunterstützung
Nichts ist beständiger als der Wandel. Da gedruckte Inhalte aber statisch sind, sollen an dieser Stelle Anmerkungen und Ergänzungen zum Inhalt des Buches gesammelt werden. Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen zum Inhalt haben, so schreiben Sie mir. Ist das Thema für alle Leser interessant, wird die Antwort hier veröffentlicht.
Bemerkungen, die alle Auflagen betreffen
Im Kapitel 2.1.1 wird bei der kinetischen Energie nur die Translationsenergie berücksichtigt, nicht die Rotationsenergie. Beide sind aber für die Betrachtung von Beschleunigungen notwendig.
Das ist richtig. Der Anteil der Rotationsenergie an der kinetischen Energie liegt für Züge bei 6 ... 15 %, für einzelne Triebfahrzeuge noch höher und wird mit dem fahrdynamischen Massefaktor beschrieben. In 2.1.1 geht es aber um die grundsätzliche Beschreibung des Problems; Fahrdynamik ist nicht Thema des Buches. Die Einbeziehung des fahrdynamischen Massefaktors würde beim Leser mehr Verwirrung als Klarheit schaffen, weshalb auch in späteren Auflagen nicht darauf eingegangen wird.
Im Kapitel 3.6.3 wird das Bauform III-Haftrelais auch als "Polarisiertes Relais" beschrieben. Aber das polarisierte Relais ist doch das, was im Dr L-Stellwerk eingesetzt wird?
Mit dem Begriff "Polarisiertes Relais" werden in der Elektrotechnik alle Relais beschrieben, die einen Dauermagneten beinhalten, dessen magnetisches Feld dem der Spule überlagert ist. Das trifft sowohl für das Bauform III-Haftrelais als auch für das im Dr L-Stellwerk verwendete "Gepolte Relais T rls ..." zu. Die Wirkung ist allerdings unterschiedlich: Während das Bauform III-Haftrelais den Magneten dazu verwendet, eine der beiden stabilen Stellungen herzustellen, soll beim T rls die Anzugsempfindlichkeit erhöht werden.
Bemerkungen, die nur die 4. Auflage betreffen
Druckfehler in der Tabelle 8.1 "Einsatzkriterien für BÜ-Sicherungsarten nach EBO"
In der Spalte "Kfz pro Tag" müssen die Einträge für "Starker Verkehr" und "Schwacher Verkehr" getauscht werden.
Bemerkungen, die nur die 3. Auflage betreffen
Druckfehler im Kapitel 5.2.2.2 "Prinzipien der Fahrstraßenbildung"
Bei der Beschreibung des Tabellarischen Prinzips am Beispiel der Tabelle in Abb. 5.13 ist es zu einem sinnentstellenden Druckfehler gekommen. Richtig muss es heißen: "Mit der Fahrt A.N2 und P2.Li besteht kein einfacher Ausschluss ..."
Fehler in Tab. 4.6 "Signalbilder im Hl-System"
Bei der farblichen Umsetzung der Tabelle ist es leider zur Vertauschung des gelben mit dem grünen Lichtstreifen gekommen. In allen anderen Auflagen sind die Signalbilder richtig dargestellt. Hier steht eine berichtigte Tabelle als PDF zum Ausdrucken zur Verfügung.