Laufende Projekte

RadVerS - Mit Smartphones generierte Verhaltensdaten im Verkehr - Differenzierung des Nutzerverhaltens unterschiedlicher RadahrerInnengruppen (2017-2019)

Fördergeber: NRVP / BMVI
Projektpartner: Professur Verkehrsökologie (TUD)
Ansprechpartner: Dipl.-Verk.wirtsch. Angela  Francke
Laufzeit: Jul. 2017 - Jun. 2019

Im Vorgängerprojekt "Mit Smartphones generierte Verhaltensdaten im Radverkehr" konnte das große Potenzial von GPS-Daten für die planerische Praxis bereits herausgestellt werden. Allerdings wurde auch festgestellt, dass bei der Nutzung von GPS‐Daten von Radfahrenden detaillierte Informationen zum Radverkehrsverhalten unterschiedlicher sozio‐ökonomischer Gruppen weiterhin fehlen. Es liegen zwar GPS‐Massendaten vor; diese bilden jedoch nur die Summe aller beteiligten NutzerInnen ab, während Informationen zum Radverkehrsverhalten von Einzelnutzern fehlen.

Ziel des gemeinsam mit der Professur für Verkehrsökologie der TU Dresden durchgeführten Projekts ist es daher, basierend auf einer umfangreichen Feldstudie zum Radverkehrsverhalten verschiedener sozio-ökonomischer Nutzergruppen sowie von Befragungen, eine Typologisierung von Radfahrenden zu erstellen. In einem weiteren Schritt wird eine umfangreiche, heterogene Probandengruppe mit Geräten zur Aufzeichnung ihrer Radrouten ausgestattet. Dieses Vorgehen ermöglicht es, Präferenzen einzelner Gruppen, z. B. im Hinblick auf Geschwindigkeit, Streckenlänge oder Routenwahl zu identifizieren. Schlussendlich liefern die umfangreiche Auswertung nach einzelnen sozio‐ökonomischen Merkmalen und deren Interpretation wertvolle Informationen, aus denen Handlungsempfehlungen für die Radverkehrsplanung für Kommunen ableitbar sind.

Auswirkungen der Erkennbarkeit und der Zufahrtsgestaltung auf die Verkehrssicherheit von Kreisverkehren an Landstraßen (2017-2019)

Auftraggeber: Bundesanstalt für Straßenwesen
Projektpartner: Professur für Integrierte Verkehrsplanung und Straßenverkehrstechnik und Professur für Gestaltung von Straßenverkehrsanlagen (TUD)
Ansprechpartner: Christoph Schulze
Laufzeit: Mai 2017 - Apr. 2019

In dem Forschungsprojekt werden belastbare Grundlagen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit außerörtlicher Kreisverkehre ermittelt. Im Fokus stehen unter Berücksichtigung möglicher Erkennbarkeitsdefizite insbesondere die Gestaltung von Zufahrten und Kreisinseln. Dazu werden bereits bestehende Erkenntnisse im In- und Ausland ausgewertet, makroskopische und mikroskopische Unfallanalysen vorgenommen, Erhebungen zum Fahrverhalten sowie wahrnehmungsorientierte lichttechnische Untersuchungen vorgenommen. Im Ergebnis sollen unfallbegünstigende Faktoren ermittelt und gestalterische Empfehlungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit außerörtlicher Kreisverkehre formuliert werden.

In Situ – Messungen von Reflexionseigenschaften von Fahrbahnoberflächen (2016-2018)

Auftraggeber: Bundesanstalt für Straßenwesen
Ansprechpartner: Christoph Schulze
Laufzeit: Dez. 2016 - Nov. 2018

Gegenstand ist die Untersuchung und Begründung geeigneter und erschöpfender lichttechnischer Kennwerte zur angemessenen Charakterisierung des Reflexionsverhaltens von Fahrbahnoberflächen unter vielfältigen Anwendungsbereichen (u.a. Tageslichtbedingungen, ortsfeste Verkehrsbeleuchtung und kraftfahrzeugeigene Beleuchtung) sowie der Untersuchung von Möglichkeiten und Grenzen einer messtechnischen Umsetzung der so identifizierten Kennwerte in eine mobile Lösung.

