25.11.2025
Telemedizin stärken, Schlaganfallversorgung verbessern: TeleStrokeRGM startet 2026
Wir freuen uns, mit dem durch den G-BA-Innovationsfonds geförderten Projekt TeleStrokeRGM ab dem 1. Januar 2026 einen sehr notwendigen Beitrag zur Weiterentwicklung der telemedizinischen Schlaganfallversorgung leisten zu dürfen. Der Schlaganfall zählt zu den größten Herausforderungen der Akutmedizin – und telemedizinische Netzwerke spielen bereits heute eine zentrale Rolle, um eine schnelle, wohnortnahe und qualitätsgesicherte Versorgung zu ermöglichen.
In Deutschland wird etwa jede zehnte betroffene Person telemedizinisch behandelt, beispielsweise in einem der 21 Telestroke-Netzwerke. Doch die historisch gewachsenen Strukturen, Qualitätsstandards und technische Ausstattung dieser Netzwerke unterscheiden sich teils erheblich. Diese Heterogenität erschwert es, eine einheitlich hohe Versorgungsqualität sicherzustellen und Strukturen auch auf andere akute Versorgungssituationen zu übertragen. Insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und zunehmender Personalengpässe gewinnen der Austausch, die Evaluation und die Qualitätsicherung solcher Netzwerke weiter an Bedeutung.
Mit dem Projekt TeleStrokeRGM wird in den nächsten 3 Jahren die Entwicklung eines wissenschaftlich fundierten Reifegradmodells zur systematischen Bewertung der Leistungsfähigkeit solcher Akutversorgungsnetzwerke gefördert. Dieses liefert einen Beitrag zu einer sicheren, effizienten und patientennahe Versorgung in Zukunft. Durch die Identifizierung von Erfolgs- und Misserfolgsfaktoren telemedizinischer Netzwerke wird zudem die nachhaltige Entwicklung von Telemedizin-Angeboten in Deutschland gestärkt.
Projektpartner
- TeleStrokeRGM wird vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden, Medizinische Fakultät (Geschäftsstelle Telemedizinische Schlaganfallversorgung Ostsachsen) geleitet.
- Die Technische Universität Dresden (Forschungsgruppe Digital Health) verantwortet die methodische Entwicklung.
- Das WIG2 Institut übernimmt die gesundheitsökonomische Evaluation.
- Die Mitarbeit zahlreicher deutscher Telestroke-Netzwerke, der Deutschen Schlaganfallgesellschaft sowie weiterer klinischer und technischer Partner stärkt das Projekt zusätzlich.
Ansprechpartnerin: Maren Kählig und Dr. Jeannette Stark