21.10.2026
Die Zukunft des MINT-Lernens KI - Deutsche Telekom Stiftung
Künstliche Intelligenz verändert nicht nur, wie wir lehren und lernen. Sie verändert auch die Arbeitsweisen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik selbst: Daten werden anders ausgewertet, Modelle anders entwickelt, Forschungsprozesse automatisiert und neue Erkenntnisse entstehen zunehmend im Zusammenspiel von Mensch und KI.
Für Schule und Lehrkräftebildung ist deshalb eine zentrale Frage: Wie muss MINT-Unterricht gestaltet sein, damit junge Menschen verstehen, wie MINT-Forschung heute und in Zukunft mit KI funktioniert – und wie können Lehrkräfte für diesen Unterricht vorbereitet werden?
Mit dem Projekt „Die Zukunft des MINT-Lernens KI“ möchte die Deutsche Telekom Stiftung gemeinsam mit Hochschulen und Landesinstituten Antworten auf diese Frage entwickeln und vor allem in die Praxis bringen. Dazu laden wir Hochschulen in Deutschland, die MINT-Lehrkräfte ausbilden, herzlich ein, sich an unserer Ausschreibung zu beteiligen.
Im Mittelpunkt stehen dabei nicht einzelne KI-Anwendungen oder der neueste Chatbot. Wir möchten vielmehr herausarbeiten, welche fachspezifischen KI-Kompetenzen Lehrkräfte in den MINT-Fächern benötigen und wie Lehren und Lernen mit und über KI sinnvoll gestaltet werden kann. Darüber hinaus soll im Unterricht aufgezeigt werden, wie KI die Arbeitsweisen der MINT-Forschung verändert.
Dabei setzen wir ausdrücklich auf das, was an Hochschulen bereits vorhanden ist. „Die Zukunft des MINT-Lernens KI“ ist kein reiner Entwicklungs-, sondern vor allem ein Transferverbund. Wir suchen vielversprechende Ansätze, Konzepte und Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung, die bereits existieren, sodass sie von Hochschulen gemeinsam mit pädagogischen Landesinstituten in hochwertige Unterrichtsmaterialien sowie Fort- und Weiterbildungskonzepte für Lehrkräfte übersetzt und in die Fortbildungspraxis der Länder überführt werden können.
Entscheidend ist für uns eine ko-konstruktive Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Bildungspraxis. Der Transferverbund soll Raum dafür bieten, sowohl bestehende Ansätze weiterzuführen als auch neue Perspektiven gemeinsam zu entwickeln und im kontinuierlichen Austausch voneinander zu lernen. Neben der laufenden Zusammenarbeit sind jährliche Status- und Projekttreffen vorgesehen, bei denen die beteiligten Hochschulen ihre Arbeiten zusammenführen, Zwischenergebnisse diskutieren und gemeinsame nächste Schritte entwickeln.
Als Orientierung dient das bereits gestartete Leitprojekt „DiKoLAN KI Praxis“ der Universität Konstanz.
Für den Transferverbund suchen wir nun drei weitere Hochschulen/Hochschulverbünde in Deutschland, die MINT-Lehrkräfte ausbilden. Bewerben können sich Hochschulen in Kooperation mit mindestens einem Landesinstitut. Für jede ausgewählte Hochschule beziehungsweise jeden Verbund stehen über die Projektlaufzeit bis zu 370.000 Euro zur Verfügung. Der Verbund ist von April 2027 bis August 2030 angelegt und umfasst neben der gemeinsamen inhaltlichen Arbeit auch regelmäßige Projekttreffen sowie nationalen und internationalen Austausch.
Die Bewerbungsphase läuft vom 15. Oktober bis zum 30. November 2026. Die Anträge können über das Projektportal der Deutsche Telekom Stiftung https://diezukunftdesmintlernenski.portal.smartwe.de/ eingereicht werden. Nach einer Vorauswahl laden wir ausgewählte Hochschulen und ihre Partner aus den Landesinstituten im März 2027 zu einer Auswahlsitzung nach Bonn ein.
Wenn Sie an Ihrer Hochschule bereits an zukunftsweisenden Ansätzen zum MINT-Lehren und -Lernen mit und über KI arbeiten, möchten wir Sie deshalb ausdrücklich ermutigen, diese Expertise in den Transferverbund einzubringen. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass wissenschaftliche Erkenntnisse und erfolgreiche Entwicklungen nicht in einzelnen Projekten verbleiben, sondern Lehrkräfte und Schüler*innen in der Breite erreichen.
Weitere Informationen zum Projekt, zur Ausschreibung sowie den Zugang zum Bewerbungsportal finden Sie auch unter: www.telekom-stiftung.de/zdml-ki