02.02.2026
Zwei Forschungsbeiträge zu Open Government Data auf der HICSS 2026 präsentiert
Im Rahmen der 59th Hawaii International Conference on System Sciences (HICSS 2026) präsentierte Maximilian Georgi zwei Paper aus dem Bereich Open Government Data (OGD).
Unlocking Ecosystem Potential: Balancing Supply and Demand in Open Government Data – A Systematic Literature Review
Maximilian Georgi, Katja Bley, Susanne Strahringer
Dieser Beitrag adressiert die bislang stark angebots- und wertzentrierte Forschung zu Open Government Data (OGD) und entwickelt eine integrative Ökosystemperspektive. Auf Basis eines systematischen Literaturreview werden Einflussfaktoren auf Angebots- und Nachfrageseite identifiziert, Interaktionsmechanismen herausgearbeitet und Wertschöpfungspotenziale sowie Risiken systematisch zusammengeführt. Das resultierende OGD-Ökosystemmodell macht wechselseitige Abhängigkeiten und Interaktionen zwischen Akteuren in verschiedenen Nutzungsphasen sichtbar und bietet eine strukturierte Grundlage für das Verständnis und die gezielte Weiterentwicklung von OGD-Initiativen.
Tool-Augmented LLMs for Rapid Data Insights: Empowering Non-Expert Users in Open Government Data Contexts
Maximilian Georgi
Der Beitrag untersucht, wie nicht-technische Nutzerinnen und Nutzer effektiv mit offenen Verwaltungsdaten interagieren können. Auf Basis eines Design-Science-Research-Ansatzes wird eine Design-Theorie bestehend aus Design Requirements, Design Principles und Design Features entwickelt und in einem prototypischen Chatbot-System instanziiert, das Large Language Models mit Tool-Augmentation kombiniert, um OGD automatisiert abzurufen, zu analysieren, zu visualisieren und zu interpretieren. Die Ergebnisse zeigen, dass tool-augmentierte LLMs Interaktionsbarrieren mit OGD deutlich senken können, während Herausforderungen in Genauigkeit und Reliabilität weiterhin bestehen. Der Beitrag liefert damit gestaltungsorientiertes Wissen für den Entwurf intelligenter natürlichsprachiger Schnittstellen für OGD-Plattformen.
Die Forschung wurde im Rahmen des Modellprojekts Smart Cities (MPSC) durchgeführt, gefördert durch die Stadt Dresden, das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie die KfW-Bank.