Unabhängige Nachwuchsgruppen­leitung

Nachwuchswissenschaftler im Labor © Karsten Eckold Nachwuchswissenschaftler im Labor © Karsten Eckold
Nachwuchswissenschaftler im Labor

© Karsten Eckold

Förderprogramme für unabhängige Nachwuchsgruppenleiter (z.B. DFG, ERC) ermöglichen jungen Forschern bereits zu einem frühen Zeitpunkt in der akademischen Karriere wissenschaftliche Selbstständigkeit: die Bearbeitung eigener Forschungsthemen mit eigenem Budget sowie die Leitung einer eigenen Arbeitsgruppe.

Nachwuchsgruppenleiter sind in der Regel finanziell sehr gut ausgestattet (Mitarbeiterstellen, Sachmittel etc.) und nicht weisungsgebunden, finden also nahezu ideale Bedingungen für eine frühe Profilierung in der Forschung vor. Als nachteilig kann sich die oft geringe Einbindung in die institutionellen Abläufe und Entscheidungsprozesse der Universität/Forschungseinrichtung sowie die häufig fehlende Lehrtätigkeit erweisen. Zudem sind Nachwuchsgruppenleiter i.d.R. nicht für die Begutachtung von Promotionen zugelassen. Um diesen Nachteilen entgegenzuwirken, hat die TU Dresden im Rahmen des Zukunftskonzeptes die Maßnahme TUD Young Investigators geschaffen.

Bewerbungsverfahren für unabhängige Nachwuchsgruppenleitungen sind in der Regel hochkompetitiv. Zentrales Vergabekriterium ist wissenschaftlich Exzellenz, die sich schon in der frühen Postdoc-Phase v.a. durch herausragende Publikationsleistungen nachweisen lässt.

Die wichtigsten Förderprogramme für Nachwuchsgruppenleiter bietet die DFG mit dem Emmy Noether- und dem Heisenberg-Programm, die EU mit den Starting Grants des European Research Council, die VolkswagenStiftung mit den Lichtenberg-Programm und den Freigeist-Fellowships sowie die Alexander von Humboldt-Stiftung mit dem Sofja Kovalevskaja-Preis. Auch die Max-Planck-Gesellschaft und die Helmholtz-Gemeinschaft verfügen über jeweils eigene Nachwuchsgruppenprogramme.

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Letzte Änderung: 05.07.2016