PrioPoint - Quantifizierung der Effekte dynamisierter Meldepunkte bei der Priorisierung des Öffentlichen Verkehrs an Lichtsignalanlagen
Projektleitender: Dipl.-Ing. Matthias Körner
Projektlaufzeit: 01/2027 - 12/2027 (Explore Phase)
Kurzbeschreibung:
Die nachhaltige Transformation der urbanen Mobilität erfordert eine Verlagerung des Modal Splits hin zum Umweltverbund, der den öffentlichen Verkehr (ÖV), den Radverkehr, die Mikromobilität sowie den Fußverkehr umfasst. Diese Entwicklung unterstreicht die Notwendigkeit, den Umweltverbund an Lichtsignalanlagen (LSA) bei der Verteilung der knappen Ressource Freigabezeit gegenüber dem motorisierten Individual- und Güterverkehr zu priorisieren.
Ein zentraler Aspekt der Bevorrechtigung von ÖV-Fahrzeugen ist die Festlegung des optimalen Anmeldezeitpunkts, der technisch durch einen spezifischen Anmeldeort umgesetzt wird. Zwar existieren bereits Lösungen zur Optimierung der Verkehrsabläufe an LSA auf Basis von V2X-Technologien, jedoch sind diese für Kommunen mit hohen Investitionskosten für die notwendige Infrastrukturausstattung verbunden.
Das Ziel des Projekts PrioPoint ist es daher, zu untersuchen, ob eine Dynamisierung der Meldepunkte von ÖV-Fahrzeugen eine kostengünstigere Alternative zur Minimierung von Verlustzeiten aller Verkehrsteilnehmenden darstellen kann. Hierzu sollen bestehende Steuerungsprogramme einzelner LSA in eine Simulationsumgebung integriert werden. Mithilfe realer Messwerte zu den zulaufenden Verkehrsströmen wird der Einfluss dynamischer Meldepunkte auf die Verlustzeiten in unterschiedlichen Verkehrssituationen analysiert.
Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Mobilitäts- und Tiefbauamt der Stadt Leipzig sowie den Leipziger Verkehrsbetrieben durchgeführt. In der ersten Projektphase, die für den Zeitraum von Januar bis Dezember 2027 geplant ist, soll die Datenbereitstellung aus rechtlicher, administrativer und technischer Sicht vorbereitet werden.
PrioPoint wird durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert – Projektnummer 589846560.