28.05.2026
TRANSCAN-Call 2026 veröffentlicht
Translationale Forschung zum Krebsstoffwechsel: interdisziplinäre Ansätze für Diagnose und Behandlung
Das angestrebte Ergebnis der Ausschreibung ist die Entwicklung innovativer, personalisierter Ansätze für die Krebsdiagnose, die Patientenstratifizierung und die Behandlung, die auf einem tieferen mechanistischen Verständnis der Stoffwechselveränderungen bei Krebserkrankungen beruhen.
Ziel 1: Verbesserung der Krebsdiagnostik und -überwachung durch metabolische Biomarker
Neue metabolische Biomarker und Technologien bieten große Chancen für eine frühzeitigere Krebserkennung, eine verbesserte Patientenstratifizierung und eine genauere Überwachung des Ansprechens auf die Behandlung sowie des Krankheitsverlaufs.
Ziel 2: Nutzung metabolischer Schwachstellen zur Verbesserung der Präzisionsmedizin
Die metabolische Umprogrammierung bei Krebserkrankungen führt zu einzigartigen Abhängigkeiten, die therapeutisch genutzt werden können. Tumore entwickeln häufig charakteristische metabolische Signaturen, die durch onkogene Mutationen geprägt sind und die Entstehung, das Fortschreiten, die Therapieresistenz sowie die Metastasierung des Tumors vorantreiben. Diese metabolischen Anpassungen eröffnen neue Möglichkeiten für Ansätze der Präzisionsmedizin, die mit maßgeschneiderten Interventionen auf definierte metabolische Schwachstellen abzielen.
Allgemeine Anforderungen:
- Anträge, die räumliche Transkriptomik sowie Einzelzell- und Multi-Omik-Ansätze beinhalten, werden ausdrücklich begrüßt,
- ebenso wie andere innovative Methoden wie künstliche Intelligenz, Flüssigbiopsie, Radiomik und fortschrittliche computergestützte Ansätze.
- Die Anträge können auch starke biomedizinische Komponenten enthalten, beispielsweise Organoide, Krebsimpfstoffe, Nanopartikel oder andere fortschrittliche Modellsysteme.
- Interdisziplinäre Ansätze, die Fachwissen aus den Bereichen Ingenieurwesen, Informatik, Physik oder verwandten Gebieten mit Biologie und Medizin verbinden, sind besonders willkommen (vorausgesetzt, sie gehen eindeutig auf ungedeckte klinische Bedürfnisse ein und zeigen potenzielle Auswirkungen auf Patienten und Bevölkerungsgruppen auf).
- Antragsteller werden ermutigt, sich während der Ausarbeitung des Antrags und im Verlauf ihrer Forschungsprojekte mit Patienten und/oder deren Vertretern zu beraten bzw. auszutauschen.
Die folgenden Arten von Projekten sind von dieser Ausschreibung ausgeschlossen:
- Studien, die sich ausschließlich auf präklinische Modelle stützen, die auf etablierte Zelllinien beschränkt sind;
- klinische Studien der Phasen III und IV;
- Studien, die nicht im Einklang mit den geltenden Vorschriften der Europäischen Union über staatliche Beihilfen und Dienstleistungen von allgemeinem wirtschaftlichem Interesse stehen, insbesondere der Verordnung (EG) Nr. 800/2008 der Kommission und der Verordnung (EU) Nr. 651/2014 der Kommission sowie den dazugehörigen Mitteilungen und Leitfäden.
Förderbedingungen:
- 21.07.2026 – Projektskizze
- 13.01.2027 – Vollantrag
- Verbundprojekte mit 3 bis 6 Partnern (max. 2 Partner aus einem Land)
- 1 early-career researcher im Konsortium verpflichtend
- 1 pre-klinisches Forscherteam und 1 klinisches Forscherteam pro Konsortium verpflichtend
Teilnehmende Länder:
Belgien, Deutschland, Frankreich, Israel, Italien, Kanada, Malta, Österreich, Polen, Rumänien, Slowakei, Spanien, Taiwan, Türkei, Ungarn
Wichtige LINKs: