28.09.2026
Beitrag auf der Jahrestagung der Sektion Berufs- und Wirtschaftspädagogik 2026 in Rostock
Teilnehmende (v. l. .n. r.): Prof.in Dr.in H. Herzberg (BTU), Prof.in Dr.in A. Walter (TUD), A. Dürrschmidt (TUD), A.-S. Otte (BTU)
Die Bedeutung des Anerkennungsmotivs im Kontext der Lehrkräfteprofessionalisierung
Das Team des DFG-Forschungsprojekts HabTrans nahm an der Jahrestagung der Sektion Berufs- und Wirtschaftspädagogik der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft an der Universität Rostock teil. Vom 16. – 18.09.2026 stand die Tagung unter dem Thema „Berufsbildungswissenschaft in Zeiten globaler Transformation und demokratischer Verantwortung“. Im Rahmen der Tagung wurde ein Symposium zur nachhaltigen Lehrkräfteprofessionalisierung ausgerichtet. Das „Netzwerk empirische Forschung zur Lehrkräftebildung“ organisierte diesen wertvollen Austausch, in dem verschiedene Expertisen zu den aktuellen Herausforderungen der beruflichen Lehrkräftebildung zusammengeführt wurden.
An dem Symposium beteiligten sich von der TU Dresden Prof.in Dr. Anja Walter und Andreas Dürrschmidt, sowie von der BTU Cottbus-Senftenberg, Prof.in Dr. Heidrun Herzberg und Ann-Sophie Otte. In ihrem Beitrag diskutierte das Forschungsteam darüber, was es benötigt, damit Reformprozesse eine nachhaltige Professionalisierung von Lehrenden anstoßen können – hier am Beispiel der Haltung und habitualisierten Praktiken von Pflegelehrenden. In Anlehnung an Honneths Anerkennungstheorie rückten dabei solidarische Anerkennungsprozesse im Lehrendenteam sowie der reflektierte Umgang mit gegebenen Rahmenbedingungen in den Vordergrund. Die Grundlage für den Beitrag waren Erkenntnisse aus allen drei Erhebungswellen des DFG-Forschungsprojektes. Exemplarisch wurden zwei Pflegeschulen, die die Umsetzung der Pflegeberufereform unterschiedlich gestalten, vorgestellt.
Das DFG-Projekt HabTrans – „Zur Transformation des professionellen Habitus von Pflegelehrer:innen“ – untersucht den Einfluss der gesetzlichen Rahmenbedingungen und Anforderungen in der neuen Pflegeausbildung auf die Professionalisierung von Pflegelehrenden – hier im Fokus der Habitustransformation vom „Pflegen“ zum „Lehren“. Dazu gehört auch, Erkenntnisse über implizite Wissensbestände der Pädagog:innen sowie kollektive Wissensbestände, Potentiale und Ressourcen des pädagogischen Teams zu identifizieren.
Das Team der Technischen Universität Dresden bedankt sich beim Tagungsteam der Universität Rostock sowie bei allen Teilnehmenden des Symposiums für die wertvollen Beiträge und offenen Diskussionen.
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Autor: Andreas Dürrschmidt