29.01.2026
Pandemieforschung - BE READY Partnerschaft veröffentlicht ersten Call!
Die Europäische Partnerschaft für Pandemievorsorge (BE READY-Partnerschaft) hat zum Ziel, ein europäisches Forschungs- und Innovationsökosystem zu schaffen, das optimal auf künftige Gesundheitskrisen durch Infektionskrankheiten vorbereitet ist. Dieses System wird in der Lage sein, schnell und effizient auf solche Krisen zu reagieren, und wird vollständig in den umfassenderen europäischen institutionellen Rahmen für Gesundheitssicherheit integriert sein.
Insgesamt 21 Förderorganisationen haben die BE READY-Partnerschaft (JTC 2026) ins Leben gerufen. Dieser Call unterstützt innovative, kooperative, interdisziplinäre und transnationale Forschungsprojekte, die darauf abzielen, das Pandemiepotenzial neu auftretender Krankheitserreger besser zu verstehen, die durch diese Krankheitserreger verursachte Pathophysiologie aufzuklären und innovative medizinische Gegenmaßnahmen zu entwickeln.
Von den Projekten wird ein Beitrag zu mindestens eines der folgenden Ergebnisse erwartet:
- Identifizierung neuer pathogenspezifischer molekularer Targets und Mutations-Hotspots (d. h. Entdeckung kritischer Proteine, Enzyme oder Signalmoleküle, die eine zentrale Rolle bei der Infektiosität sowie der Kontagiosität, dem Überleben und/oder der Resistenz des Pathogens spielen);
- Verbesserung des Verständnisses der speziesübergreifenden (zoonotischen) Aspekte der Interaktionen zwischen Wirt und Erreger (im Rahmen des One-Health-Ansatzes);
- Anwendung eines „Pathogen X"-Ansatzes, um übertragbares Wissen zu generieren, das auf andere bedrohliche Viren der gleichen Familie angewendet werden kann;
- Identifizierung, Entwicklung und Optimierung von (neuen) Strukturen mit optimierter therapeutischer Aktivität und geringer Toxizität, die potenzielle Leitstrukturen sein können (insbesondere für vulnerable Gruppen);
- Identifizierung und Validierung von Targets unter Anwendung von Datenintegration, Interoperabilität und (verbesserten) Modellierungsansätzen zur optimierten Harmonisierung und gemeinsamen Nutzung von Daten, um das Potenzial dieser Targets für die anschließende therapeutische Entwicklung nachzuweisen; dies kann auch Antigen-Strukturen für die Impfstoffentwicklung umfassen (d. h. Proof-of-Concept-Studien);
- Verbesserung der Datenintegration und Modellierung zur Vorhersage des Verhaltens von Krankheitserregern und der Therapiewirksamkeit;
- Vertiefung des Verständnisses der molekularen und zellulären Mechanismen, die den Interaktionen zwischen (menschlichem) Wirt und Erreger zugrunde liegen, einschließlich der prädisponierenden Faktoren des Wirts, um die künftige Entwicklung von Diagnosen, Therapien und Impfstoffen zu erleichtern;
- Entwicklung und Verbesserung fortschrittlicher immunologischer Tests, experimenteller Modelle und präklinischer Studien und entsprechender Studiendesigns, die einen Zusammenhang zwischen Wirtsgenetik und Krankheitsverlauf herstellen.
Die Projektvorschläge sollten sich ausschließlich auf ein oder mehrere Viren konzentrieren, die zu den folgenden Familien gehören. Vorschläge, die globale Ansätze für eine ganze Familie dieser Krankheitserreger behandeln, sind ebenfalls zulässig: Arenaviridae, Coronaviridae, Filoviridae, Flaviviridae, Hantaviridae, Nairoviridae, Orthomyxoviridae, Paramyxoviridae, Phenuiviridae, Poxviridae, Togaviridae, „Pathogen X" (siehe oben).
Nicht gefördert werden:
- Forschung zu antimikrobiellen Resistenzen (AMR);
- Forschung ausschließlich zu umwelt- und sozialbedingten Ursachen für das Auftreten und die Ausbreitung von diesen Krankheitserregern;
- Forschung ausschließlich zur Übertragungsdynamik und Epidemiologie dieser Krankheitserreger;
- Klinische Studien
Erwarteter Impact:
Die geförderten Projekte sollen wissenschaftliche Erkenntnisse und innovative Instrumente generieren, die die Pandemievorsorge in Europa und weltweit stärken, eine evidenzbasierte Politikgestaltung ermöglichen und/oder zur Entwicklung neuartiger Gegenmaßnahmen (Diagnostik, Therapeutika und Präventionsstrategien) beitragen, die bei künftigen Gesundheitsnotfällen rasch eingesetzt werden können.
Zeitplan und Förderbedingungen:
- 13. April 2026 – Frist Skizze
- 20. August 2026 – Frist Vollantrag
- Min. 3 Partner aus mind. 3 teilnehmenden Ländern
- Max. 6 – 7 Partner
- 1 externer (selbstfinanzierter) Partner möglich
- 300.000 EUR dt. Förderung pro Projekt
Teilnehmende Länder:
Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Moldau, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Schweden, Slowakei, Spanien, Tschechische Republik, Türkei und Ungarn.
Weitere Informationen:
https://beready4pandemics.eu/joint-transnational-calls/
Kontakt am EPC:
© TU Dresden
Projektmanager
NameHerr Dr. Stefan Schuldt
ERA-Nets, BMBF-Begleitmaßnahmen
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Besuchsadresse:
FAL Falkenbrunnen BT-A Würzburger Straße 35
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