29.04.2026
Startup Bootcamp MINT: In fünf Wochen von der Idee zum Geschäftsmodell
Pitchday - Höhepunkt des Startup Bootcamp MINT
Fünf Wochen reichen selten aus, um ein Startup zu bauen – aber oft, um eine Idee neu zu denken. Genau darum ging es auch in der 20. Ausgabe des Startup Bootcamp MINT von TUD|excite und dresden|exists: aus ersten technischen oder fachlichen Ideen tragfähige und überprüfbare Geschäftsmodelle zu entwickeln.
Am 15. April präsentierten die teilnehmenden Teams ihre Ergebnisse beim abschließenden Pitchday vor einer externen Jury aus erfahrenen Gründern und Startup-Experten.
Strukturiertes Programm mit praxisnaher Ausrichtung
Das Bootcamp ist kompakt und praxisorientiert konzipiert. Innerhalb von fünf Wochen durchlaufen die Teams drei ganztägige Workshops: einen Auftakt mit Fokus auf Ideenpräsentation und Prototyping, einen vertiefenden Teil zu Geschäftsmodellen (Zielgruppen, Value Proposition, Marktanalyse) sowie ein Pitchtraining zur Vorbereitung auf die Abschlusspräsentationen.
Zwischen den Workshops arbeiten die Teams eigenständig weiter. Regelmäßige Feedbackschleifen unterstützen sie dabei, Annahmen zu überprüfen und ihre Konzepte gezielt weiterzuentwickeln. So entsteht schrittweise aus einer ersten Idee ein belastbares Geschäftsmodell.
Pitchday als Realitätscheck
Der Pitchday ist dabei mehr als eine Abschlussveranstaltung, sondern auch ein erster Realitätscheck. Im Fokus stehen dabei die entscheidenden Fragen: Ist das Problem relevant? Passt die Lösung zur Zielgruppe? Wie tragfähig ist das Geschäftsmodell? Und schafft es das Team, die Idee klar und überzeugend zu vermitteln Das Feedback der Jury war auch diesem mal direkt, konstruktiv und praxisnah – genau das, was es in einer frühen Gründungsphase braucht.
Reality Check fürs Geschäftsmodell: Der erste Pitch vor einer externen Jury.
Vielfältige Projektideen aus dem MINT-Bereich
Die präsentierten Projekte verdeutlichen die Bandbreite an Gründungsideen im MINT-Bereich diesmal aus der TU Dresden und der HTW Dresden:
- RobDog entwickelt eine quadrupede Plattform zur Unterstützung und Navigation, unter anderem für blinde Menschen.
- Metis baut einen KI-basierten Coaching-Chatbot, der Weiterbildungen und Lernprozesse individuell begleitet.
- MOSAI arbeitet an einer KI-gestützten Lösung für Energiespeicherung und -übertragung mit geschmolzenen Salzen.
- Spannungsregler verfolgt einen Ansatz zur effizienteren Regelung von Spannungswandlern für Energie- und Datenübertragung, etwa im Automotive-Bereich.
- Tong1000 entwickelt eine Hardware-Software-Lösung zur verbesserten Arzt-Patienten-Kommunikation.
- ratarmount ermöglicht die intelligente Einbindung, Indizierung und performante Nutzung komplexer Datenstrukturen.
Trotz unterschiedlicher Themen verbindet alle Projekte ein gemeinsames Ziel: technologische Innovationen in konkrete, relevante Anwendungsfälle zu überführen.
Austausch und Vernetzung im Anschluss
Gelegenheit für vertiefende Gespräche und neue Impulse
Im Anschluss an die Präsentationen bot ein informeller Ausklang bei Kaffee und Kuchen Raum für vertiefende Gespräche und Vernetzung. Dieser direkte Austausch ermöglicht es, Ideen weiter zu diskutieren und Kontakte für die nächsten Schritte zu knüpfen.
Ein besonderer Dank gilt den Jury-Mitgliedern Felix Valentin (enerithm), Ansgar Jonietz (Was hab' ich?), Jan Kubenz (TU Dresden), Maximilian Bäumler (paioneers UG), Alexander Türpe (ExciteLab), Thomas Springer (flow.d) und Frank Peters (Evasive Robotics) für ihr Engagement und ihre wertvollen Rückmeldungen.
Ausblick
Das Startup Bootcamp MINT ist kein klassisches Inkubationsprogramm, sondern ein strukturierter Entwicklungsraum für frühe Gründungsideen. Ziel ist es, MINT-Innovationen schnell zu testen und weiterzuentwickeln sowie frühzeitig Feedback aus der Praxis zu integrieren. Der Pitchday markiert dabei keinen Abschluss, sondern einen wichtigen Zwischenstand. Einige der Teams werden ihre Projekte im weiteren Verlauf – etwa im Rahmen von EXIST-Förderanträgen – weiterverfolgen.
Der nächste Durchlauf des Startup Bootcamp MINT startet im September 2026. Bewerbungsschluss ist der 31. August 2026.
Weitere Informationen zu Programm und Bewerbung:
https://www.dresden-exists.de/startup-bootcamp/