Entwicklung einer differenzierten schulischen Verkehrserziehung Teil 1: Vorschulische und schulische Mobilitäts- und Verkehrserziehung (2016-2017)

Auftraggeber: Gesamtverband der Deutschen, Versicherungswirtschaft e. V. (GDV)
Ansprechpartner: Dr. Susann Richter, Prof. Bernhard Schlag
Laufzeit: Dez. 2016 - Sep. 2017

Ausgehend von der differenzierten Analyse von entwicklungspsychologischen Aspekten und den sich aus der Verkehrsteilnahme ergebenden Aufgaben und Anforderungen an die Verkehrsteilnahme soll durch eine Zuordnung zu beobacht­barem Verhalten ein Instrument zur Bewertung von mobilitäts­bezogenen Kompetenzen erstellt werden.  Dies soll in einfacher Form ermöglichen, den Stand der mobilitätsbezogenen Kompetenzen von Kindern einzuschätzen und Ableitungen für eine entsprechend begründete Mobilitäterziehung zu treffen.

Visuelle Barrierefreiheit durch die Gestaltung von Kontrasten (2015-2017)

Auftraggeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Projektpartner: Lehr- und Forschungsgebiet Landschaftsbau (TUD); universalRAUM – Institut für evidenzbasierte Architektur im Gesundheitswesen, Dresden
Ansprechpartner: Christoph Schulze, Katharina Rehberg
Laufzeit: Aug. 2015 - Apr. 2017

Die Umsetzung der in aktuellen Normen verankerten Anforderungen an die visuelle Barrierefreiheit ist mit Unsicherheiten verbunden. Diese betreffen unter anderem die messtechnischen Beschreibungen als auch materialtechnische Gestaltungen. In dem Projekt erfolgen empirische Prüfungen der Wahrnehmungswirkung ausgewählter Gestaltungsmerkmale durch Sehbehinderte als auch lichttechnische Messungen. Die lichttechnischen Messungen untersuchen spektrale Einflüsse, Einflüsse der Beleuchtungs- und Beobachtungsgeometrie als auch der Binnenstruktur auf die Kontrastwirkung exemplarischer Bodenmaterialien für den Innen- und Außenraum.

Wahrnehmungspsychologische Aspekte (Human Factors) von Kraftfahrern und deren Einfluss auf die Gestaltung von Landstraßen (2015-2017)

Auftraggeber: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
Projektpartner: Lehrstuhl für die Gestaltung von Straßenverkehrsanlagen
Ansprechpartner: Dipl.-Psych. Juliane Anke, Prof. Bernhard Schlag
Laufzeit: Jul. 2015 – Jun. 2017

Über die Berücksichtigung der entwurfstechnischen und fahrphysikalischen Aspekte hinaus kann die verstärkte Berücksichtigung von Aspekten der Fahrerorientierung und der Wahrnehmung sowie der physiologischen und psychologischen Fähigkeiten der Kraftfahrer („Human Factors“) einen wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Landstraßen leisten. Das Vorhaben soll es ermöglichen, wahrnehmungspsychologische Aspekte verstärkt in Regelwerke zur Gestaltung von Straßenverkehrsanlagen einfließen zu lassen. Dazu erfolgt in interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen den Dresdner Lehrstühlen „Verkehrspsychologie“ und „Straßenentwurf“ eine synoptische Darstellung wahrnehmungspsychologischer Human Factors zum einen und möglicher Gestaltungsvarianten zum anderen. Erstellt wird ein Wissensdokument, das bisherige Regelwerke ergänzen kann. 

Systematische Untersuchung sicherheitsrelevanten Fußgängerverhaltens (2015-2017)

Auftraggeber: Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt)
Projektpartner: PTV
Ansprechpartner: Dr. Jens Schade
Laufzeit: Sep. 2015 – Nov. 2017

Fußgänger sind neben den Radfahrenden die verletzlichsten Personen, welche am Straßenverkehr teilnehmen. Dieser Sachverhalt wird dadurch verschärft, dass insbesondere Kinder und Ältere als Fußgänger unterwegs und u. U. aufgrund bestimmter Verhaltensweisen in besonderem Maße gefährdet bzw. häufig in Unfälle verwickelt sind.

Aufgrund aktueller Trends, wie der zunehmenden Alterung der Gesellschaft oder eine (vermutlich) erhöhte Ablenkung durch mobile elektronische Geräte, erscheint eine Aktualisierung der Erkennt-nisse zum Fußgängerverhalten zielführend. Vor allem die Sicherheitsrelevanz spezifischer Verhaltensweisen der Fußgänger ist in diesem Zusammenhang zu präzisieren.

