31.08.2026
Philipp Lorenz-Spreen zum Professor für Computational Social Science an der TUD ernannt
Am 25. August 2026 wurde Philipp Lorenz-Spreen zum Professor für Computational Social Science an der TU Dresden ernannt. Seine neue Position tritt er offiziell zum 1. September an. Die Professur ist gemeinsam am Institut für Kommunikationswissenschaft der Philosophischen Fakultät und bei SynoSys, einem Department des Center for Interdisciplinary Digital Sciences, CIDS, verankert.
Lorenz-Spreens Forschung beschäftigt sich mit den gesellschaftlichen Auswirkungen digitaler Medien, Online Plattformen und algorithmischer Systeme. Er untersucht, wie die Digitalisierung politische Diskurse, Meinungsdynamiken, Polarisierung, Aufmerksamkeit und kollektives Verhalten beeinflusst. Dabei verbindet er computergestützte Methoden mit einer komplexen Systemperspektive, um die Dynamiken digitaler Gesellschaften besser zu verstehen.
„Wir wollen verstehen, wie die Digitalisierung unsere Gesellschaft systematisch verändert, wie Algorithmen, Plattformen und generative KI die öffentliche Meinungsbildung und Demokratie beeinflussen und wie wir diese Entwicklungen aktiv mitgestalten können. Dafür nutzen wir die Werkzeuge, die uns die Digitalisierung selbst zur Verfügung stellt, darunter Online Experimente, computergestützte Methoden und die Datenspuren, die sie hinterlässt“, sagt Philipp Lorenz-Spreen.
Die neue Professur stärkt Computational Social Science an der Schnittstelle von Kommunikationswissenschaft, Sozialwissenschaften und Komplexitätsforschung an der TU Dresden. Am Institut für Kommunikationswissenschaft erweitert sie Forschung und Lehre zu digitaler Kommunikation und ihren gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen um computergestützte Ansätze. Bei SynoSys entwickelt sie Computational Social Science als einen der zentralen Forschungsbereiche des Departments weiter.
Die gemeinsame Verankerung schafft zugleich neue Möglichkeiten für die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Innerhalb des CIDS verbindet die Professur sozialwissenschaftliche Forschung mit Data Science und der Erforschung komplexer Systeme. Durch ihre Einbindung in die Philosophische Fakultät entstehen zugleich Anknüpfungspunkte zur Kommunikationswissenschaft, Soziologie, Politikwissenschaft und weiteren Disziplinen, die sich mit gesellschaftlichem Wandel unter digitalen Bedingungen beschäftigen.
Lorenz-Spreen wird sich an der deutschsprachigen und englischsprachigen Lehre in den Studiengängen des Instituts für Kommunikationswissenschaft beteiligen, darunter im Masterstudiengang Applied Media Research, sowie in weiteren sozialwissenschaftlichen Studiengängen. Seine Lehre umfasst methodische und theoretische Ansätze zur Erforschung der digitalen Gesellschaft. Zudem wird er studentische Abschlussarbeiten und Promotionsprojekte betreuen.