Folgende Forschungsfragen stehen dabei im Vordergrund:

  • Wie lässt sich das Querungsverhalten spezifischer Fußgängergruppen (Kinder, Ältere) anhand sicherheitsrelevanter Kriterien beschreiben (u.a. Sicherungsverhalten, Wartezeit, Lückenakzeptanz, Gehgeschwindigkeit) und worin unterscheiden sie sich zu erwachsenen Fußgängern?
  • Welche spezifischen Probleme und Problemsituationen gibt es für die verschiedenen Fußgängergruppen (Kinder, Ältere)?
  • Welche Tätigkeiten (z. B. Telefonnutzung) beeinflussen wie häufig die Umsetzung des Querungsvorgangs von Fußgängern?
  • Prävalenz: Wie hoch ist der Anteil Fußgänger, die während des Gehens andere Tätigkeiten durchführen?
  • Wie wirken sich diese (ablenkenden) Tätigkeiten auf die Querungsperformanz aus (u. a. Sicherungsverhalten, Wartezeit, Gehgeschwindigkeit, Gehrichtung, Lückenakzeptanz)?
  • Führen ablenkende Tätigkeiten häufiger zu Konflikten mit anderen Verkehrsteilnehmern?
  • Anhand welcher Indikatoren lässt sich die ‚Sicherheit‘ eines Querungsvorganges beschreiben und vorhersagen?

Zur Beantwortung der Forschungsfragen wird eine strukturierte, nicht-teilnehmende Beobachtung des Fußgängerquerungsverhaltens mit Schwerpunkt auf Querungen auf freier Strecke mit geradem Straßenverlauf an acht verschiedenen Orten in Berlin und Dresden durchgeführt.

Mit Smartphones generierte Verhaltensdaten im Radverkehr (2015-2017)

Fördergeber: NRVP / BMVI
Projektpartner: Professur Verkehrsökologie (TUD)
Ansprechpartner: Dipl.-Verk.wirtsch. Angela  Francke
Laufzeit: Aug. 2015 - Aug. 2017

Ein attraktiver Radverkehr bedarf einer qualitativ hochwertigen Infrastruktur. Voraussetzung dafür ist eine systematische Erfassung der Radverkehrsnachfrage. Hier setzt das Projekt an: Ziel ist es, die Nutzbarkeit von GPS-Massendaten für die Radverkehrsplanung zu prüfen, geeignete Visualisierungsformen zu entwickeln sowie den Kommunen einen Leitfadens mit Empfehlungen und Arbeitsschritten für die flächendeckende Erfassung der Verkehrsnachfrage und der Qualität des Radverkehrsablaufs, basierend auf vorhandenen „Big Data“, zur Verfügung zu stellen.

mehr Informationen unter:
https://tu-dresden.de/bu/verkehr/ivs/voeko/forschung/forschungsprojekte/nrvp

https://nationaler-radverkehrsplan.de/de/praxis/mit-smartphones-generierte-verhaltensdaten-im

Publikationen:

Lißner, S.; Francke, A.; Chernyshova, O.; Becker, T. (2017): App-Daten für die
Radverkehrsplanung - Eine explorative Datenanalyse von GPS-Daten im Radverkehr. In: Internationales Verkehrswesen, H. 1/Februar 2017, S. 48-52

Becker, T.; Francke, A.; Lißner, S. (2016): Mit Smartphones generierte Verhaltensdaten im Radverkehr - Überprüfung der Nutzbarkeit und Entwicklung eines Auswertungsleitfadens für Akteure der Radverkehrsplanung. Fahrradportal. Upload März 2016. URL: https://nationaler-radverkehrsplan.de/de/praxis/mit-smartphones-generierte-verhaltensdaten-im

Vorträge:
Becker, T.; Francke, A. (2016): Daten für die Radverkehrsplanung. Science Slam beim Tag der Vereinten Nationen Dresden, 28.10.2016, Dresden.

Becker, T; Francke, A; Lißner, S. (2016): Vorstellung des Projekts "Mit Smartphones generierte Verhaltensdaten im Radverkehr - Überprüfung der Nutzbarkeit und Entwicklung eines Auswertungsleitfadens" bei der 35. Sitzung des Bund-Länder-Arbeitskreises (BLAK) Fahrradverkehr, 06.04.2016, Dresden

Francke, A.; Lißner, S. (2016): GPS-Daten im Radverkehr – Crowdsourcing als neuer Ansatz für den nachfrageorientierten Planungsprozess, Vortrag bei den 25. Verkehrswissenschaftlichen Tagen, 17.03.2016, Dresden



 

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Letzte Änderung: 19.07.2017